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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will Bundeskanzler Friedrich Merz um seine Entlassung bitten. Damit kommt er Friedrich Merz (CDU) zuvor. ( Foto: steffen-bilger.de )
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Ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär unter Andreas Scheuer
Steffen Bilger soll neuer Verkehrsminister werden
Der CDU-Politiker Steffen Bilger soll Patrick Schnieder als Bundesverkehrsminister nachfolgen. Bilger ist Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion.
Bundeskanzler Friedrich Merz werde Bilger als Verkehrsminister vorschlagen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Kanzler habe Bedauern gegenüber Schnieder über die Umstände der Kabinettsumbildung geäußert. 

Der 47-jährige CDU-Politiker Bilger kennt das Verkehrsministerium gut, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Von März 2018 bis Dezember 2021 war er unter dem damaligen Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär beim Ministerium. Seit Mai 2025 ist Bilger Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.  

Nach Angaben seines Regierungssprechers Stefan Kornelius habe Friedrich Merz Patrick Schnieder in einem Telefongespräch am Sonntag erneut für die geleistete Arbeit gedankt und sein Bedauern ausgedrückt, dass der Amtswechsel wegen unvorhergesehener Umstände nicht wie geplant habe kommuniziert werden können, erklärte Kornelius laut FAZ. 

Bilger sitzt seit 2009 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ludwigsburg in Baden-Württemberg im Bundestag. Der 47jährige studierte Jura in Tübingen und war als Rechtsanwalt tätig. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Schnieder hatte zuvor am Sonntag mitgeteilt, Merz um seine Entlassung bitten zu wollen. »Ich werde den Bundeskanzler bitten, dem Bundespräsidenten vorzuschlagen, mich aus dem Amt des Bundesministers für Verkehr zu entlassen. Mit diesem Schritt ziehe ich die Konsequenzen aus den Entwicklungen der vergangenen Tage und will zugleich den unwürdigen Zustand beenden, der die notwendige sachliche Arbeit unmöglich macht. Nicht nur, aber insbesondere im Bereich der Deutschen Bahn stehen kurzfristig wichtige und weitreichende Entscheidungen an, die keinen Aufschub dulden. Im Interesse des Landes und eines handlungsfähigen Ministeriums ist daher eine schnelle und klare Nachfolgelösung zwingend notwendig. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meines Hauses sowie den Partnern in Bund, Ländern und Kommunen für die gute Zusammenarbeit.« 

Wie die FAZ berichtet, hatte Schnieder am Freitagmorgen in einer SMS an Bundestagsabgeordnete angekündigt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ihm am Donnerstag mitgeteilt habe, ihn zu entlassen. Der ursprünglich designierte Nachfolger Fritz Güntzler, der am Abend vorher bereits zugesagt hatte, sagte aber wieder ab. Der CDU-Finanzexperte im Bundestag habe über Nacht Zweifel an seiner fachlichen Eignung bekommen.
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Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 26.07.2026
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