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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Ein Gutachten zur Kommunalisierung des ÖPNV in Ostholstein hat Kosten in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro ermittelt. (Symbolfoto) ( Foto: Kreis Ostholstein )
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Kreis Ostholstein
Kommunalisierung könnte 200 Millionen kosten
Ein Gutachten zur Kommunalisierung des ÖPNV im Kreis Ostholstein hat Kosten in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro ermittelt. Angesichts der angespannten Haushaltslage sieht Landrat Timo Gaarz hierin »eine große Herausforderung«.
Wie die SZH berichtet, wurde am Montagabend das Gutachten zur Kommunalisierung des ÖPNV im Kreis Ostholstein im Ausschuss für Natur, Umwelt, Bau und Verkehr des Kreises präsentiert. Insbesondere die prognostizierten Kosten hätten dabei nicht für Begeisterung gesorgt.

Bereits erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie hatten im Frühjahr erhebliche auf den Kreis zukommende Mehrkosten aufgezeigt, unabhängig davon, ob der Kreis eine eigene Betriebsgesellschaft gründe oder wie derzeit favorisiert mit den Verkehrsbetrieben des Kreises Plön (VKP) kooperiere, so die SZH.

Laut dem aktuellen Gutachten von Ramboll/Civity sschuss wären erhebliche Investitionen unter anderem für Betriebshöfe, Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur nötig. Allein bis 2030 könnten so bis zu 150 Millionen Euro auf den Kreis zukommen. Periodische Re-Investitionen in den Folgejahren etwa wegen der Beschaffung neuer Fahrzeuge, seien hierin nicht enthalten, so Gutachter Sören Burghardt. Zudem würden etwa 160 Fahrer benötigt.

Ein weiteres Problem sei, dass Ostholsteins derzeitige Verträge mit Autokraft und Rohde Verkehrsbetriebe in 2030/31 auslaufen. Der Aufbau einer kommunalen ÖPNV-Infrastruktur benötige einen mehrjährigen Transformationsprozess. Insbesondere der Aufbau von Betriebshöfen sei zeitkritisch, so der Gutachter laut SHZ. Der Zeitplan sei ambitioniert, aber machbar. Das Gutachten schlage bis zu sechs Standorte für etwa 80 Millionen Euro.

Insgesamt könnte das Vorhaben mit bis zu 200 Millionen Euro zu Buche schlagen. In Relation zur Bilanzsumme des Haushalts würde man einen massiven Schwerpunkt auf den ÖPNV setzen und der Schuldenstand von aktuell rund 23 Millionen Euro stark steigen, so die SHZ. Für eine Anfangs-Investition von beispielsweise 130 Millionen Euro würden zusätzlich somit fünf Millionen für Zinsen und weitere fünf Millionen Euro für Tilgung anfallen. In Konsequenz müsste die Kreisumlage steigen. Angesichts der angespannten Haushaltslagen wäre es in der Perspektive ohnehin schwierig, solche Kreditsummen genehmigt zu bekommen  so die Einschätzung des Fachausschuss Finanzen.

Landrat Timo Gaarz erklärte: »Da sehe ich eine große Herausforderung. Die Kommunalaufsicht des Landes hat sich nicht abschließend ein Bild von den ÖPNV-Plänen gemacht – und dieser ist keine Kernaufgabe des Kreises.«

Unklar sei aktuell auch, wie im Kreis Plön die Idee einer Bus-Betriebs-Kooperation aufgenommen werde, berichtet die SHZ weiter. Gutachter Burghardt hatte zumindest neben den Herausforderungen auf diverse Vorteile einer Kooperation hingewiesen.
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Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 09.09.2026
Kategorien: Recht und Politik
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