Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr

Artikel Aufmacher Bild
Vorbild ist das Ticketkonzept „eezy.nrw« aus Nordrhein-Westfalen, dieses ist nach Angaben des Landesverkehrsministers sehr erfolgreich. ( Foto: Westfalen-Tarif-GmbH )
|
Antrag von NRW und Hamburg für ein bundesweites Ticket für Gelegenheitsnutzer - meistgelesen am 21. Oktober 2026
Eine Alternative zum Deutschlandticket
Auf ihrer Herbstkonferenz wollen sich die Verkehrsminister auch mit einem bundesweiten ÖPNV-Ticket für Gelegenheitsnutzer befassen, gedacht ist an ein Check-in/Check-out-Konzept.
Die Verkehrsminister der Länder könnten auf ihrer bevorstehenden Herbstkonferenz ein bundesweites Angebot für ÖPNV-Gelegenheitsfahrer auf den Weg bringen. In einer Beschlussvorlage, über die die »Rheinische Post« berichtet, heißt es, es gehe um ein Angebot »für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket«. Das Konzept soll Nordrhein-Westfalen ausarbeiten, das den Vorschlag gemeinsam mit Hamburg eingebracht hat. »Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket«, wird NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) von der Tageszeitung zitiert.

NRW habe mit dem System »eezy.nrw« bereits gezeigt, wie so etwas funktioniert, sagte Krischer weiter. »Der digitale Tarif wählt immer den günstigsten Preis pro Strecke aus. Außerdem ist der Monatsbetrag gedeckelt, so dass es nie teurer wird als mit einem Deutschlandticket«, sagte Krischer. Bei einem solchen Smartphone-basierten Check-in/Check-out-Tarif checken Fahrgäste per Smartphone ein und wieder aus, neben »eezy.nrw« gibt es ähnliche Konzepte in anderen Bundesländern oder Verkehrsverbünden. Das System selbst ist also nicht neu. Der Ansatz, es bundesweit auszurollen, hingegen schon.

Wichtig dabei ist, dass der Monatsbeitrag gedeckelt isr. Das bedeutet, egal, wie oft ein Fahrgast am Ende fährt – mehr als das Deutschlandticket kostet das Ticket im Monat am Ende nicht. Dieses kostet derzeit 63 Euro im Monat, im Januar steigt der Preis auf 66,80 Euro. Die Verkehrsminister der Länder treffen sich am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau. Auf dem Programm stehen vor allem kritische Finanzierungsfragen rund um den öffentlichen Nahverkehr: Die Belastung für die Verkehrsunternehmen durch die steigenden Trassenpreise im SPNV und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel.
Bild Bild
Von: Thomas Burgert
Veröffentlicht am: 21.10.2026
Kategorien: Recht und Politik
Zurück zur Startseite
Zum Newsletter
Alle Nachrichten
Archiv-Suche