Speyer - meistgelesen am 3. Februar 2026
Das rheinland-pfälzische Speyer setzt seit Dezember als eine der ersten Kommunen in Deutschland nur noch Elektrobusse auf seinen Stadtlinien ein. Laut Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler hat sich die Umstellung gelohnt.
Nach sieben Wochen Einsatz der 29 E-Busse des Herstellers MAN auf den Linien 561 bis 569 ziehen die Stadtverwaltung und das Busunternehmen DB Regio Bus Mitte eine positive Bilanz, wie der SWR berichtet. Ein Bus sei liegengeblieben, musste abgeschleppt werden, bei einigen Fahrzeugen habe die Zielanzeige zunächst nicht funktioniert, aber sonst habe alles funktioniert, so der SWR.
»Die Busfahrer sind zufrieden, außerdem die Fahrgäste und die Anwohner in den Wohngebieten«, bilanziert Oberbürgermeisterin Seiler. »Die Umstellung hat sich gelohnt.« Speyer sei stolz, mit als erste Stadt in Deutschland nur noch E-Busse auf den Stadtlinien einzusetzen.
Stadtverwaltung und Stadtrat hatten sich zuvor mit der Entscheidung, alle neun innerstädtischen Linien auf einmal auf den E-Busbetrieb umzustellen, schwer getan, so der SWR. Der Bund habe keinen einzigen Cent Zuschuss beigesteuert. So musste die Stadt die 6,2 Millionen Euro für den Ladepark für die Busse komplett selbst stemmen.
»Doch der Klimaschutz war es uns wert«, so Seiler laut SWR und dankt dem Speyerer Stadtrat, dass er diese Entscheidung mitgetragen habe. Gleichzeitig appelliert sie an den Bund, die Förderpraxis zu überdenken und andere Städte, die ebenfalls ihren Busbetrieb auf E-Antrieb umstellen wollen, künftig finanziell zu unterstützen.
Die Busse habe die Betreiberin der Linien, DB Regio Bus Mitte gekauft.
Die Lebensqualität in Speyer sei dank der E-Busse gestiegen, so Seiler weiter. Belästigungen durch lärmende Busse, die Dieselschwaden ausstoßen, werde es nicht mehr geben.
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