Zentraler Bestandteil des Fahrplans 2027 ist die Neugestaltung des Münchner Busnetzes innerhalb des Mittleren Rings. (
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Angebotsreduzierungen aufgrund angespannter Finanzierungslage
München muss beim ÖPNV sparen
Die Haushaltslage ist angespannt und der Rotstift macht auch vor Bus und Bahn nicht halt, der Münchner Stadtrat beschloss mit dem neuen Fahrplan auch eine Reihe von Einsparungen.
Der Münchner Stadtrat hat in ihrer Sitzung vom Mittwoch, 29. Juli, dem Fahrplan der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für 2027 zugestimmt. Das Programm 2027 stehe »im Zeichen der städtischen Haushaltskonsolidierung«, so die Stadt München. Zur angespannten finanziellen Lage der Landeshauptstadt komme hinzu, dass die Tarifeinnahmen schon seit mehreren Jahren nicht mehr auskömmlich sind. »Der pauschalierte Ausgleich des Deutschlandtickets und die Anpassungen des MVV-Tarifs reichen nicht aus, um den Öffentlichen Nahverkehr nachhaltig zu finanzieren. Hinzu kommen Steigerungen bei Personal- und Energiekosten«, so die Stadt weiter.
Aus diesen Gründen habe die MVG unter den vorgegebenen finanziellen Rahmenbedingungen einen Fahrplan erarbeitet, der nachfrageorientierte Anpassungen und Konsolidierungen enthält. Die Maßnahmen betreffen das gesamte Stadtgebiet, die Innenstadt ebenso wie die Gebiete außerhalb des Zentrums. Zentraler Bestandteil des Fahrplans 2027 ist die Neugestaltung des Busnetzes innerhalb des Mittleren Rings. Mit dem neuen Angebot im Innenstadtbereich würden die Betriebskosten dauerhaft reduziert, die Pünktlichkeit verbessert und durch die nachfragegerechte Neugestaltung insgesamt knapp 1000 neue Fahrgäste pro Tag gewonnen.
Um dem vorgegebenen Finanzrahmen und insbesondere der angespannten Haushaltssituation zu entsprechen, sind nach Angaben der Stadt »außerdem Konsolidierungsmaßnahmen im bestehenden ÖPNV-Angebot notwendig«. Die Auswahl der Maßnahmen geht auf eine intensive Analyse der aktuellen Fahrgastzahlen zurück. Kürzungen würden dort vorgenommen, wo es die Nachfrage beziehungsweise die Auslastung der Fahrzeuge am ehesten zulassen. Die Leistungsreduzierungen betreffen unter anderem die Verstärkerlinie U7, die in Zukunft nur noch im Berufsverkehr während der Schulzeit zwischen Olympia-Einkaufszentrum und Sendlinger Tor verkehrt, die Tram 25, die künftig Montag bis Freitag zwischen ca. 9 und 13 Uhr auch im Stadtgebiet alle 10 statt alle 5 Minuten fährt, sowie etwa 20 Buslinien zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Abschnitten.
Neben den Leistungen der MVG wurde auch die territoriale Mitfinanzierung der Regionalbuslinien beschlossen, die die Stadt-Landkreis-Grenzen überschreiten. Die Landeshauptstadt München wird sich somit unter anderem auch bei den anstehenden Folgeausschreibungen der Linien X204, X206, 259 und 265 finanziell beteiligen. Die Linie X204 soll dabei ab Dezember 2028 aufgrund des hohen verkehrlichen Mehrwerts und der verhältnismäßig geringen Mehraufwände bis zum Harras geführt werden.
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Von: Thomas Burgert
Veröffentlicht am: 31.07.2026