»Statt Bewegung erleben wir Rückschritt« - meistgelesen am 4. März 2026
Die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW und der Gewerkschaft Verdi ging am Dienstag in Bochum ergebnislos zu Ende.
Dies teilte Verdi laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite liege weiterhin nicht vor, so die Gewerkschaft. Im Gegenteil enthalte der Katalog des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) Verschlechterungen. »Wir haben die Tür bis zum Ende der Verhandlungen offengehalten. Statt Bewegung erleben wir Rückschritt«, kritisierte Heinz Rech, Verhandlungsführer von Verdi NRW. Die Tarifkommission werde nun über das weitere Vorgehen beraten. Am Mittwoch wolle die Gewerkschaft über die nächsten Schritte informieren. Welche Schritte das sein werden, teilte Verdi zunächst laut dpa nicht mit.
Torsten Herbert, Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes NRW, erklärte dass die Arbeitgeber »mit einer klaren Angebotsstruktur« in die Verhandlungen gegangen seien. Die Gegenseite habe allerdings abgelehnt, bis zur dritten Verhandlungsrunde am 24. und 25. März in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe nach Lösungen zu suchen.
Die erste Verhandlungsrunde für rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW war bereits am 21. Januar ohne Ergebnis geblieben. Ohne spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen werde es nicht gelingen, den Personalmangel im Nahverkehr zu beheben, hatte die Gewerkschaft argumentiert.
Die Arbeitgeberseite verwies bereits zum Verhandlungsbeginn auf eine desolate Finanzlage der kommunalen Nahverkehrsunternehmen und der Kommunen sowie bereits erfolgte Steigerungen in den vergangenen Jahren.
26.01.2026
Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr NRW
»Arbeitgeber haben den Ernst der Lage nicht erkannt«