Dramatische Finanzlage der Kommunen - meistgelesen am 23. Juli 2026
Die Bogestra berichtet in ihrer Bilanz für das Jahr 2025 vor dem Hintergrund der dramatischen Finanzlage der Kommunen von schwerwiegenden Herausforderungen. Der Busstandort in Witten wurde geschlossen.
Vor dem Hintergrund der dramatischen Finanzlage der Kommunen, die den für das vorhandene Angebot sich ergebenden steigenden Aufwand nicht ohne Weiteres schultern können, steht das System ÖPNV und damit auch die Bogestra vor schwerwiegenden Herausforderungen. Um die geforderten finanziellen Vorgaben für das Geschäftsjahr 2025 zu erfüllen, wurde in Absprache mit den Anteilseignern und den betroffenen Kommunen und Kreisen im Vorgriff auf die Weiterentwicklung der E-Busflotte und die damit verbundene veränderte Standortstruktur im Busbereich der Busstandort Witten aufgegeben, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt.
In diesem Zusammenhang sei die Leistung erhöht worden, die von der Bogestra beauftragte Busunternehmen erbringen, sowie die eigene Busflotte reduziert. Betriebsbedingte Kündigungen konnten vermieden werden, so das Unternehmen. Die Mitarbeitenden des Standortes Witten sind nun an anderen Standorten der Bogestra tätig.
Insbesondere dank des Einsatzes der Mitarbeitenden sei der mit den Anteilseignern abgesprochene finanzielle Rahmen von rund 94,5 Millionen Euro eingehalten worden. Auch im 130. Jahr seines Bestehens setze das Unternehmen die kontinuierliche Anpassung in Fahrtrichtung Zukunft fort. Diese Anstrengungen würden aber nichts daran ändern, dass es für die Aufrechterhaltung und Modernisierung des Nahverkehrsangebots vor Ort unerlässlich bleibe, dass Bund und Land eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung des ÖPNV branchenweit sicherstellen.
Mit 27,28 Millionen Kilometer, die die Busse und Bahnen im Jahr 2025 unterwegs waren, blieb das Leistungsangebot nahezu auf Vorjahresniveau (im Vergleich zu 2024 +0,16 Millionen Kilometer). Jedoch haben etwas mehr als 120 Millionen Fahrgäste die Busse und Bahnen im vergangenen Jahr genutzt. Das sind 150.000 mehr als in 2024. Der weiterhin »extrem günstige« Preis des Deutschlandtickets sorge dafür, dass weiterhin um die 90 Prozent der Fahrgäste mit dem Deutschland Ticket unterwegs sind. Bei Gelegenheitsnutzer:innen setze sich immer stärker der Digitaltarif eezy.nrw durch. Die Einführung digitaler Bezahlmöglichkeiten in Bussen und Bahnen sei in Absprache mit dem VRR 2025 gestartet und werde planmäßig in diesem Jahr abgeschlossen, sodass dann in allen Fahrzeugen mit Ticketverkauf (Straßenbahnen und Busse) auch die digitale, bargeldlose Bezahlmöglichkeit vorhanden sei.
03.06.2025
Bogestra-Bilanz 2024
Bogestra berichtet von steigenden Fahrgastzahlen
06.09.2024
Vorstand der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG
Thomas Schaffer neuer Vorstand bei Bogestra