Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Auf wichtige Entscheidungen und weitere Schritte bei der Führerscheinreform hofft der bdo (Symbolbild). ( Foto: VVS )
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Führerscheinreform
bdo begrüßt Reformkurs und fordert nächste Schritte
Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) begrüßt die Beschlüsse des Deutschen Bundestages zur Reform der Fahrschulausbildung. Die Modernisierung sei ein wichtiger Schritt, um den Führerscheinerwerb zu vereinfachen und Kosten zu senken.

Entscheidend ist für den Verband, dass weitere Erleichterungen für den Fahrerberuf folgen. Im Mittelpunkt steht dabei das Prinzip »2 in 1«: Busführerschein und Berufskraftfahrerqualifikation müssen stärker miteinander verzahnt werden, um Doppelungen abzubauen und den Zugang zum Beruf zu erleichtern.

Nachdem der Verkehrsausschuss dem Gesetzentwurf bereits gestern zugestimmt hat, hofft der bdo auch auf die Zustimmung des Bundestagsplenums. Der bdo unterstützt den eingeschlagenen Kurs ausdrücklich. Weniger Bürokratie, zeitgemäße Ausbildungsbedingungen und geringere Kosten sind auch für die Busbranche dringend notwendig. Erleichterungen beim Pkw-Führerschein kommen dabei ebenfalls angehenden Busfahrerinnen und Busfahrern zugute, für die die Klasse B eine Voraussetzung für den weiteren Führerscheinerwerb ist.

»Die Bundesregierung packt eine überfällige Reform an. Das begrüßen wir ausdrücklich. Wer den Führerscheinerwerb modernisiert und unnötige Bürokratie abbaut, erleichtert Menschen den Zugang zu Mobilität und eröffnet berufliche Perspektiven. Besonders wichtig ist, dass die Reform nicht beim Pkw endet. Dass nun auch die gewerblichen Fahrerlaubnisklassen berücksichtigt werden, ist ein starkes Signal für unsere Branche und greift zentrale Anliegen auf, für die wir uns als BDO seit Langem einsetzen«, erklärt Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo.

Der bdo dankt den Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD für ihren Einsatz für die Reform. Ein besonderer Dank gilt dem Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und seinem Parlamentarischen Staatssekretär Christian Hirte sowie den zuständigen Abgeordneten Dirk Vöpel (SPD) und Henning Rehbaum (CDU) für den konstruktiven Austausch und ihr Engagement, auch die notwendigen Erleichterungen für die gewerblichen Fahrerlaubnisklassen voranzubringen.

Die zur Abstimmung stehende ergänzende Entschließung sieht vor, die Anrechnung bereits nachgewiesener theoretischer Inhalte beim Aufstieg auf Bus- und Lkw-Klassen sowie zwischen diesen Klassen zu prüfen. Auch zusätzliche Prüfungskapazitäten durch eine mögliche Öffnung für weitere geeignete Prüforganisationen sollen untersucht werden. Der bdo begrüßt diese Ansätze und fordert, die Prüfaufträge zügig in spürbare Verbesserungen zu überführen. 

Im Mittelpunkt steht für den Verband weiterhin  der »2 in 1 Vorschlag« zur besseren Verzahnung von Busführerscheinerwerb und Berufskraftfahrerqualifikation. »2 in 1muss der nächste große Reformschritt für den Fahrerberuf werden. Unsere Unternehmen brauchen dringend Fahrpersonal. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, verdient einen effizienten und bezahlbaren Ausbildungsweg. Die positiven Zusagen aus dem Bundesverkehrsministerium begrüßen wir sehr. Jetzt kommt es darauf an, daraus konkrete Regelungen zu machen. Die hohen Anforderungen an Sicherheit und Qualifikation bleiben dabei selbstverständlich der Maßstab«, so Leonard.

Mit der Zustimmung des Bundestages wird sich der Blick auf den Bundesrat richten. Der bdo appelliert an die Länder, den Reformkurs zu unterstützen und das Verfahren ohne Verzögerungen voranzubringen. Zugleich fordert der Verband einen verbindlichen Fahrplan für die weiteren Erleichterungen beim Busführerschein und die Umsetzung von »2 in 1«. Die Reform bietet die Chance, den Fahrerberuf nachhaltig zu stärken. Diese Chance muss aus Sicht des Branchenverbandes jetzt genutzt werden. 

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Von: Dr. Susanne Hartmann
Veröffentlicht am: 06.11.2026
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