Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Ein privater Busunternehmer bekämpft die Ausschreibung der Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB) für den Linienverkehr im Mittel- und Südburgenland. ( Foto: Wikimedia.Commons )
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»Private sehen sich zunehmend unter Druck« - meistgelesen am 8. Juli 2026
Privates Unternehmen reicht Nachprüfungsantrag ein
Ein privater Busunternehmer geht gegen eine Ausschreibung der Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB) vor. Jetzt entscheidet das Landesverwaltungsgericht.
Wie die »Kronen Zeitung« am 7. Juli berichtet, hat ein privater Busunternehmer aus Niederösterreich gegen ein Vergabeverfahren einen Nachprüfungsantrag eingebracht, weil er Ungereimtheiten orte. Betroffen seien vor allem Regionalbuslinien in den Frühspitzen, etwa zwischen St. Michael und Güssing oder Stegersbach. Die neuen Verträge hätten bereits mit Anfang Juli starten sollen.

Bis zur Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts, werden die bestehenden Verträge verlängert, teilten die Verkehrsbetriebe Burgenland in einer schriftlichen Stellungnahme mit, so die Zeitung.

Nach Informationen der Zeitung richte sich der Nachprüfungsantrag gegen den Ablauf des Vergabeverfahrens. In der Branche würden vor allem Anpassungen bei den Paketkombinationen während der Verhandlungen für Kritik sorgen. Ob das Verfahren ordnungsgemäß abgewickelt worden sei, muss nun das Landesverwaltungsgericht klären. Die Verkehrsbetriebe Burgenland weisen die Vorwürfe zurück.

Die Ausschreibung sei bewusst ausschließlich Klein- und Mittelbetrieben vorbehalten gewesen, um diese gezielt zu fördern, heißt es. Sie sei zudem von einem renommierten Anwaltsbüro begleitet worden. Bedarfsanpassungen bei den Paketkombinationen seien in einem Verhandlungsverfahren durchaus üblich. Änderungen an den Ausschreibungsunterlagen habe es nicht gegeben.

Mit der Ausschreibung habe der letzte noch offene Teil der burgenländischen Busreform abgeschlossen werden sollen. Nachdem die großen Linienpakete bereits vergeben worden seien, ging es diesmal ausschließlich um Regionalbuslinien für Klein- und Mittelbetriebe. Dass die Vergabe nun vor Gericht gelandet sei, treffe auf eine Debatte, die die Branche seit Jahren begleite, so die Zeitung. Private Busunternehmen befürchten seit der Gründung der Verkehrsbetriebe Burgenland, dass die landeseigene Gesellschaft ihren Tätigkeitsbereich schrittweise ausweitet und regionale Betriebe dadurch unter Druck geraten.

Nach Gesprächen zwischen Land Burgenland und Wirtschaftskammer sei 2024 eine klare Aufgabenteilung vereinbart worden. Seither konzentrieren sich die Verkehrsbetriebe auf den Linienverkehr, das Anrufsammeltaxi BAST, Sonder- und Gelegenheitsverkehre bleiben privaten Bus- und Taxiunternehmen vorbehalten.

Die vereinbarte Aufgabenteilung habe vor allem im Bereich der Sonder- und Gelegenheitsverkehre zuletzt erneut für Kritik aus den Reihen privater Busunternehmen gesorgt. In der Branche wachse die Sorge, dass für kleinere Betriebe immer weniger Aufträge übrig bleiben.
Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 08.07.2026
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