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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Der Mobilitätsforscher Andreas Knie hat angesichts der bundesweiten Warnstreiks im kommunalen öffentlichen Nahverkehr vor einer überzogenen Nutzung des Streikinstruments gewarnt.n ( Foto: Bernhard Ludewig )
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Bundesweite Warnstreiks im kommunalen öffentlichen Nahverkehr
Verkehrsforscher kritisiert Warnstreik als »zu schnell«
Der Mobilitätsforscher Andreas Knie hat angesichts der bundesweiten Warnstreiks im kommunalen öffentlichen Nahverkehr vor einer überzogenen Nutzung des Streikinstruments gewarnt.
Im Podcast »Loop« erklärte Knie, Professor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, das Streikrecht gehöre zu den wirklichen Errungenschaften, und daran solle auch nicht gerüttelt werden. »Aber um die Waffe scharf werden zu lassen oder scharf bleiben zu lassen, muss man es eben dosiert einsetzen.« Knie sprach sich gleichzeitig für umfassende Reformen im öffentlichen Nahverkehr aus.

Der aktuelle 24-Stunden-Warnstreik sei viel zu schnell eingesetzt worden. »Wenn zu schnell gestreikt wird, dann fehlt auch die Zustimmung. Dann geht die deutlich zurück.« Die Tarifpartner hätten vor Warnstreiks vielmehr in Verhandlungen ausloten sollen, wie ein langfristig geltender Zukunftspakt für den öffentlichen Personennahverkehr wirklich aussehe.

Auch sagte Knie, dass im öffentlichen Personennahverkehr die unteren Lohngruppen nach wie vor zu schlecht verdienen würden. Das fahrende Personal sei vorwiegend durch den Schichtbetrieb sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Im Vergleich zu anderen Branchen mit Schichtarbeit werde im öffentlichen Nahverkehr nach wie vor weniger bezahlt, so Knie. In mittleren und höheren Hierarchiestufen falle der Vergleich hingegen zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs aus.

Knie diagnostizierte zudem eine »überbürokratische Struktur im Nahverkehr«. Notwendig seien vor allem Abbau der Bürokratie, Abbau der Verkehrsverbünde, Abbau der Zweckverbünde Abbau vieler administrativer Strukturen, sagte der Forscher dem Nachrichten-Podcast des Finanz- und Wirtschafts-Portals »Finanzfluss.«

Es reiche nicht, dass Kommunen regelmäßig mehr Geld vom Bund forderten. »Wir müssen auch die Struktur angreifen«, sagte Knie. Der mittlere Bau, der Überbau, müsse verkleinert werden: »Dann haben wir wieder mehr Geld, und dann können wir auch die Busfahrer ordentlich bezahlen.«
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Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 04.02.2026
Kategorien: Recht und Politik
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