Beteiligungen der Deutschen Bahn sollen auf den Prüfstand kommen
Bahn-Chefin Evelyn Palla will den Umbau des Konzerns vorantreiben und dabei die Beteiligungen und Auslandsgeschäfte auf den Prüfstand stellen.
Im Zuge des geplanten Umbaus bei der Deutschen Bahn will die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla Beteiligungen auf den Prüfstand stellen. Man wolle sich künftig auf das Kerngeschäft der Deutschen Bahn, den Eisenbahnbetrieb, konzentrieren. »Wir konzentrieren uns noch fokussierter auf das Eisenbahnfahren«, sagte Palla dem Magazin »Stern«. Angebote für die erste und letzte Meile mache die DB »künftig nur noch, wenn wir damit auch Geld verdienen«, sagte Palla.
Die DB-Tochter Deutsche Bahn Connect (DB Connect) betreibt aktuell sowohl das Carsharing als auch das Bikesharing der Deutschen Bahn. DB Connect verantwortet auch das Fuhrparkmanagement der DB-Konzerngesellschaften. Palla kündigte auch an, dass sich der Konzern künftig keine Bahnbauprojekte in Ländern wie Indien und Uruguay mehr vornehmen werde. Dies sei »ein Geschäft, von dem wir uns mittelfristig trennen werden«, so die DB-Chefin. Schon vor Pallas Amtsantritt im Herbst hatte der Konzern die europäische Personenverkehrstochter Arriva und den Logistiker DB Schenker abgestoßen.
Die Bank ist derzeit vor allem auch mit der Sanierung des maroden Schienennetzes beschäftigt, das immer wieder für die schlechten Pünktlichkeitswerte verantwortlich gemacht wird. für die Unpünktlichkeit der Züge verantwortlich ist. »Die Trendwende haben wir noch nicht geschafft«, sagte Palla jüngst, betonte dabei aber auch, dass die »Talsohle der ungebremsten Alterung unserer Schieneninfrastruktur erreicht« scheine.
11.05.2026
DB InfraGo-Zustandsbericht für das Jahr 2025
»Die Trendwende ist noch nicht vollzogen«