Wichtiger Baustein, um Innovationen voranzubringen - meistgelesen am 10. März 2026
Die Rheinbahn hat auf die Kritik des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) an der strategischen Partnerschaft mit BVG, Hochbahn und MVG reagiert.
Die Zusammenarbeit mit den drei anderen Verkehrsunternehmen diene vor allem den Interessen der Fahrgäste – einfachere Nutzung, mehr Barrierefreiheit, digitale Services aus einem Guss – und zugleich einem effizienteren kommunalen Mitteleinsatz zur langfristigen Sicherung eines bezahlbaren ÖPNV, so die Rheinbahn. »Die Interessen unserer Kundinnen und Kunden stehen bei allen strategischen Überlegungen an erster Stelle. Unser Ziel ist ein einfacher, barrierefreier und bezahlbarer ÖPNV. Dafür bündeln wir unsere Innovationskräfte mit starken Unternehmenspartnern. Wir möchten von anderen lernen und unsere unternehmerische Erfahrung einbringen, in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus«, sagte Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, laut Mitteilung.
Die Rheinbahn hat sich einer bereits bestehenden Kooperation mehrerer großer Verkehrsunternehmen angeschlossen. Dabei handele es sich um eine »unternehmerische Entscheidung, sich gemeinsam mit anderen kommunalen Verkehrsunternehmen an Innovationen unserer Branche zu beteiligen«, schreibt das Verkehrsunternehmen. Die Kooperation diene zunächst dem Austausch und der gemeinsamen Vorbereitung von Zukunftsthemen. Konkrete Entscheidungen über die Einführung einzelner Systeme oder Anwendungen – etwa einer App – seien dabei »ausdrücklich nicht getroffen« worden und »stehen aktuell nicht an«. Bestehende Zuständigkeiten von Verbünden und Aufgabenträgern blieben unberührt.
»Die Unternehmenspartnerschaft ist ein wichtiger zusätzlicher Baustein, um Innovationen verantwortungsvoll, wirtschaftlich und im Sinne von Fahrgästen und Kommunen voranzubringen«, sagte Grabbe. »Für mich persönlich gilt dabei ein klarer Grundsatz: Lösungen im ÖPNV funktionieren nur, wenn sie auch mit Verkehrsunternehmen, Verbünden und regionalen Strukturen kompatibel sind. Genau deshalb sehe ich unsere Rolle hier eher als Bindeglied, um Perspektiven aus unserer Region in solche Diskussionen einzubringen. Diese Kooperation ist ausdrücklich offen angelegt. Sie versteht sich nicht als exklusiver Kreis, sondern als Plattform zur Bündelung von Kompetenzen. Wenn weitere Unternehmen oder Verbünde Interesse haben, begrüßen wir dies ausdrücklich.«
Gerade in Zeiten knapper kommunaler Haushalte ist es aus Sicht der Rheinbahn geboten, Doppelentwicklungen zu vermeiden und Ressourcen klug einzusetzen. Wenn große Verkehrsunternehmen bei Zukunftsthemen zusammenarbeiten, würden »Entwicklungskosten geteilt, Synergien genutzt, Fördermittel effizient eingesetzt und langfristig Kostenstrukturen stabilisiert«. Abschließend sagte Grabbe: »Es wäre weder wirtschaftlich noch im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn jedes Unternehmen komplexe Zukunftstechnologien isoliert entwickelt. Gemeinsames Vorgehen senkt Risiken, spart Kosten und bringt Verbesserungen schneller in den Alltag unserer Fahrgäste.«
05.03.2026
»ÖPNV der Zukunft«
Rheinbahn verstärkt Partnerschaft von BVG, Hochbahn und MVG