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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Auf dem Podium diskutierten Tim Dahlmann-Resing, Knut Ringat, Alexandra reinagl und Ingo Wortmann (v.l.n.r.) über die Zukunft des ÖPNV, moderiert wurde die Diskussion Martin Schmitz (rechts) ( Foto: Thomas Burgert )
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Mobility Move 2026
ÖPNV-Branche steht für den Wandel
Die Eröffnung der VDV-Veranstaltung Mobility Move zeigte, wie innovativ die Branche ist, VDV-Präsident Ingo Wortmann betonte dabei, wie wichtig Planbarkeit für die Unternehmen sind.
»Wir wollen, werden und müssen für Wandel stehen. Das ist unser Job«, sagte Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in seiner Begrüßungsrede zur Mobility Move am Mittwoch, 11. März im Estrel Hotel in Berlin. Die Branche sei bereit zur Modernisierung und sie sei auch bereit Verantwortung zu übernehmen, betonte Ingo Wortmann.

Mit 110 Ausstellern und rund 1600 Teilnehmer verzeichnet die Mobility Move 2026 ein Rekordergebnis. Die Veranstaltung hat die Teilnehmerzahlen innerhalb von 16 Jahren verzwanzigfacht. Die Mobility Move sei heute die »Leitveranstaltung für straßengebundene Mobilität und keine Veranstaltung für E-Bus-Pioniere mehr«, sagte Wortmann. Sie sei »mehr als eine Messe« sondern ein »Ort an dem Zukunft wirklich konkret wird«.

Mit Blick auf die aktuelle Situation der Branche betonte Wortmann, dass ÖPNV kein Luxus ist, es ist »Daseinsvorsorge und eine Grundlage unserer Volkswirtschaft«, so der VDV-Präsident. Der ÖPNV sei auch ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz. Auch wenn dieses Thema in der öffentlichen Debatte zuletzt in den Hintergrund getreten sei, werde es wiederkommen und hier sei der ÖPNV ein Teil der Lösung.

Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, rauche die Branche Finanzierungssicherheit, betonte Wortmann, der auch darauf verwies, dass man leider angesichts knapper öffentlicher Mittel leider heute auch wieder über Themen wie Kürzungen beim Angebot sprechen müsse. Auch das Thema autonomes Fahren griff Wortmann auf. Deutschland könne hier Leitmarkt werden, aber das bedeute auch: »Da geht es darum, richtig Geld in die Hand zu nehmen.« Deutschland könne beim autonomen Fahren einen Hochlauf erreichen, man müsse das als Land aber auch wollen.

Mit Blick auf den Modernisierungspakt für den ÖPNV – der sich im Koalitionsvertrag von Union und SPD findet, sagte Wortmann. »Wir wiesen alle, dass die Haushalte in einem sehr schlechten Zustand sind, aber ohne Geld wird es auch bei uns nicht gehen.« Wenn die Antwort der Politik sei, »wir haben sowieso kein Geld, daher müssen wir uns nicht über Modernisierung unterhalten«, könne das nicht der Weg sein. Wortmann verwies in diesem Zusammenhang auf das GVFG, das er als ein Erfolgsinstrument bezeichnete. Dieses könne noch ausgebaut werden, die Mittel müssten aber auch aufgestockt werden. 
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 Betonte die Bedeutung des Modernisierungspakts für die Branche: VDV-Präsident Ingo Wortmann. ( Foto: Thomas Burgert )
Seit man das Deutschlandticket habe, würde viele denken, es geht jetzt um die Finanzierung des D-Tickets, man brauche aber eine neue Finanzstruktur, sagte VDV-Vizepräsident Knut Ringat in einer Podiumsdiskussion. Dabei gehe es darum, Fragen zu beantworten wie: »Welchen ÖPNV wollen wir in Zukunft?« oder »Welche Finanzierungsquellen haben wir?« Ringat betonte gleichzeitig, dass auch die Branche selbst sich di Frage stellen müsse, was man tun kann, um einen Beitrag zur Finanzierung der Aufgaben im ÖPNV zu leisten. So brauche man mehr neue Kunden und müsse mehr Abos beim D-Ticket generieren. »Hier ist noch Luft nach oben, vor allem bei Job-Tickets«, sagte Ringat. Weitere Maßnahmen aus der Branche heraus könnten die Anpassung der regionalen Tarife sein, das Sparen beim Vertrieb, so gebe es noch zu viele Apps und verschiedene Hintergrundsysteme und es brache noch mehr Zusammenarbeit innerhalb der Branche, von der Fahrzeugbeschaffung bis zum autonomen Fahren, so Ringat.

Ingo Wortmann erinnerte noch einmal an das Thema Klimaschutz. So finde der ÖPNV im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung noch zu wenig statt. Hier aber könnten aber Gelder außerhalb des Bundesverkehrsministeriums fließen. »Das Wichtigste ist aber der Modernisierungspakt. Der steht im Koalitionsvertrag, wir müssen das mit Leben füllen«, betonte Wortmann. Es sei die Aufgabe der Branche, diesen Modernisierungspakt gemeinsam mit der Politik auszugestalten. Dabei solle nicht nur darum gehen, dass Geld fließt, es gehe auch um neue Formen der Zusammenarbeit. 

Die Mobility Move findet noch bis zum 12. März statt. Das Konferenzprogramm erstreckt sich über drei Tage, fünf Fachforen und mehr als 100 Programmpunkte. Im Mittelpunkt stehen Themen wie E-Bus und Antriebswende, Autonomes Fahren, KI und Digitalisierung sowie die Modernisierung von Infrastruktur und Betriebshöfen. Das Forum „KI und Digitalisierung“ startete bereits am 10. März und ging am Abend in die Mobility Move Night über.
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Von: Thomas Burgert
Veröffentlicht am: 12.03.2026
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