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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Die Stadtwerke München (SWM), die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Ingenieurgesellschaft für Auto und Verkehr (IAV) testen erstmals in München autonome On-Demand-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum. ( Foto: MVG )
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München
MINGA: Testbetrieb autonomer On-Demand-Fahrzeuge startet
Die Stadtwerke München (SWM), die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Ingenieurgesellschaft für Auto und Verkehr (IAV) testen erstmals in München autonome On-Demand-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum.
Damit gehen die Projektpartner einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem flexibleren und effizienteren öffentlichen Nahverkehr, wie die MVG am 7. September mitteilte. Im Stadtviertel Gern im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg startet der Testbetrieb mit drei autonom fahrenden VW ID. Buzz im Rahmen des Forschungsprojekts MINGA – zunächst noch ohne Fahrgäste und mit Sicherheitsfahrpersonal.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: »Autonomes Fahren bietet die große Chance, Mobilität neu zu denken. Autonome Fahrzeuge können das öffentliche Verkehrsangebot sinnvoll ergänzen und Menschen besser und flexibler miteinander verbinden. Daher unterstützen wir mit unserer Förderung von rund 13 Millionen Euro auch dieses zukunftsweisende Angebot im öffentlichen Nahverkehr in München. Das Forschungsprojekt MINGA testet nun erstmals autonome On-Demand-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum und schafft damit wichtige Grundlagen für ähnliche Vorhaben in Deutschland.«

Sinaida Cordes, Prokuristin der SWM/MVG: »Mit dem Start der Testfahrten wird autonomer Nahverkehr erstmals auf Münchens Straßen sichtbar. Für uns ist diese Phase entscheidend, um Technologie, Betrieb und Sicherheit unter realen Bedingungen zusammenzubringen und für uns skalierbar zu machen. So sammeln wir wichtige Erfahrungen dafür, wie autonome On-Demand-Angebote den bestehenden ÖPNV künftig sinnvoll ergänzen können.«
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Im Stadtviertel Gern im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg startet der Testbetrieb mit drei autonom fahrenden VW ID. Buzz ( Graphik: MVG )
Die Testfahrten im öffentlichen Straßenraum schließen an intensive Vorbereitungen, technische Integrationen und Abstimmungen mit den zuständigen Genehmigungsbehörden an, so die MVG. IAV habe auf Grundlage eines VW ID. Buzz ein Hightech-Shuttle mit moderner Sensorik und Self-Driving-Software entwickelt. Das Fahrzeug kann seine Umgebung detailliert wahrnehmen, Verkehrssituationen analysieren und entlang definierter Routen autonom fahren. Während des gesamten Testbetriebs ist Sicherheitsfahrpersonal an Bord, das den Betrieb überwacht und jederzeit eingreifen kann. Grundlage für den Testbetrieb ist eine Erprobungsgenehmigung nach der Verordnung zur Genehmigung und zum Betrieb von Kraftfahrzeugen mit autonomer Fahrfunktion (AFGBV), die der SWM/MVG seit Mitte August 2026 vorliegt.

Neben der technischen Leistungsfähigkeit stehen die Anforderungen eines späteren Fahrgastbetriebs im Mittelpunkt. Dazu zählen unter anderem Fahrgastinformation, Innenraumgestaltung, Sicherheitskonzept sowie die Integration in den Betrieb und die Leitstelle der MVG. Die Erkenntnisse aus den Testfahrten fließen in die Weiterentwicklung autonomer ÖPNV-Angebote für München.

In der ersten Phase konzentriert sich der Testbetrieb auf die sichere und stabile Inbetriebnahme des autonomen Fahrsystems im öffentlichen Straßenraum. Die Fahrzeuge fahren dabei auf festgelegten Strecken im Testgebiet und sammeln Daten zu Fahrverhalten, Umfeldwahrnehmung, Verkehrsinteraktion und Betriebsstabilität.

Wenn der Betrieb sicher und zuverlässig funktioniert, wird in einer zweiten Phase das Betriebsgebiet ausgeweitet und das On-Demand-System von Ioki integriert. Die Fahrzeuge erhalten dann ihre Fahrtrouten auf Basis kurzfristiger Fahrtwünsche, die das autonome System anschließend ausführt. Die Software sorgt dafür, dass Fahrgäste ihre Fahrt per App buchen können, und ermöglicht die Bündelung mehrerer Fahrten in einem Fahrzeug sowie den Einsatz der Fahrzeuge genau dort eingesetzt werden, wo sie gerade gebraucht werden. Im Testbetrieb werden die dafür notwendigen Schnittstellen, Datenflüsse und betrieblichen Prozesse zwischen der Ioki Plattform und den Fahrzeugen schrittweise erprobt.

Nach erfolgreicher Integration und Abschluss der erforderlichen Abstimmungen sei in einer späteren Projektphase auch die Mitfahrt ausgewählter Testnutzerinnen und Testnutzer vorgesehen, teilt die MVG weiter mit. 

Das Forschungsprojekt MINGA – »Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons« – untersucht, wie autonome Mobilitätsangebote künftig in den öffentlichen Nahverkehr integriert werden können. 16 Partner aus Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Industrie arbeiten unter Konsortialführung des Mobilitätsreferats der Landeshauptstadt München zusammen. Neben dem On-Demand-Testbetrieb sollen bis Mitte 2027 auch ein autonomer Linienbus und ein Bus-Platoon unter realen Bedingungen erprobt werden. 
Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 08.09.2026
Kategorien: New Mobility
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