Landkreis Hildburghausen - meistgelesen am 22. September 2026
Im Landkreis Hildburghausen hat der Streit unter Busunternehmen zu ersten Entlassungen geführt. Mehr als 40 Mitarbeiter werden voraussichtlich ihre Jobs verlieren.
Wie der MDR berichtet, werden zwei regionale Firmen zum Jahresende ihren Betrieb einstellen.
Das Busunternehmen Domhardt mit Sitz in Waldau hat seinen Mitarbeiter zum Ende des Jahres gekündigt, so der Sender. Betroffen sind 25 Mitarbeiter. Wie Geschäftsführer Dieter Domhardt MDR THÜRINGEN sagte, habe das Unternehmen keinen finanziellen Spielraum mehr und stelle deshalb zum Ende des Jahres seinen Betrieb ein.
Zudem soll auch rund 20 Mitarbeitern von Schmidt Reisen mit Sitz in Merbelsrod zum 31. Dezember gekündigt werden. Die Firmen könnten Löhne und Diesel nicht mehr bezahlen, weil ihnen Geld vorenthalten werde, habe Domhardt gesagt.
Hintergrund ist der anhaltende Streit zwischen den regionalen Unternehmen Werrabus und der Südthüringer Busgesellschaft SBG. Die SBG wirft Werrabus vor, offene Forderungen in Höhe von knapp einer Million Euro nicht beglichen zu haben.
In der SBG hat sich das Unternehmen Domhardt mit drei weiteren Busbetrieben im Landkreis zusammengeschlossen. Diese sind zugleich Subunternehmer für Werrabus. Das Busunternehmen hatte nach einer europaweiten Ausschreibung zum 1. Januar 2020 den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis übernommen. Werrabus als Lizenzinhaber hatte Zahlungen an die Subunternehmer gekürzt, da diese angeblich zu viele Busse eingesetzt und abgerechnet hätten.
Nach der Ankündigung der SBG, den Linienverkehr einzustellen, konnte man sich auf eine vorläuige weitere Zusammenarbeit einigen. Demnach sagte die SBG nach mehreren Gesprächen zwischen Landrat Sven Gregor (Freie Wähler), Werrabus und der SGB schriftlich zu, den Busverkehr wie geplant bis Jahresende zu fahren.
Deshalb komme auch ein ursprünglich vorgesehener Notfahrplan nicht zum Tragen, teilten das Landratsamt und Werrabus mit. Werrabus kündigte an, den Busverkehr im Landkreis ab 2027 neu zu organisieren. Ursprünglich sollte der Vertrag mit der SBG bis Ende 2029 laufen.
Am Meininger Verwaltungsgericht läuft zu dem Fall ein Verfahren. Die SBG hatte gegen Werrabus geklagt. Der Prozess soll am 8. Oktober fortgesetzt werden.
21.08.2026
Landkreis Hildburghausen
ÖPNV mindestens bis Jahresende gesichert
12.08.2026
Landratsamt Hildburghausen »arbeitet an tragfähiger Lösung«
SBG kündigt an, Schülerverkehr einzustellen