Neunkircher Verkehrsgesellschaft NVG - meistgelesen am 19. Februar 2026
»Nur die Spitze des Eisbergs« - Skandal um NVG weitet sich aus
Der Skandal um die Neunkircher Verkehrsgesellschaft NVG weitet sich laut Medienberichten aus. Es sei ein Schaden in Millionenhöhe aufgrund fragwürdiger Sonderzahlungen entstanden.
Nach Berichten über Gratisfahrten, eine mutmaßlich illegale Parteispende und Geldflüsse an den Neunkircher Rotary-Club stehe jetzt ein Millionenschaden durch fragwürdige Sonderzahlungen an Mitarbeiter im Raum, berichtet der Saarländische Rundfunk (SR) am 16. Februar.
So seien seit 2012 2,85 Millionen Euro als unzulässige, persönliche Zulagen an rund 60 NVG-Beschäftigte geflossen. Zu diesem Schluss komme ein Gutachten, das die NVG in Auftrag gegeben hatte.
Die festgestellten Missstände sollen die bisher bekannten Vorwürfe noch übertreffen. Die SPD stellt in Neunkirchen sowohl den Landrat als auch den Oberbürgermeister. OB Jörg Aumann war bis August vergangenen Jahres auch NVG-Aufsichtsratschef, so der SR.
»Erste Erkenntnisse zeigen, dass das wohl nur die Spitze des Eisbergs war. Von daher ist da noch eine Menge mehr zu erwarten in diesem NVG-Skandal«, sagte CDU-Generalsekretär Frank Wagner dem SR.
»Von daher fordern wir völlige Transparenz und Klarheit, und vor allem: Die Mitglieder des Aufsichtsrats und auch weitere Gremienmitglieder müssen Zugang zu diesem Gutachten erhalten.« Außerdem, so Wagner weiter, solle sich Anke Rehlinger als SPD-Landeschefin an die Spitze der Aufklärung stellen.
Der Neunkircher SPD-Landrat und aktuelle Aufsichtsratschef der NVG, Sören Meng, teilte auf SR-Anfrage mit, er könne zu den neuesten Informationen keine Angaben machen. Das Gutachten solle am Donnerstag in Teilen bei einer NVG-Aufsichtsratssitzung vorgestellt werden. Das komplette Gutachten zu veröffentlichen sei laut Meng problematisch, weil zu viele persönliche Daten darin enthalten seien.
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