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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Mit dem neuen ÖPNV-Konzept könnte die VBP rund drei Millionen Euro der Betriebskosten und bis zu zwölf Busse einsparen. ( Foto: Wikimedia Commons )
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Einjähriges Real-Labor geplant
Passau plant Einsparungen von drei Millionen Euro
Die Stadt Passau plant Einsparungen im ÖPNV in Höhe von drei Millionen Euro. Am 28. September hat sie ihre »ÖPNV-Optimierungsvorschläge« präsentiert.
Nach der Vorstellung der ÖPNV-Optimierungsvorschläge im Aufsichtsrat der Stadtwerke Passau (SWP) wurden diese im Rahmen der Stadtratssitzung am Montag, 28. September öffentlich präsentiert. Ioki stellte dabei das mit der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau (VBP) erarbeitete Einspar- und Digitalisierungskonzept vor. Mit dem neuen ÖPNV-Konzept könnte die VBP rund drei Millionen Euro der Betriebskosten und bis zu zwölf Busse einsparen.

Passaus Oberbürgermeister Andreas Rother erklärte in einer Mitteilung der Stadt: »Mit den jetzt vorliegenden Vorschlägen wollen wir transparent machen, wie eine zukunftsfähige Gestaltung des ÖPNV unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen aussehen kann. Uns ist bewusst, dass damit auch Einschnitte verbunden sein werden, die notwendigen Einsparungen lassen sich nicht vermeiden. Gleichzeitig möchten wir die weiteren Schritte nicht im Alleingang festlegen. Deshalb stellen wir die Überlegungen nun öffentlich vor und freuen uns darauf, mit den Bürgerinnen und Bürgern offen über die Vorschläge, ihre Auswirkungen und mögliche Alternativen zu diskutieren. Gerade die Erfahrungen der Menschen vor Ort sind dabei eine wichtige Grundlage für den weiteren Prozess.«

Die Zielsetzung des geplanten ÖPNV-Netzes lautet maximale Einsparung von Fahrplankilometern bei gleichzeitig minimaler Auswirkung auf die Fahrgäste, so die Stadt. Dazu wurden bestehenden Buslinien um- und neu geplant. Die größte Neuerung sei für sehr schwach genutzte Linien geplant. Dort soll auf einen On-Demand-Betrieb umgestellt werden.

Nach aktuellem Planungsstand wären bei dem Einsparkonzept konkret rund zehn Prozent der Fahrgäste direkt von einer Umstellung betroffen. Jedoch könnten fast alle Haltestellen weiterhin bedient werden und alle Stadtteile wären weiterhin mindestens stündlich angebunden. Insgesamt würden so 99 Prozent aller Wege eine ÖPNV-Anbindung behalten.

Ebenso sei bei der Planung ein Augenmerk auf den Abend- und Nachtverkehr gelegt worden. Hier könnten die Takte auf schwach nachgefragten Linien ausgedünnt oder manche Haltstellen nur noch per digitaler Buchung (On-Demand) bedient werden, um überflüssige Kilometer zu sparen. An den Wochenenden könnten ebenfalls Taktausdünnungen oder Kürzungen insbesondere am Tagesrand erfolgen und gleichzeitig aber die hochfrequentierten Zeiträume weiterhin gewohnt bedient werden. Der Schülerverkehr soll weitgehend unverändert bleiben.

Ergänzend sind eine bessere Fahrgastauskunft, ein neues Ticketsystem und eine gemeinsame App für den Passauer ÖPNV geplant.

Im nächsten Schritt sollen die Bürger:innen beteiligt werden. Nach Abschluss der Beteiligung werden die Ergebnisse fachlich abgewogen und öffentlich vorgestellt, teilt die Stadt weiter mit. Auch der Stadtrat werde im weiteren Verfahren beteiligt werden.

Darüber hinaus unterstützt Ioki die Stadt Passau dabei, den ÖPNV auch über die aktuellen Einsparungen hinaus zukunftsfähig zu machen, heißt es weiter. In Abstimmung mit der Stadt sei ein rund einjähriges Real-Labor geplant, bei dem bis zu vier E-Kleinfahrzeuge in der Dreiflüssestadt im Einsatz sind, um digitale Systeme im laufenden Betrieb zu testen und neue Potenziale für den Passauer Nahverkehr aufzuzeigen. Finanziert wird das Projekt durch Ioki, unabhängig von den Einsparungen im laufenden ÖPNV-Betrieb.
Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 29.09.2026
Kategorien: Recht und Politik
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