»Berufsbilder werden sich ändern« - meistgelesen am 12. Oktober 2026
Hochbahn erwartet Mitte der 30er geringeren Fahrerbedarf
Hochbahn-Personalvorständin Saskia Heidenberger erwartet Mitte der 30er Jahre einen geringeren Fahrerbedarf wegen des autonomen Fahrens.
»Ich schätze, dass das autonome Fahren Mitte der 2030er Jahre einen spürbaren Effekt auf den Personalbedarf haben wird«, sagte Heidenberger im Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Heidenberger plane mit Arbeitnehmervertretern, wie die Transformation bewältigt werde. »Berufsbilder werden sich ändern, eventuell nicht mehr vorhanden sein, aber es werden auch neue entstehen.«
Die Hochbahn automatisiert nach und nach den Bus- und U-Bahn-Verkehr. Das städtische Verkehrsunternehmen testet derzeit als Teil des Projekts Alike autonom fahrende Busse des Anbieters Holon. Autonome Busse sollen 2028 für sogenannte Verstärkerfahrten genutzt werden, kündigte Heidenberger an, so die dpa.
Das Hamburger Unternehmen plant zudem, die neue Linie U5 vollautomatisch ohne Fahrer zu betreiben. In 2026 soll der Probebetrieb auf dem ersten Abschnitt beginnen. 2029 sollen erste Fahrgäste die U5 nutzen können.
Laut Geschäftsbericht 2025 beschäftigte das Unternehmen zum Ende des vergangenen Jahres mehr als 7.100 Mitarbeiter. Darunter sind nach jüngeren Unternehmensangaben mehr als 3.000 Busfahrer. Zudem gebe es bei der Hochbahn rund 630 Vollzeitstellen für U-Bahn-Fahrer.
Hochbahn-Vorstandssprecher Jens-Günter Lang bewertet die Auswirkungen des autonomen Fahrens ähnlich wie Heidenberger: »Ich glaube, nennenswerte personelle Auswirkungen wird es erst in einer Dekade geben«, sagte er laut dpa. »Mit der Anschaffung einer autonomen Elektrobusflotte können wir wirtschaftlich frühestens 2034 oder 2035 in großen Skalen beginnen.«