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Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. ( Foto: Thomas Burgert )
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder auf der Bus2Bus
»Wir nehmen den Mittelstand gerne mit«
Sehr angetan von der Innovationskraft der Busbranche zeigte sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder auf der Bus2Bus. Beim Thema autonomen Fahren setze er auf Innovationen aus dem Mittelstand, so der Minister.
Man müsse den Busverkehr, wie auch den Güterkraftverkehr, angesichts der hohen Kraftstoffpreise entlasten, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am Donnerstag, 16. April, auf der Fachmesse Bus2Bus. Dabei müsse gewährleistet werden, dass die Entlastungen angesichts der stark gestiegenen Kosten bei den Unternehmen dieser Branchen auch wirklich ankommen, so Schnieder. 

Die Senkung der Energiesteuer bei den Kraftstoffen sei ein erster Schritt, der schnell wirke. Es müsse aber nicht der letzte Schritt gewesen sein. Der Bundesverkehrsminister gab dabei auch zu bedenken, dass man vielleicht am Anfang einer Krise stehe, die Bundesregierung müsse daher darauf achten, dass man noch ein paar Pfeile im Köcher hat, falls sich die Situation nicht zum Besseren wendet. Details nannte Schnieder allerdings nicht, betonte aber: »Wir wissen, wie wichtig ihre Arbeit ist, Hilfe hier ist daher essenziell.«

Mit Blick auf die Antriebswende, zog Schnieder eine positive Bilanz bei der bisherigen Förderung alternativer Antriebe im Busbereich. Er kündigte zudem eine weitere Förderrichtlinie noch in diesem Frühjahr an. Als Summe habe man rund 500 Millionen Euro eingeplant, so Schnieder. Man werde bei der Antriebswende zunehmend auch Reisebusse- und den fernlinienverkehr in den Blick nehmen, kündigte Schnieder an. Außerdem werde man die Bedürfnisse des Reisebusverkehrs beim Aufbau der Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen berücksichtigen. 

Positiv fiel auch die Bilanz beim Deutschlandticket aus. Obwohl der Ticketpreis zum Jahresbeginn erhöht worden war, habe man keine starke Kündigungswelle beobachten können. Auch mit dem aktuellen Preis sei das Deutschlandticket nach wie vor attraktiv, sagte Schnieder. Bei der Zahl der Abos sah der Minister »noch Luft nach oben«. 

Außerdem versprach Schnieder, dass die Bundesregierung an eine Reform des Busführerscheins herangehen werde. Man wolle einen »günstigeren und einfacheren« Führerscheinerwerb. Erfahrungen aus der aktuellen Reform des Pkw-Führerschein werde man bei einer Reform für die Berufskraftfahrer berücksichtigen. Ziel sei immer eine Entbürokratisierung, ohne die Sicherheitsstandards abzusenken. 

Ein letztes Thema, das Schnieder ansprach, war das autonome Fahren, das seiner Ansicht nach für Deutschland ein »enormes Zukunfts- und Wirtschaftspotenzial« bietet. »Wir sind da ganz vorne mit dabei bei den Möglichkeiten« und in Deutschland sei auch das nötige Know-how vorahnden, zeigte sich der Minister überzeugt, der gleichzeitig betonte: »Aber wir müssen das jetzt auf die Straße kriegen.« Deutschland müsse vom Probebetrieb in den Echtbetrieb kommen und man müsse skalieren können, damit es wirtschaftlich attraktiv wird. 

»Wir müssen jetzt in den Echtbetrieb kommen«, forderte Schnieder mehrfach und versprach dabei: »Da nehmen wir den Mittelstand gerne mit.« Gerade im ländlichen Raum gebe es zahlreiche Anwendungsfälle, so könnten autonom fahrende On-Demand-Shuttles zum »Gamechanger« werden. Hier setze er auf Innovationen aus dem Mittelstand, so Schnieder. 

Er wisse, es sei aktuell eine schwierige Zeit, betonte der Bundesverkehrsminister zum Abschluss seiner Begrüßungsrede. Die Innovationsfreude, die er in den Messehallen wahrnehme, stimme ihn aber zuversichtlich. Er freue sich, dass es solche Messen gebe, auf denen die Branche zusammenkomme. Die Bus2Bus sei gleichzeitig ein Schaufenster, dass die Leistungsfähigkeit der Branche zeige.
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Von: Thomas Burgert
Veröffentlicht am: 17.04.2026
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