Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr
Wirtschaftsnachrichten für Personenverkehr

Artikel Aufmacher Bild
Der Preis für das Deutschlandticket wird 2027 erneut steigen, erstmals wurde der Preis dabei nicht politisch ausgehandelt. ( Foto: VVS )
|
Koordinierungsrat legt den neuen Preis für 2027 fest - meistgelesen am 1. Oktober 2026
Deutschlandticket wird teurer
Wie erwartet steigt der Preis für Deutschlandticket erneut, erstmals wurde der neue Preis in Höhe von 66,80 nicht politisch entschieden.
Ab Januar 2027 soll der Preis des Deutschlandtickets auf 66,80 Euro steige, das sind 3,80 Euro mehr als bisher. Den Preis hat der für die Preisgestaltung zuständige Koordinierungsrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 30. September entschieden. Das Jobticket, eine rabattierte Variante des Deutschlandtickets, kostet künftig 63,46 Euro und das Semesterticket 40,08 Euro. 

Erstmals wurde der künftige Abopreis nach dem festgelegten Index errechnet und nicht wie bisher politisch ausgehandelt. Der Preisindex bildet die Kostenentwicklung von Kraftstoff, Energie und Personal nach, die für die Verkehrsunternehmen anfallen. »Der gemeinsam von Branche und Ländern entwickelte Preisindex für das Deutschlandticket wurde heute erstmals angewendet. Das bringt mehr Transparenz und Planbarkeit für unsere Kunden sowie für die Branche«, sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann in einer ersten Reaktion. Der Beschluss des Koordinierungsrats schaffe frühzeitig Klarheit für Fahrgäste, Verkehrsunternehmen und Verbünde, so Wortmann weiter. 

»Wir haben Verständnis dafür, dass eine Preiserhöhung in Zeiten steigender Verbraucherpreise für manche Fahrgäste schmerzhaft ist. Zugleich treffen die allgemeinen Kostensteigerungen auch die Verkehrsunternehmen hart. Sie können diese Mehrkosten nicht auffangen.« 

Da Bund und Länder ihre Zuschüsse von insgesamt drei Milliarden Euro pro Jahr konstant halten, »müssen die Kostensteigerungen über den Ticketpreis ausgeglichen werden«, betonte Wortmann. Der Preisindex stelle sicher, dass »die Anpassung auf Grundlage der tatsächlichen Kostenentwicklungen in der Branche berechnet wird«.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat die erneute Verteuerung des Deutschlandtickets auf 66,80 Euro kritisiert. Jährliche Preissteigerungen dürften nicht dazu führen, dass immer mehr Menschen aus Kostengründen auf das Deutschlandticket verzichten müssen, sagte Vorständin Ramona Pop. Die Verbraucherzentrale fordert die Einführung eines bundesweit einheitlichen Nahverkehrstarifes. Damit würde der ÖPNV auch für Menschen, die nur ab und an Bus und Bahn nutzen, deutlich einfacher und attraktiver werden.
Bild
Von: Thomas Burgert
Veröffentlicht am: 01.10.2026
Kategorien: Marketing/Vertrieb
Zurück zur Startseite
Zum Newsletter
Alle Nachrichten
Archiv-Suche