DB: SCHNELLFAHRTSTRECKE BERLIN – MÜNCHEN IN BETRIEB

Mit der Fahrt zweier Sonderzüge und einem großen Festakt in Berlin wurde am 8. Dezember die modernste Eisenbahnstrecke Deutschlands zwischen Berlin und München feierlich in Betrieb genommen. Mit Fertigstellung der Neubaustrecke von Erfurt nach Ebensfeld bei Bamberg wurde die letzte Lücke der »Verkehrsprojekte Deutsche Einheit« geschlossen. Nach der Ankunft im Berliner Hauptbahnhof gaben sich die politische Prominenz und die Verantwortlichen der Bahn die Ehre. (Von links): die Bahnvorstände Berthold Huber und Sabina Jeschke, Bundesminister Christian Schmidt, Bundeskanzlerin Angela Merkel, DB-Chef Richard Lutz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Staatsminister Joachim Herrmann und DB-Aufsichtsratsvorsitzender Utz-Hellmuth Felcht. Für die Fahrgäste ist der Betrieb der neuen Schnellfahrstrecke zum Fahrplanwechsel am Sonntag (10. Dezember) gestartet. Mit der Inbetriebnahme verringert sich die Fahrzeit auf den 623 Kilometern zwischen Berlin und München von rund sechs Stunden auf knapp vier Stunden mit einem ICE-Sprinter und viereinhalb Stunden mit dem normalen ICE. Mit der Eröffnung der Strecke ist der größte Fahrplanwechsel seit Gründung der DB mit zahlreichen Angebotsverbesserungen verbunden. Ab Sonntag fährt ein Drittel aller DB-Fernzüge nach neuem Fahrplan. 17 Millionen Menschen in Deutschland sollen von kürzeren Reisezeiten profitieren, von neuen Direktverbindungen und besseren Anschlüssen. Die Bahn rechnet auf dieser Verbindung nach eigenen Angaben mit einer Verdoppelung ihres Marktanteils auf 40 Prozent. (Foto: Deutsche Bahn / Oliver Lang)

Dr. Volkhardt Klöppner und Denise Hain bilden ab sofort den neuen Üstra-Vorstand. Der bisherige Vorstandsvorsitzende André Neiß, und der Vorstand für Personal und Betrieb, Wilhelm Lindenberg, wurden vom Aufsichtsrat abberufen und mit sofortiger Wirkung freigestellt. (Foto: Üstra/Ilona Hottmann)
Dr. Volkhardt Klöppner und Denise Hain bilden ab sofort den neuen Üstra-Vorstand. Der bisherige Vorstandsvorsitzende André Neiß, und der Vorstand für Personal und Betrieb, Wilhelm Lindenberg, wurden vom Aufsichtsrat abberufen und mit sofortiger Wirkung freigestellt. (Foto: Üstra/Ilona Hottmann)
AUFSICHTSRAT STELLT BISHERIGE VORSTANDSSPITZE FREI
10.12.2017

ÜSTRA: Neuer Vorstand bestellt

Dr. Volkhardt Klöppner ist neuer Vorstandsvorsitzender der Üstra. Neue Arbeitsdirektorin des Verkehrsunternehmens ist Denise Hain.



Der bisherige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, André Neiß, und der Vorstand für Personal und Betrieb, Wilhelm Lindenberg, wurden vom Aufsichtsrat abberufen und mit sofortiger Wirkung freigestellt. Wie die Üstra selbst dazu mitteilt, hat der Aufsichtsrat die Personalien in einer Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen. Der 49-jährige Klöppner ist gebürtiger Hannoveraner und wohnt zurzeit in Nordrhein-Westfalen und war zuvor bei großen Handelsunternehmen und Unternehmen der Gesundheitstechnik als Vorstand und Geschäftsführer tätig. Zu seiner Bestellung erklärt der Üstra-Aufsichtsratsvorsitzende Ulf-Birger Franz: »Wir haben uns bewusst für einen erfahrenen Manager mit Erfahrung in verschiedenen Branchen entschieden, um wieder Ruhe in das Unternehmen zu bringen und die Strukturen weiterzuentwickeln.«

Die 39-jährige neue Arbeitsdirektorin Denise Hain war zuvor Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens. Zusätzlich wird es in Zukunft wieder einen dritten Vorstand geben. Im kommenden Jahr wird die Funktion eines Vorstands für Betrieb und Innovation ausgeschrieben. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat beschlossen, neue Regelungen zur Unternehmensführung (Compliance) einzuführen, damit sich Fehler und Rechtsverstöße bei Auftragsvergaben und Fördermitteln nicht wiederholen. Franz: »Mit der Neubesetzung ist die Üstra für die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen gut aufgestellt. Wir werden die Busflotte schrittweise auf Elektrobusse umstellen, ab Mitte der 20er Jahre eine neue Stadtbahngeneration einführen und den Service für unsere Fahrgäste weiter verbessern.«

Von: Peter Gebauer

Die künftige Doppelspitze von Regiobus: Elke van Zadel (links) und Regina Oelfke. (Foto: Region Hannover)
Die künftige Doppelspitze von Regiobus: Elke van Zadel (links) und Regina Oelfke. (Foto: Region Hannover)
REGIOBUS REGELT NACHFOLGE VON HANS-GEORG MARTENSEN
10.12.2017

REGIOBUS: Künftig weibliche Doppelspitze

Regina Oelfke und Elke van Zadel sollen zum 1. Januar 2018 zu Geschäftsführerinnen des Verkehrsunternehmens Regiobus in Hannover bestellt werden.



Regionspräsident Hauke Jagau hat dem Regionsausschuss am vergangenen Freitag die Personalien vorgeschlagen. Das Votum des Regionsausschusses ist bindend für den Vertreter der Region Hannover in der Gesellschafterversammlung. Sie trifft die endgültige Entscheidung. Die Region Hannover hält aktuell 89,293 Prozent an der Regiobus GmbH. Regina Oelfke und Elke van Zadel stellten sich am Freitag im Aufsichtsrat von Regiobus vor.

Gremium empfiehlt die Berufung der beiden Frauen

Sowohl Regina Oelfke als auch Elke van Zadel sind bislang in der Regionsverwaltung beschäftigt: Oelfke seit 2007 als Leiterin des Service Recht, van Zadel seit 2013 als Leiterin des Fachbereichs Verkehr. Beide sind nach Angaben der Stadtverwaltung damit für die neue Aufgabe bestens gerüstet. Oelfke ist nicht nur Volljuristin, sondern auch studierte Betriebswirtin. Sie war bereits von 2011 bis 2013 neben ihrer Funktion in der Regionsverwaltung Prokuristin des Erlebnis-Zoos Hannover. Seinerzeit übernahm sie die Aufgabe in für den Zoo schwierigen Zeiten nach dem Ausscheiden des vorigen Geschäftsführers. Van Zadel, Diplom-Ingenieurin mit den Schwerpunkten Verkehrsentwicklung und Nahverkehrsplanung, hat aus ihrer jetzigen Funktion heraus Regiobus bereits eng begleitet. Den Fachbereich Verkehr der Regionsverwaltung wird sie neben ihrer Rolle bei Regiobus weiterhin leiten.

»Regina Oelfke und Elke van Zadel sind hervorragend für die Aufgabe qualifiziert«, lobte Regionspräsident Jagau als Vertreter des Hauptgesellschafters von Regiobus. »Sie haben in den vergangenen Jahren schwierige Themen für die Region Hannover gemanagt und eine hohe Sachkenntnis und Führungsqualitäten bewiesen. Sie scheuen nicht vor schwierigen Entscheidungen zurück und handeln pragmatisch.« Die Aufsichtsratsvorsitzende Ulrike Thiele betonte, welche großen Herausforderungen vor Regiobus und der neuen Geschäftsführung liegen: »In den kommenden Jahren muss sich das Unternehmen so gut aufstellen, dass es im Wettbewerb mithalten kann. Nur so wird ein öffentlicher Dienstleistungsauftrag durch die Region möglich.«

Aktuell ist Regiobus mit mehr als 120 Buslinien vorwiegend im Umland der Region Hannover unterwegs und bewegt mehr als 28 Millionen Fahrgäste im Jahr. Der Auftrag läuft am 31. Dezember 2019 aus. Für den Zeitraum 2020 bis 2030 ist abermals eine direkte Beauftragung geplant. Voraussetzung ist jedoch, dass Regiobus bestimmte Wirtschaftlichkeitskriterien erfüllt. »Gleichzeitig wollen wir die hohen Standards im Öffentlichen Personennahverkehr erhalten«, betonte Jagau.

Der bisherige Geschäftsführer von Regiobus, Hans-Georg Martensen, hatte im November überraschend angekündigt, sein Amt zum Jahresende niederzulegen. Nach heftigen Angriffen in der öffentlichen Berichterstattung der regionalen Presse hatte er mitgeteilt, Schaden vom Unternehmen und von seiner Person abwenden zu wollen. Regionspräsident Jagau dankte Martensen für seine Arbeit: »Er hat Regiobus in den vergangenen acht Jahren zuverlässig weiterentwickelt – trotz schwerer werdender Bedingungen.«

Von: Peter Gebauer

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