17.05.2018

DB REGIO BUS: 1000. IVECO CROSSWAY ÜBERGEBEN

2014 hat DB Regio Bus einen Rahmenvertrag mit Iveco Bus zur Lieferung von Stadt- und Überlandbussen des Typs Crossway abgeschlossen, in dessen Rahmen am 16. Mai das inzwischen 1000. Fahrzeug übergeben wurde. Dieses war Teil einer Auslieferung von weiteren 22 Crossway, welche in Ulm erfolgte.



Die Region Mitte, zu der die Rhein-Mosel-Bus gehört, sei für Iveco ein treuer Kunde. Inzwischen seien 318 Busse an diese Region gegangen und nach der Auslieferung des 500. Iveco im Jahr 2015 ging nun auch der 1000. Crossway dorthin.

Die Busse sind mit einem sparsamen Tector 7 Motor mit 320 PS ausgestattet. Mit Hi-SCR Technik ausgerüstet, werden die bei der Kraftstoffverbrennung entstehenden Abgase ohne eine Abgasrückführung gereinigt. Diese Technologie ist für Linienbusse, die die Euro VI Norm erfüllen, ein Alleinstellungsmerkmal. Dadurch müssten unterwegs keine Filterregenerationen erfolgen, welche einen Fahrzeugstillstand bedeuten würden.

Beim Jubiläumsfahrzeug handle es sich um einen Crossway LE mit niedrigem Einstieg, der auch das Gros der Lieferungen ausmache. Für die Fahrgäste stünden 43 Sitzplätze mit Überlandpolsterung bereit. Die verlängerte Sondernutzungsfläche für die Mitnahme von Kinderwagen, Rollstuhlfahrern oder Fahrrädern entspreche den neuesten Anforderungen. Auch hier habe sich Rhein-Mosel-Bus für die zukünftige Mitnahme von Elektro-Scootern vorbereitet. Vier der 22 Busse seien außerdem mit einer Rückfahrkamera und Anhängekupplung für die Mitnahme eines Fahrradanhängers ausgestattet. (Foto: Iveco)

Von: Sebastian Glinski

Am Start der neuen Initiative sind sechs Verbünde beteiligt.
Am Start der neuen Initiative sind sechs Verbünde beteiligt.
SECHS VERBÜNDE STARTEN INITIATIVE
17.05.2018

OPEN-DATA: Neue gemeinsame Plattform

Eine gemeinsame Open-Data und Open-Service-Plattform soll Daten von verschiedenen Verbünden und Verkehrsunternehmen besser vernetzen und nutzbar machen.



Mit der gemeinsamen Initiative »Open-Data und Open-Service-Plattform im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)« wollen sechs Verkehrsverbünde aus verschiedenen Teilen Deutschlands Transparenz schaffen und neue Ideen generieren, durch die die Mobilität im jeweiligen Verbund- beziehungsweise Tarifraum und darüber hinaus verbessert wird. Beteiligt an der Initiative sind der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). In Kürze soll auch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) folgen.

Die beteiligten Verbünde stellen seit Mai 2018 über eine gemeinsame Plattform Mobilitätsdaten und andere Informationen und Services rund um den Nahverkehr zur Verfügung. Über die neue Open-Data- und Open-Service-Plattform – die unter www.opendata-oepnv.de zu erreichen ist – sollen die Daten von verschiedenen Verbünden und Verkehrsunternehmen besser vernetzt und einheitlich nutzbar gemacht werden. Das neue Portal soll sowohl dem Austausch zwischen Verbünden und ÖPNV-Nutzern, als auch dem Dialog mit Entwicklern und Unternehmen dienten, teilten die Verbünde in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Denn das verbundübergreifende Portal richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Organisationen, Unternehmen oder Partner aus Forschung und Entwicklung, die die Daten in ihren eigenen Anwendungen weiterverarbeiten möchten. Diesen externen Partnern soll Raum für innovative Nahverkehrslösungen eingeräumt werden. Interessierte können die bereitgestellten ÖPNV-Daten frei nutzen. Zudem sollen sie über die Open-Services auf die Schnittstellen zu den Fahrgastinformationssystemen der Verbünde zugreifen können.

»Digitalisierung ist das Top-Thema im ÖPNV. Mit dem neu geschaffenen, benutzerfreundlichen und diskriminierungsfreien Open-Data-Portal zeigen die großen Verkehrsverbünde in Deutschland auch, dass sie Forderungen von EU und Verbraucherverbänden ernst nehmen. Ich bin überzeugt, dass die Plattform Anstoß für viele neue und kundenorientierte Entwicklungen geben wird«, sagte MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag über die neue Initiative. Man wolle nicht warten, bis man zur Herausgabe von Daten gesetzlich verpflichtet werde, ergänzte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler.

Die Daten werden auf der neuen Plattform in standardisierten, maschinenlesbaren Datenformaten (Open-Data), wie z.B. GTFS (General Transit Feed Specification) und CSV (Comma-separated values), und unter freier Lizenz bereitgestellt. Auch die einheitliche Bereitstellung und Nutzung von Informationen über Schnittstellen und Services (Open-Service), wie beispielsweise TRIAS (nach VDV-Schrift 431), ist zwischen den Initiatoren vereinbart worden.

Von: Thomas Burgert

Der neue Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona soll 2023/24 den Betrieb aufnehmen. (Grafik: DB AG)
Der neue Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona soll 2023/24 den Betrieb aufnehmen. (Grafik: DB AG)
AUSSCHREIBUNGSGEWINNER ERST SPÄTER GEGRÜNDET
16.05.2018

HH: Grundstücksverkauf nicht EU-konform?

In Hamburg gibt es Kritik an den Umständen der geplanten Verlegung des Fernbahnhofs Altona an den Ort des heutigen Haltepunkts Diebsteich.



Die CDU-Opposition bemängelte in einer Mitteilung, die Stadt Hamburg habe »das Grundstück für das neue Bahnhofsgebäude an einen Investor verkauft«, der sich zwar im Bieterverfahren durchgesetzt hatte, das kaufende Unternehmen aber erst nach Angebotsabgabe gründete. »Wenn es am Ende durch vermeidbare Fehler der Stadt bei der Vergabe zu einem Vertragsverletzungsverfahren seitens der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland käme, wäre das ein schwerer Schlag für das Projekt und den Senat«, so Marcus Weinberg (CDU/MdB).

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet auf seiner Website, auf Antrag eines Hamburger Bürgers laufe bei der EU-Kommission ein Beschwerdeverfahren. Im nächsten Jahr werde entschieden, ob sie ein Vertragsverletzungsverfahren einleitet »und der Verlauf des Bahnhofgrundstückes platzt«. Darüber, wie der Vorgang rechtlich zu bewerten ist, gehen indes die Ansichten laut NDR auseinander: Während die Hamburger Finanzbehörde von einem üblichen Verfahren gesprochen habe, soll die EU-Kommission auf die entsprechende Frage des Europaabgeordneten Martin Schirdewan (Linke) geantwortet haben, dass eine Firma, die bei Angebotsabgabe noch nicht existierte, nicht an einer Ausschreibung teilnehmen könne.

Wie berichtet, soll der jetzige Fernbahnhof Altona nach Diebsteich verlegt und dort ein neuer Bahnhof errichtet werden. Die S-Bahnstation Altona, Beginn der Tunnelstrecke durch die Stadt über St. Pauli, die Landungsbrücken und Hauptbahnhof, soll an seinem Platz bleiben.

Von: Frank Berno Timm

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