09.07.2020

TOURISTIK: KAPITÄN SVEN PAULSEN

Gleich mehrfach hatte die Corona-Krise Sven Paulsen erreicht. Mit seinem Unternehmen Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) ist er nicht nur Linienbusunternehmer, sondern auch Reiseveranstalter. Außerdem ist er Chef der Reederei Adler-Schiffe mit nicht weniger als 27 Fahrgastschiffen.



Im Gespräch mit dem Roten Renner ließ Sven Paulsen wissen, dass der verordnete Stillstand ihn in allen Geschäftsbereichen getroffen habe, es aber nach den Lockerungen auch in Schleswig-Holstein deutlich aufwärts ginge.

Sven Paulsen ist als besonders kreativer Unternehmer bekannt. Deshalb ist sein neuestes Touristikangebot kein Zufall: In diesem Sommer legt Adler-Schiffe eine begleitete 5-Tages-Expedition ab Hamburg auf. Mit einem kleinen Expeditionsschiff der Premiumklasse geht es über Helgoland, Sylt, Amrum die Halligen ins Weltnaturerbe Wattenmeer. 48 Personen können in 24 Kabinen untergebracht werden. Ein umfangreiches naturwissenschaftliches Rahmenprogramm stellt ein Angebot abseits vom Massentourismus dar. Die erste Fahrt beginnt am 25. Juli. Alle fünf Tage wird neu gestartet.

Schlecht beraten werden Reiseveranstalter sein, die ihr traditionelles Reiseprogramm nach Corona wieder unverändert aufleben lassen. Mit neuen Ideen und neuen Rahmenbedingungen für Reisen kann es gelingen, nicht nur Stammkunden zurückzugewinnen, sondern auch neue Reisewillige anzusprechen. (Foto: Adler Schiffe)

Von: Martin Wendlandt

Derzeit sind Nahziele gefragt, unser Bild zeigt einen Sonnenaufgang bei Bräunlingen im Schwarzwald-Baar-Kreis. (Foto: Thomas Burgert)
Derzeit sind Nahziele gefragt, unser Bild zeigt einen Sonnenaufgang bei Bräunlingen im Schwarzwald-Baar-Kreis. (Foto: Thomas Burgert)
REISEANALYSE MIT CORONA-UMFRAGE
09.07.2020

FUR: Reiseziele vor der Haustür sind gefragt

Laut einer aktuellen Umfrage ist das Thema Urlaub für die Deutschen nach wie vor wichtig, gleichzeitig können sich viele vorstellen, einmal ein Jahr auszusetzen.



Mit den Worten »vorsichtig optimistisch« beschrieben die Macher die ersten Ergebnisse der Corona-Befragung in der Reiseanalyse, die von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) online im Mai 2020 durchgeführt wurde. Demnach fühlen sich fast 60 Prozent der Deutschen »aktuell durch die Corona-Krise betroffen. Betroffen heißt in diesem konkreten Fall, dass sie entweder Risikogruppe sind, finanzielle Einbußen haben, von Kurzarbeit betroffen sind, um den Arbeitsplatz fürchten oder aber in der Zeit des Lockdowns Urlaubszeit und Überstunden abbauen mussten.

Das Thema Urlaubsreisen hat zwar weiter einen hohen Stellenwert für viele Deutsche, so bezeichnen 80 Prozent das Gefühl, »jederzeit frei verreisen zu können« als wichtig und für knapp 50 Prozent gehört der Urlaub »zum Lebensglück und zum Wohlbefinden unbedingt dazu«. Auf der anderen Seite sagen aber auch rund 50 Prozent, dass sie einmal ein Jahr gut auf eine Urlaubsreise verzichten können. Bei der konkreten Urlaubslust und den Urlaubsplänen für Mai bis Dezember 2020 teilt sich der Markt laut der FUR in drei Teile: Ein gutes Drittel hat feste Urlaubspläne, ein weiteres Drittel ist unsicher ob/wie/wo es Urlaub machen wird und das letzte Drittel will ziemlich sicher im Jahr 2020 keine Urlaubsreise machen. Auch die Anforderungen an künftige Urlaubsreisen sind durch die Corona-Krise geprägt. So sind Hygiene am Reiseziel und der Unterkunft unabdingbar, es wird darauf geachtet, dass man im Zweifel schnell nach Hause kommt und der enge Kontakte mit fremden Menschen wird gescheut.

Aus diesen Anforderungen ergeben sich unterschiedliche Strategien, die sicherstellen sollen, dass die Wünsche der Reisenden erfüllt sind. So wird unter anderem nach einem Reiseveranstalter geschaut, der einen im Notfall unterstützt, man fährt an ein Reiseziel, das man kennt und es werden Unterkünfte ohne viel Kontakt mit anderen bevorzugt. Aus diesen Anforderungen erklärt sich auch das Ranking der geplanten Reiseziele für 2020, bei denen erdgebundene Reiseziele verhältnismäßig besser abschneiden, als im langjährigen Durchschnitt. Deutschland liegt dabei weit vor Österreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Frankreich, Dänemark und Griechenland.

Insbesondere bei den »erdgebundenen Reisen innerhalb Deutschlands« sehe man nun Chancen auf Zuwächse, bestätigte auch Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), diesen Trend, der auch von Busreiseveranstaltern aufgegriffen wird. So hat der Busreiseveranstalter Geldhauser Reisen bei München Reiseprogramme für den Nahbereich unter dem Titel »Traumreisen in Bayern und Österreich« zusammengestellt. Weitere Traumreisen sollen folgen – »mit anderen Zielen, zu denen wir hoffentlich auch bald wieder reisen dürfen«, wie Martin Geldhauser im Vorwort des Folders ankündigt. Die aktuell vorgestellten Kurzreisen und Tagesfahrten führen unter anderem in den Bayerischen Wald, ins Salzkammergut, nach Regensburg sowie nach Passau.

Wie Franz Gerstmayr vom Geldhauser-Reiseteam gegenüber dem Roten Renner sagte, halte man an der ursprünglichen Entscheidung fest, bei den Premium-Reisen mit den Fünf-Sterne Bussen (»Luxus Class«) nur maximal 15 Gäste mitzunehmen und bei den anderen Reisen mit den Vier-Sterne-Bussen (»First Class«) nur maximal 22 Gäste. »Eine Umfrage unter unseren Gästen hat ergeben, dass diese vornehmlich auf Abstand im Bus bedacht sind und die bisher gewohnten Abstände von 1,5 Meter ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Busreise sind«, so Gerstmayr weiter. Bei den Reisen setzt Geldhauser ein fundiertes Hygienekonzept um, das im Folder »Traumreisen« ausführlich dargestellt wird.

Den Trend zu Nahzielen will auch die Deutsche Bahn für sich nutzen und hat unter dem Motto »Entdecke Deutschland« mit den Landesmarketing-Organisationen aller 16 deutschen Bundesländer eine großangelegte Kampagne gestartet. Die Kampagne soll »Sehnsuchtsziele vieler Deutscher« vorstellen, die Motive zeigen dabei ausschließlich Reiseziele in Deutschland. Bis in den September soll die Kampagne – bei der die DB erstmals mit allen Bundesländern zusammenarbeitet – über das Fernsehen, Online-Kanäle und Print laufen.

Von: Thomas Burgert

ANTRÄGE NUR ÜBER »PRÜFENDEN DRITTEN«
08.07.2020

BDO: Überbrückungshilfen können beantragt werden

Die Überbrückungshilfen für die Monate Juni, Juli und August 2020 können ab sofort bis zum 31. August 2020 beantragt werden, die Beantragung muss über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer erfolgen.



Darauf macht der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) aufmerksam, der auch darauf hinweist, dass der Antrag nur einmalig gestellt werden kann. Die Antragsfrist endet am 31. August 2020 und die Auszahlungsfrist am 30. November 2020. Eine rückwirkende Antragstellung für die Monate Juni, Juli und August ist möglich, jedoch spätestens bis zum 31. August 2020.

Der zwingend vorgeschriebene »prüfende Dritte« kann ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer sein. Dieser prüft die Plausibilität der Angaben zu Umsatzrückgängen und Fixkosten und übermittelt den Antrag ans bundesweite Online-Antragsportal, welches die Anträge automatisch an die zuständigen Bewilligungsstellen der Länder weiterleitet. Die für Ihr Land zuständige Stelle finden Sie [hier].

Insbesondere die folgenden Unterlagen werden für die Antragsstellung benötigt:

  • Umsatzsteuervoranmeldungen des Jahres 2019 und, soweit vorhanden, der Monate April und Mai 2020,
  • Jahresabschluss 2019
  • Einkommens- bzw. Körperschaftssteuererklärung 2019 und
  • Aufstellung der betrieblichen Fixkosten des Jahres 2019
  • Bewilligungsbescheid, falls dem Antragsteller Soforthilfe gewährt wurde. 


Liegen die aktuellen Zahlen noch nicht vor, könnten auch die Zahlen aus 2018 herangezogen werden. Wurde ein Unternehmen zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet, werden die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich betrachtet. Der konkrete Umfang der vorzulegenden Unterlagen/Angaben hänge von den individuellen Umständen des Antragstellers ab, wobei der prüfende Dritte beratend zur Seite stünde.

Die Überbrückungshilfe richtet sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate Juni, Juli, August 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten, erstattet wird ein Anteil in Höhe von

  • 80 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 50 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 40 Prozent und < 50 Prozent


Dabei wird jeder Monat einzeln betrachtet, was bedeutet, dass einem Unternehmen bei einem Umsatzrückgang von weniger als 40 Prozent die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Monat nicht zusteht.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3000 Euro pro Monat, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5000 Euro pro Monat.

Die maximalen Erstattungsbeträge für kleine Unternehmen können in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden, der vorliegt, wenn die Überbrückungshilfe bei einem Unternehmen von bis zu fünf und bis zu zehn Mitarbeitern (nur für diese Unternehmen ist die Ausnahmefallregelung relevant!) auf Basis der erstattungsfähigen Fixkosten mindestens doppelt so hoch läge wie der maximale Erstattungsbetrag. Die Höhe der maximalen Förderung von 50.000 Euro pro Monat bleibt davon unberührt. Die Betrachtung, ob ein begründeter Ausnahmefall vorliegt, wird monatsgenau vorgenommen. Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

Von: Sebastian Glinski

Der BVG-Sicherheitsdienst kann Verstöße gegen die Maskenpflicht ab sofort mit einer Strafe in Höhe von 50 Euro ahnden. (Grafik: BVG)
Der BVG-Sicherheitsdienst kann Verstöße gegen die Maskenpflicht ab sofort mit einer Strafe in Höhe von 50 Euro ahnden. (Grafik: BVG)
UMGANG MIT MUND-NASE-BEDECKUNG
07.07.2020

MASKENPFLICHT: Kontrollieren und sensibilisieren

Im öffentlichen Verkehr gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, in Berlin will die BVG ab sofort stärker kontrollieren, während die DB sensibilisieren will.



Zuletzt wurde wieder über das Thema Maskenpflicht diskutiert, nachdem der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern eine Abschaffung für den Einzelhandel ins Gespräch gebracht hatte, dabei aber kaum Unterstützung fand. Fast durchweg betonten die Gesundheitsminister die Wichtigkeit des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung. Aktuell gilt für den öffentlichen Verkehr: Die Bundesländer haben sich auf die Maskenpflicht in der Bahn und allen öffentlichen Verkehrsmitteln deutschlandweit verständigt und diese in ihren jeweiligen Verordnungen umgesetzt.

Die Deutsche Bahn nennt dies auch zu Recht einen Beitrag zu Rücksichtnahme und einem verantwortungsvollen Miteinander. Derzeit sollen Präventionsteams der DB Bahnkunden zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sensibilisieren und informieren, wie man sich unterwegs vor einer Corona-Ansteckung schützen kann. Reisende ohne Maske erhalten von den DB-Mitarbeitern kostenlose Einweg-Modelle. Insgesamt will die DB in den nächsten Wochen bundesweit mehr als 300.000 Masken an Reisende und Bahnhofsbesucher ausgeben.

In Berlin weisen die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ihre Fahrgäste kontinuierlich auf den Sinn des Maskentragens hin. Der deutlich überwiegende Teil der Fahrgäste halte sich auch vorbildlich an die Tragepflicht der Mund-Nasen-Bedeckung, sagt Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG, fügt aber hinzu, man erlebe »leider immer wieder, dass es Mitmenschen gibt, die diese für unser aller Gesundheit so wichtigen Bestimmungen ignorieren«. Diesem »offenkundigen Zeichen von mangelndem Respekt gegenüber der Gemeinschaft« werde man nun noch direkter entgegentreten und das verpflichtende Tragen einer Mund- und Nasen-Bedeckung in die Nutzungsbedingungen für alle Fahrzeuge und Bahnhöfe aufnehmen.

In Absprache mit dem Senat wird daher der Sicherheitsdienst der BVG ab sofort Verstöße gegen die Maskenpflicht mit einer Vertragsstrafe in Höhe von 50 Euro ahnden. Vorsorglich weist die BVG darauf hin, dass Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder einer Behinderung von der Tragepflicht befreit sind, selbstverständlich von dieser Regelung ausgenommen bleiben. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass die Ahndung auf Basis der Nutzungsordnung nicht das Ordnungsgeld bei Verstößen gegen die Bestimmungen des Landes Berlin zur Einhaltung der Maskenpflicht ersetzt, welches durch die Polizei- und Ordnungsbehörden unabhängig von der BVG erhoben werden kann.

Einen Eindruck, wie die aktuelle Situation in Sachen Maskenpflicht aussieht, zeigt eine Kontrolle, die Mitarbeitern der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) vergangene Woche durchgeführt haben. Insgesamt wurden 8837 Fahrgäste in den Bussen und Bahnen sowie an den Haltestellen kontrolliert. In Bussen und Bahnen hatten 474 Fahrgäste den Mund-Nasen-Schutz nicht korrekt oder gar nicht angelegt. Die meisten Fahrgäste seien einsichtig gewesen und folgten der Aufforderung, den Schutz sofort korrekt anzulegen. Laut DVG mussten allerdings 63 Fahrgäste, das sind 0,71 Prozent, aus Bus oder Bahn verwiesen werden. An den Haltestellen hatten 827 Fahrgäste den Mund-Nasen-Schutz nicht korrekt oder gar nicht angelegt. Alle Fahrgäste waren einsichtig und legten den Schutz sofort korrekt an.

Von: Thomas Burgert

Ein O-Bus mit Hybrid-Technik des SVE (Foto: Thomas Burgert)
Ein O-Bus mit Hybrid-Technik des SVE (Foto: Thomas Burgert)
MEISTGELESENER ARTIKEL AM VORTAG
06.07.2020

ESSLINGEN: Eigenbetrieb statt Ausschreibung

Nach einem gemeinsamen Antrag der SPD, Grünen und Linken im Gemeinderat soll auf eine Ausschreibung des aktuell noch bis Jahresende durch Rexer erbrachten Drittels des Stadtbusverkehrs verzichtet werden.



Der interfraktionelle Antrag sieht vor, dass der Städtische Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) neben den derzeit gefahrenen 63 Prozent auch den Rest übernimmt. Damit wolle die Stadt die Chance nach dem Ausstieg des privaten Betreibers Rexer ergreifen, den Busverkehr als erste Stadt Deutschlands ab 2024 komplett elektrisch abzuwickeln (Oberleitungsbusse und Batterie-Oberleitungshybridbusse). Nach einem Bericht des Teckboten soll der Gemeinderat noch vor der Sommerpause entscheiden. Es sehe nach einer »hauchdünnen Mehrheit« gegen die Ausschreibung und für den Eigenbetrieb aus.

Die Grünen haben sich dem Vernehmen nach aufgrund der hundertprozentigen Elektrifizierung auf die Seite der SPD, Linken und der FÜR geschlagen – CDU, FDP und Freie Wähler seien gegen eine Verdrängung der Privaten gewesen. Die Antragsteller sehen einzig Mehrkosten von 300.000 Euro, die entstehen, weil die Busfahrer beim SVE angestellt werden. Die Mehrkosten für den Ausbau des Oberleitungsnetzes oder die Beschaffung der Elektrobusse seien hier kein Thema mehr, weil der Netzausbau bereits beschlossen worden ist und die E-Busse vom Landkreis finanziert und vom Bund bezuschusst werden sollen. Die Mehrkosten sollen durch Maßnahmen wie mehr kostenpflichte Parkplätze in der Stadt eingespielt werden.

»Uns ist es wichtig, dass wir den Buskunden ein weiteres Rexer-Drama ersparen«, zitiert der Teckbote SPD-Fraktionschef Nicolas Fink. Dabei verkennt dieser jedoch, dass die Busunternehmen Fischle, Schlienz und Schefenacker den privaten Anteil am Stadtverkehr jahrzehntelang zuverlässig erbracht haben. Dann wurde der private Anteil am Stadtverkehr im Rahmen einer Ausschreibung von 50 Prozent auf 37 Prozent gekürzt. Das auswärtige Calwer Busunternehmen Rexer machte bei dieser Ausschreibung das Rennen und hatte lange Zeit erhebliche Anlaufschwierigkeiten. Der Betrieb laufe inzwischen gut, allerdings meldete Rexer im Juli 2019 Insolvenz an. Im laufenden Insolvenzverfahren kam Mitte April dieses Jahres dann die nächste Wendung: Der Rexer-Insolvenzverwalter kündigte der Stadt die Verträge zum Ende Juni, weil Rexer die Mietverträge für die Busse gekündigt wurden. Nachdem der SVE nun Rexer Busse stellt, einigte man sich auf einen Betrieb bis Ende 2020. Für die Zeit danach sollten eigentlich im Ausschreibungsverfahren wieder Subunternehmer gefunden werden. Nun kommt mit dem Änderungsantrag von SPD, Grünen und Linken die Kehrtwende.

Von: Sebastian Glinski

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Weitere News zum öffentlichem Personenverkehr:

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