25.06.2019

SACHSEN: STARTSCHUSS FÜR AZUBI-TICKET

Die sächsischen Verkehrsverbünde führen zum 1. August mit finanzieller Unterstützung des Freistaates das Azubi-Ticket Sachsen ein. Erwerben kann dieses Ticket jeder Schüler einer berufsbildenden Schule in Sachsen. Es ist als Abo für zwölf Monate erhältlich. Der Freistaat bezuschusst das Angebot mit etwa 14 Millionen Euro pro Jahr.

 



Damit kann das Azubi-Ticket Sachsen für einen Verbund für 48 Euro angeboten werden. Azubis, die in mehreren Verbünden mobil sein möchten, können für je fünf Euro die anderen sächsischen Verbünde zukaufen. Das heißt, dass Azubis für 68 Euro monatlich in ganz Sachsen und im MDV-Verbundraum mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil sein können.

»Der Weg zu diesem Ticket noch in dieser Legislatur war nicht einfach, aber die Mühe hat sich gelohnt. Mit diesem Angebot stärken wir in Zeiten des Arbeitskräftemangels den Ausbildungsstandort Sachsen und entlasten die Auszubildenden und deren Eltern finanziell«, so Verkehrsminister Martin Dulig. »Das Azubi-Ticket ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, weitere Schritte hin zu einem echten Bildungsticket müssen folgen. Gemeinsam mit der kommunalen Ebene sind wir zudem dabei, den Sachsen-Tarif vorzubereiten und verbessern sukzessive durch die Etablierung von Plus- und Takt-Bussen das Bus-Angebot im ländlichen Raum.«

Burkhard Ehlen, Geschäftsführer ZVOE und VVO GmbH: »Das Azubi-Ticket zeigt, dass die Verbünde an einem Strang ziehen und Projekte erfolgreich umsetzen können: In einem halben Jahr haben wir die wichtigsten Fragen rund um Vertrieb und Einnahmeaufteilung geklärt und starten nun eine gemeinsame Kampagne. Ohne motiviertes Personal und die enge Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen wäre das nicht möglich gewesen.«

Das Schüler-Freizeit-Ticket wird zum Schuljahresbeginn 2019/2020 im Übrigen zu einem Abgabepreis von zehn Euro im Monat im Abonnement und jeweils verbundweit gültig eingeführt. Das Ticket gilt ganzjährig in der Schulzeit (Mo – Fr) ab 14 Uhr, am Wochenende und in den sächsischen Schulferien ganztags. Dafür stellt der Freistaat Sachsen den Zweckverbänden für die Jahre 2019 und 2020 insgesamt rund 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus streben der Freistaat und die ÖPNV-Zweckverbände in allen sächsischen Nahverkehrsräumen an, bis zum Schuljahresbeginn 2020/21 ein ganztägig und ganzjährig gültiges Bildungsticket für alle Schüler an allgemeinbildenden Schulen einzuführen.

Das Bild zeigt (von links): André Jacob (Geschäftsführer Städte- und Gemeindetag), Torsten Köhler (Geschäftsführer Bildung, IHK Dresden), Michael Hampsch (Schulleiter), Martin Dulig (Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Schülerin und Schüler des Berufsschulzentrums für Technik und Wirtschaft Riesa, Burkhard Ehlen (Geschäftsführer Verkehrsverbund Oberelbe) (Foto: Verkehrsverbund Mittelsachsen)

Von: Peter Gebauer

TARIFFORDERUNGEN »VOLLKOMMEN ÜBERZOGEN«
24.06.2019

LHO: Verdi gefährdet Verkehrswende

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hat anlässlich in dieser Woche beginnender Tarifverhandlungen fürs private hessische Omnibusgewerbe die Forderungen Verdis als überzogen und gefährlich bezeichnet.



Verdi fordere eine Anhebung der Stundenentgelte zwischen 23 und 38 Prozent. Die Forderungen nach einer 5-Tage-Woche und vier Tagen mehr Urlaub sowie zwei zusätzlichen Urlaubstagen für Verdi-Mitglieder seien »absolut unpraktikabel«, teilt der LHO mit. Die Verkehrsunternehmen seien »zur Erstellung der Verkehrsleistung auf die Möglichkeit von 6-Tage-Wochen im ÖPNV angewiesen«. Man habe in der Tarifrunde 2017 einen Urlaubstag mehr gewährt sowie die Entgelte schrittweise um 12,5 Prozent angehoben. Die neue hessische Preisgleitklausel in den Verkehrsverträgen gleiche die Lohnerhöhungen etwa zur Hälfte aus, den Rest müssten die Betriebe stemmen. Man wolle angesichts des Fahrermangels höhere Löhne zahlen, könnte jedoch »nur halbwegs übliche Kostensteigerungen« verkraften.

LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan sagte, die Verkehrswende dürfe »nicht durch eine außerordentliche Explosion der Lohnkosten« ausgebremst werden. »Wenn Bürger den Eindruck bekommen, der Kurswechsel in der Verkehrspolitik lasse die Kosten explodieren und die Zuverlässigkeit des ÖPNV (z. B. durch Warnstreiks, Proteste etc.) sinken, werden viele auch in Zukunft lieber das Auto nutzen.« Der Verband könne keinen Forderungen zustimmen, »die zahlreiche Bus-Betriebe in die Insolvenz und die Verkehrswende in Hessen so in die Krise treiben«, sagte Tuchan abschließend.

Von: Sebastian Glinski

Am 1. Juli sollen die ersten Busse von Pinkbus rollen. (Foto: Pinkbus)
Am 1. Juli sollen die ersten Busse von Pinkbus rollen. (Foto: Pinkbus)
DIREKTVERBINDUNGEN GEPLANT
21.06.2019

PINKBUS: Neue Farbe im Fernbusmarkt

Unter dem Namen »Pinkbus« bietet ein Kölner Start-up Fernbus-Direktverbindungen zwischen Großstädten an.



Ab dem 1. Juli gehen Fernbusse des neuen Anbieters »Pinkbus« an den Start und verbinden mit Direktfahrten die Städte Berlin, Düsseldorf und München. Hinter Pinkbus steckt ein Kölner Start-up, das mit seinen Bussen ein neues Fernbuskonzept verspricht. So verbindet Pinkbus das Städtedreieck Berlin-Düsseldorf-München mit Doppelstockbussen, wobei es ausschließlich Direktverbindungen geben soll.

Zudem soll jede Fahrt 25 Euro kosten, unabhängig von Strecke und Zeitpunkt der Buchung. Darin enthalten sind laut Unternehmen auch die Kosten für die Sitzplatzreservierung, das Gepäck (bis zu zwei Gepäckstücke plus Handgepäck), die Umbuchung und ein stabiles WLAN samt Steckdosen an jeder Sitzbank. Als Zielgruppe hat man »preisbewusste Reisende und Studenten« ausgemacht. Zudem will man nachhaltiges Fahren belohnen, denn jede zehnte Fahrt ist bei Pinkbus kostenlos.

»Wir wollen Reisen einfach, günstig und nachhaltig gestalten«, erklärt ​Tino Engelmann, Geschäftsführer von Pinkbus​. Die Vision sei, »vor allem deutsche Großstädte per Direktfahrt, also ohne Umwege, zu verbinden«. ​Bei den Bussen, die zum Einsatz kommen sollen, setzt man auf den Doppelstockbus Neoplan Skyliner.

Betrieben wird die Busflotte, wie schon bei anderen Fernbusanbietern auch, von Partnerunternehmen, die die Busse zur Verfügung stellen. Man wolle dabei die Betonung auf den Begriff »Partnerschaft« legen, denn die Busunternehmen sollen gleichzeitig Gesellschafter der Pinkbus GmbH sein. »​Wir beteiligen unsere Partner am Unternehmenserfolg​. Im Gegenzug sorgen unsere Partner dafür, dass die Qualität der Busse in Sachen Komfort, Ausstattung und Modernität flottenübergreifend hoch bleibt«, erklärte ​Christian Höber, Mitgründer und Geschäftsführer von Pinkbus​.

Medienberichten zufolge hat Pinkbus derzeit vier Buspartner, die Mitglied im Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) sind. Man sei auf der Suche nach weiteren Buspartnern, mit denen man zusammenarbeiten will. Doch soll die Zahl der Partnerunternehmen begrenzt sein, man wolle »mit wenigen Partnern« wachsen, so Pinkbus.

Pinkbus sei sich bewusst, dass der Fernbusmarkt ein umkämpfter Markt ist, teilten die Gründer von Pinkbus mit. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass »sich junge Fernbusunternehmen seit der Marktliberalisierung im Jahr 2013 gegenüber Flixbus nicht durchsetzen konnten«. Hier wolle man mit Pinkbus eine Alternative schaffen. Die Buchungsplattform www.pinkbus.de steht bereits zur Verfügung und am 1. Juli 2019 sind die ersten Fahrten geplant.

Von: Thomas Burgert

VDV-Präsident Ingo Wortmann während seiner verkehrspolitischen Rede bei der VDV-Jahrestagung 2019 in Mannheim. (Foto: Sebastian Glinski)
VDV-Präsident Ingo Wortmann während seiner verkehrspolitischen Rede bei der VDV-Jahrestagung 2019 in Mannheim. (Foto: Sebastian Glinski)
VERKEHRSPOLITISCHE REDE BEI VDV-JAHRESTAGUNG
20.06.2019

VDV: Verkehrswende im Fokus

Bei seiner ersten verkehrspolitischen Rede als VDV-Präsident bei der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Mannheim hatte Ingo Wortmann eine lange Liste an Themenschwerpunkten abzuarbeiten.



Die diesjährige VDV-Jahrestagung stand unter dem Motto: »Zukunft gestalten: Innovationen für die Verkehrswende«. Durch Dieselfahrverbote sei der Nahverkehr stärker in den Fokus gerückt. Auch die Proteste junger Menschen im Rahmen der »Fridays for Future«-Demos zeigten ebenfalls den Willen zur Verkehrswende. Auch wenn er »durchaus ein Freund von Ordnung« sei, finde Wortmann die Demos in Ordnung und Vorwürfe des Schulschwänzens unberechtigt. Der Verband befürworte Forderungen nach ÖPNV-Ausbau und lehne Forderungen nach Preissenkungen entschieden ab: ÖPNV gebe es nicht zum »Ramschpreis«. Preissenkungen müssten dauerhaft alimentiert werden und das Jahr habe bekanntlich immer nur 365 Tage, sodass eine Preiserhöhung später schwierig wäre. In einer Befragung des Institutes für Demoskopie Allensbach hätten sich Preissenkungen als unbedeutend herausgestellt.

Um den umweltfreundlichen Verkehr auszubauen – man wolle ein Drittel mehr ÖPNV und ein Viertel mehr Güterverkehr – brauche es natürlich Arbeitskräfte. Potenzial sehe man bei den Zuwanderern. Aktuell habe man beispielsweise eine Initiative zur Integration anlässlich des 70. Jahrestages des Grundgesetztes unterstützt. Der Frauenanteil in der Branche sei mit 20 Prozent immer noch niedrig und müsse ausgebaut werden.

Mit der Vorgabe nach emissionsfreien Fahrzeugen im Rahmen der Clean Vehicles Directive der Europäischen Union (CVD) sei der Verband »nicht sehr glücklich«, werde jedoch das Beste daraus machen, sagte Wortmann, der betonte, dass der ÖPNV bereits jetzt zu zwei Dritteln elektrisch betrieben werde. Euro-6-Dieselbusse seien umweltfreundlich, deswegen müsste der wiederholt geforderte ÖPNV-Ausbau auch mit E6-Dieseln vollzogen werden. Man müsse das Problem »bei der Wurzel packen« und dürfe nicht zu viel Kapital binden durch Versteifung auf Elektromobilität. Der VDV habe dem Bundesverkehrsministerium vorgeschlagen, die CVD-Quote als eine nationale Quote auszugestalten, sodass man die emissionsfreien Busse nicht auf jedes Verkehrsunternehmen herunterbrechen müsste. Durch die Bemühungen der großen Städte bei E-Mobilität, »sollte es uns gelingen« rund 550 E-Busse bis 2025 und 700 E-Busse bis 2030 im Betrieb zu haben, zeigte sich Wortmann zuversichtlich.  

Noch weniger erfreut sei man über die EU-Richtlinie PSI (»Richtlinie über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors«). Die ÖPNV-Unternehmen seien im Gegensatz zu branchenfremden Unternehmen für die Daseinsvorsorge verantwortlich, doch dieses Geld für die Daseinsvorsorge würde den Verkehrsunternehmen fehlen, wenn man dort, wo man Geld verdienen kann, seine Konkurrenten mit Daten versorgen muss.

Erstaunlicherweise ist beispielsweise Uber auch im neu gegründeten New Mobility Forum des VDV mit 19 weiteren Anbietern von Sharing-Diensten. In diesem Forum wolle man sich zu neuen Angeboten, welche die Verkehrswende voranbringen, eng und persönlich austauschen. Allerdings müsse der Beweis eines fruchtvollen Austauschs »in der Tat erst erbracht werden«, sagte Wortmann zum gerade erst gegründeten Gesprächsforum. Als Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wisse Wortmann, dass es den Anbietern neuer Mobilitätsformen nicht nur um eine Ergänzung des ÖPNV gehe. Er nannte das Beispiel Car-2-Go. Der Carsharing-Anbieter habe nicht als Zubringer zum ÖPNV dienen wollen, sondern die Netzpläne danach studiert, wo das Verkehrsunternehmen im hohen Takt verkehrt, um dort parallel seinen Dienst anzubieten.

Zum Themengebiet Schienenverkehr verwies Wortmann auf die kürzlich vom VDV ausgearbeiteten Vorschläge zur Reaktivierung von 186 Strecken. Dabei ginge es nicht um die Reaktivierung von Strecken, weil Gleise vorhanden seien, sondern wo dies sinnvoll sei. Schon die Einrichtung von Überholgleisen würde an vielen Stellen helfen, den Bahnverkehr zu beschleunigen. Um mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, müsste die grenzüberschreitende Fahrt zwischen den europäischen Ländern mindestens so einfach sein, wie mit dem Lastkraftwagen. In Richtung des anwesenden Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium (BMF), Werner Gatzer, sagte Wortmann, dass die Verlagerung der Infrastrukturkosten auf die Fahrzeuge beim Ausbau des Zugsicherungssystems ETCS durch das BMF beachtet werden müsse, die Ausstattung mache das Rollmaterial erheblich teurer.

Planungs- und Bauprozesse müssten beschleunigt werden und man müsse von der zwanghaften Vorgabe, mindestens eine 1,0 bei der Kosten-Nutzen-Relation erreichen zu müssen, abrücken. Beim standardisierten Bewertungsverfahren würden ökologische Gesichtspunkte nicht in dem Maße beachten, in dem sie heute von Bedeutung seien. Auch dürfe man bei Baumaßnahmen nicht »auf jeden St. Floriansjünger« Rücksicht nehmen müssen.

Im Rahmen der Jahrestagung formulierte der VDV auch sieben Forderungen an das Klimakabinett der Bundesregierung. Diese betreffen 1. Kapazitätssteigerungen (Personen- und Güterverkehr), 2. technologieoffene Förderung klimafreundlicher Antriebe und verursachergerechte Bepreisung des Verkehrs (CO2-Bepreisung), 3. Einrichtung eines Klimafonds mit einer Laufzeit von 15 Jahren, 4. Förderung gleichwertiger Lebens- und Mobilitätsverhältnisse außerhalb von Ballungszentren aus Mitteln der 5G-Lizenz-Versteigerung, 5. deutliche Beschleunigung von Planungs- und Bauprozessen, 6. ein neues, gutes Einwanderungsgesetz zur Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Ausland und 7. Klimawandel als industriepolitische Chance nutzen.

Von: Sebastian Glinski

Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann (links) und BSM-Geschäftsführer Detlef Hövermann mit der XXL-Version des künftigen Monheim-Passes. (Foto: Thomas Spekowius)
Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann (links) und BSM-Geschäftsführer Detlef Hövermann mit der XXL-Version des künftigen Monheim-Passes. (Foto: Thomas Spekowius)
RAT DER STADT MONHEIM ENTSCHEIDET AM 10. JULI
18.06.2019

BSM: Erste Stadt mit kostenlosem ÖPNV

Als eine der ersten deutschen Städte plant die Stadt Monheim am Rhein die Einführung des kostenlosen ÖPNV mit dem Monheim-Pass. Es fehlt nur noch die Zustimmung des Stadtrats. Der soll in seiner Sitzung am 10. Juli entscheiden.



Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, so die Monheimer Stadtverwaltung in einer Mitteilung, könnte dem Konzept dann nach den Sommerferien zustimmen. In der Beschlussempfehlung für die Sitzung heißt es: »Der Öffentliche Personennahverkehr soll im Tarifgebiet 73 (Langenfeld/Monheim) des VRR für alle Monheimer Einwohner mit Hauptwohnsitz in der Stadt spätestens ab dem 1. April 2020 kostenfrei nutzbar sein.« Wer darüber hinaus weiter in die umliegenden Städte fahren will, soll diese Weiterfahrten entweder als Einzelfahrten oder auch im Monats-Abo hinzubuchen können. Damit würden sich beispielsweise die Fahrtkosten nach Düsseldorf, Köln oder Leverkusen in den meisten Fällen etwa halbieren.

Begleitende Smartphone-App in Entwicklung

Zusätzlich zum Monheim-Pass im Scheckkartenformat soll es auch eine Smartphone-App geben, die die Stadt nach eigenen Angaben gerade in Zusammenarbeit mit den Firmen T-Systems und Hansecom entwickle. Alle Nutzer sollen damit zugleich auch über ein Handyticket zur kostenlosen ÖPNV-Nutzung in Monheim am Rhein und Langenfeld verfügen. Zudem sei auch die An- und Abfahrt zum S-Bahnhof Hellerhof auf Düsseldorfer Stadtgebiet mit eingeschlossen. Eine wichtige Botschaft für Monheims Pendler, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Die dafür notwendigen Vorbereitungsgespräche mit dem zuständigen Verkehrsverbund laufen demnach bereits seit Monaten. Überschlägige Berechnungen ließen einen Erlösausfall für die Verkehrsunternehmen zwischen 2,5 und drei Millionen Euro als realistisch erscheinen. Für diesen Betrag will die Stadt aus ihrem Haushalt ab 2020 jährlich die erforderlichen Tickets bei ihrer Tochtergesellschaft, der Bahnen der Stadt Monheim (BSM), kaufen.

Monheim am Rhein wäre damit die wohl erste deutsche Stadt, die für ihre Bürger die kostenfreie ÖPNV-Nutzung in voller Konsequenz einführt. Bürgermeister Daniel Zimmermann (PETO): »Das ist kein kurzer Testlauf, sondern das Angebot ist, sofern der Stadtrat zustimmt, auf mindestens drei Jahre angelegt. Danach werden wir mit dem Verkehrsverbund neu über die Kosten verhandeln müssen.«

Im Rathaus ist man sich sicher: Die Einführung eines kostenlosen ÖPNV-Tickets wird Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten in der Bürgerschaft haben. Die Verwaltung empfiehlt dem Rat daher, zur Einführung des Angebots eine wissenschaftliche Begleitstudie in Auftrag zu geben und habe zu diesem Zweck bereits erste Gespräche mit einer Hochschule aufgenommen.

Von: Peter Gebauer

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