20.09.2018

AUGSBURG: 28 HYBRIDBUSSE FÜR REGIONALVERKEHR

Das AVV-Regionalbusunternehmen Egenberger beschafft gemeinsam mit vier regionalen Subunternehmen insgesamt 28 neue Busse vom Typ Citaro Hybrid. Anlässlich der Inbetriebnahme des ersten Hybridbusses sagte der Landrat des Landkreises Augsburg, Martin Sailer: »Bis die Elektromobilität für den ÖPNV technisch und wirtschaftlich flächendeckend einsetzbar ist, sind Hybrid-Lösungen im Regionalbusverkehr die beste Brückentechnologie.« Bis Dezember 2018 sollen die restlichen 27 Hybridbusse, darunter drei Gelenkbusse, ihren Dienst aufnehmen auf 16 AVV-Regionalbuslinien, auf denen 1,7 Millionen Fahrplankilometer jährlich anfallen.



Ihr Dieselmotor entspricht der Euro-6-Norm, sie sind niederflurig und klimatisiert sowie mit USB-Ladesteckdosen, WLAN und Fahrgastzählanlagen ausgestattet. Im Idealfall könne man bis zu 8,5 Prozent Kraftstoff und Emissionen einsparen. Die neuen Hybridomnibusse würden den Bestand an Euro-6-Fahrzeugen im AVV-Regionalbusverkehr um weitere 16 Prozent erhöhen, wodurch dann über 70 Prozent aller eingesetzten AVV-Regionalbusse der neuesten Emissionsklasse Euro 6 entsprechen. Das Bild zeigt anlässilich der Inbetriebnahme des ersten Hybridomnibusses im AVV-Regionalbusverkehr (von links): Olaf von Hoerschelmann (AVV-Geschäftsführer), Marijo Sapina (Mercedes Benz), Paul Kienberger (Egenberger-Geschäftsführer), Landrat Martin Sailer und Max Kienberger sen. (Foto: AVV)

BYD will auf dem europäischen E-Bus-Markt eine führende Rolle spielen. (Foto: Thomas Burgert)
BYD will auf dem europäischen E-Bus-Markt eine führende Rolle spielen. (Foto: Thomas Burgert)
600 E-BUSSE IN EUROPA VERKAUFT
20.09.2018

BYD: »Sind in Europa in der Pole-Position«

Der chinesische Bushersteller BYD hat auf der IAA Nutzfahrzeuge angekündigt, auf dem europäischen E-Bus-Markt künftig eine führende Rolle spielen zu wollen.



Elektrobusse bilden auf der IAA Nutzfahrzeuge einen Schwerpunkt an den Ständen der Hersteller. Während manche Busbauer auf eine Reihe von Verkaufserfolgen und mal mehr, mal weniger eigene Erfahrung verweisen, neue Fahrzeuge vorstellen, die Serienproduktion beginnen oder ankündigen, stellte der chinesische Bushersteller BYD seine Verkaufszahlen in den Vordergrund.

Man habe in Europa bisher 600 Elektrobusse verkauft, sagte Isbrand Ho, Managing Director BYD Europe, bei einer Pressekonferenz am Stand von BYD auf der IAA Nutzfahrzeuge. Er verwies auf Verkaufserfolge von BYD in Skandinavien, wo der Bushersteller über 100 E-Busse verkauft hat. Auch in Südeuropa verzeichne man eine steigende Zahl an Aufträgen, so habe man acht Busse ins portugiesische Coimbra verkauft und Aufträge über 60 Busse aus Italien erhalten. Weitere Aufträge gebe es aus den Benelux-Staaten, Frankreich und Großbritannien. Zuletzt verwies Isbrand Ho auf die starke Position von BYD im Elektrobus-Segment überhaupt, indem er die Zahl von 35.000 verkauften E-Bussen von BYD weltweit nannte.

In Europa produziere man bereits im Werk in Ungarn, das BYD 2017 in Angriff genommen hat. Hier werde man die Produktion demnächst hochfahren können. Bei der Entwicklung des Werks in Frankreich sei BYD im Plan und man werde hier bald die Produktion aufnehmen. Ein weiterer BYD-Standort in Europa ist in Großbritannien (nahe Heathrow) geplant.

Was die Fahrzeuge angeht, so zeigt BYD in Hannover einen Zwölf-Meter-Bus sowie einen 18 Meter langen Gelenkbus. Den Zwölf-Meter-Solo-Bus gibt es nun mit neu gestalteter Frontpartie, zudem werde man künftig noch stärker auf eine Modulbauweise setzen. In Sachen Ladetechnologie biete BYD verschiedene Modelle an, also sowohl Ladung im Depot, wie auch die Möglichkeit der Zwischenladung, erklärte Isbrand Ho.

BYD habe das Ziel, eine »führende Rolle« im E-Bus-Segment in Europa zu spielen, betonte Isbrand Ho und verwies dabei auf die im Vergleich zu anderen Herstellern große Zahl von E-Bussen, die BYD in Europa verkauft hat. Im Wettbewerb mit anderen Herstellern sieht Isbrand Ho BYD in Europa »absolut in der Pole-Position«.

Von: Thomas Burgert

MAN will die Serienproduktion des elektrischen Stadtbusses 2020 starten. (Foto: Thomas Burgert)
MAN will die Serienproduktion des elektrischen Stadtbusses 2020 starten. (Foto: Thomas Burgert)
PRÄSENTATION LION’S CITY E
19.09.2018

MAN: E-Bus-Serienproduktion ab 2020

Eine Version seines vollelektrischen Stadtbusses zeigt MAN in diesem Jahr auf der IAA in Hannover, die für 2019 angekündigte Serienproduktion verzögert sich jedoch.



Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 stellt MAN die vollelektrische Version des neuen Stadtbusses MAN Lion’s City vor. Die Serienproduktion des MAN Lion’s City E soll im zweiten Halbjahr 2020 starten, teilte MAN auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover mit. Mitte 2020 soll eine Demo-Flotte im Rahmen mehrerer Feldversuche in Kooperation mit verschiedenen europäischen Betreibern auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden.

Hierfür ist MAN in den vergangenen Monaten mehrere Innovationspartnerschaften eingegangen mit der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH), mit den Stadtwerken München und der Münchner Verkehrsgesellschaft sowie mit den Stadtwerken Wolfsburg und der Wolfsburger Verkehrsgesellschaft. Als weitere Kooperation vereinbarte MAN die Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Unternehmen Voyages Emile Weber und Losch Luxemburg, Importeur der Volkswagen Gruppe und größte Händlergruppe Luxemburgs.

Beim Antrieb setzt MAN in seinem E-Bus auf einen Zentralmotor an der Hinterachse bzw. im Gelenkbus zwei Zentralmotoren an der zweiten und dritten Achse. Diese seien laut MAN »leichter zugänglich und weniger komplex aufgebaut als radnahe Motoren«. Darin sieht man bei MAN Vorteile bei der Wartung und den Total Cost of Ownership (TCO).

Der vollelektrische Antriebsstrang leistet im Solobus 160 bis maximal 270 kW. Die Energie dafür stammt aus den modularen Batterien mit 480 (Solo) bzw. 640 kWh (Gelenkbus). Der Lion’s City E soll zuverlässig die Reichweite von 200 Kilometer und bis zu 270 Kilometer unter günstigen Bedingungen über die gesamte Lebensdauer der Batterien sicherstellen. Geladen werden die Batterien im Depot per CCS Stecker. Bei einer durchschnittlichen Ladeleistung von 100 kW erreiche dabei der Solobus bereits unter drei Stunden eine vollständige Ladung, der Gelenkbus in unter vier Stunden. Bei maximaler Ladeleistung von 150 kW verkürzt sich die Zeit entsprechend.

Von: Thomas Burgert

Den Citaro hybrid zeigt Daimler auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge. (Foto: Thomas Burgert)
Den Citaro hybrid zeigt Daimler auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge. (Foto: Thomas Burgert)
BIS ZU 8,5 PROZENT SPRITERSPARNIS
19.09.2018

MB: Citaro hybrid Bus of the Year 2019

Daimler sieht seinen Citaro hybrid als »sinnvolle Ergänzung für Verkehrsbetriebe, die auf emissionsarme Fahrzeuge setzen«.



Eine internationale Fachjury hat den Citaro hybrid zum Bus of the Year 2019 gekürt. Die Jury-Mitglieder zeigten sich insbesondere in Sachen Wirtschaftlichkeit, Innovation, Qualität und Anwenderfreundlichkeit beeindruckt. Besondere Erwähnung fand zudem die Tatsache, dass die neue Hybridtechnik flächendeckend für eine äußerst breite Palette von Stadtbussen sowohl mit Diesel- als auch mit Gasmotor angeboten wird.

Der Citaro hybrid senke zusammen mit der ebenfalls neuen elektro-hydraulischen Lenkung den Kraftstoffverbrauch des Citaro nochmals um bis zu 8,5 Prozent. Damit wird deutlich, welches Ziel die Busse mit der neuen Hybridtechnik verfolgen: eine Kombination von minimalen Veränderungen am Ausgangsfahrzeug mit maximaler Kraftstoffeffizienz. Die Hybridtechnik verstehe Daimler damit als »sinnvolle Ergänzung für Verkehrsbetriebe, die auf emissionsarme Fahrzeuge setzen«, erklärte Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses.

Beim Citaro hybrid arbeitet der zusätzliche Elektromotor beim Verzögern des Omnibusses als Generator und wandelt Bremsenergie in Strom um. Dieser Strom wird in Doppelschicht­-Kondensatoren gespeichert – diese sind unter dem Begriff »Supercaps« bekannt. Er steht dem Elektromotor zur Unterstützung des Verbrennungsmotors vor allem beim Anfahren zur Verfügung. Die Leistung des E‑Motors beläuft sich auf maximal 14 kW, das Drehmoment auf 220 Nm. Der Stromspeicher besteht aus zwei Modulen, sie entsprechen den bewährten Rekuperationsmodulen und sind platzsparend auf dem Dach montiert.

Daneben würdigte die internationale Fachjury auch die Anstrengungen der Entwickler, das Hybrid-Konzept als ganzheitliches System zu betrachten. So ist der Citaro hybrid mit der neuen Lenkung »intelligent eco steering« ausgestattet. Diese elektrohydraulische Lenkung ist nur bei Bedarf im Einsatz, wenn der Fahrer also das Lenkrad einschlägt und spart daher Kraftstoff. Die Lebensdauer aller Komponenten ist auf die Fahrzeuglebensdauer ausgelegt. Die Funktion des Hybridantriebs schont außerdem den Verbrennungsmotor. Gleichzeitig werden durch den Einsatz des Elektromotors als Stromerzeuger die Bremsen entlastet, das spricht für lange Lebensdauer der Bremsen.

Von: Thomas Burgert

Solange Olszewska, Zbigniew Palenica (Solaris), Josu Imaz (CAF) und Dariusz Michalak (Solaris) (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz auf der Innotrans (Foto: Thomas Burgert)
Solange Olszewska, Zbigniew Palenica (Solaris), Josu Imaz (CAF) und Dariusz Michalak (Solaris) (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz auf der Innotrans (Foto: Thomas Burgert)
FACELIFT FÜR 2019 ANGEKÜNDIGT
18.09.2018

SOLARIS: »Potenzial voll ausschöpfen«

Auf der Innotrans in Berlin gaben CAF und Solaris einen Einblick in ihre weiteren Pläne, der Investor betonte dabei, dass Solaris als Marke erhalten bleiben soll.



Man habe mit dem spanischen Unternehmen CAF den »bestmöglichen Investor für Solaris« gefunden, sagte Solange Olszewska, die bei der Pressekonferenz von Solaris Bus & Coach auf der Innotrans in ihrer Funktion als Eigentümerin und Geschäftsführerin Abschied nahm. Die vergangenen 22 Jahre seien fantastisch gewesen, sagte sie zum Abschied. Mit dem neuen Investor CAF, der Solaris am 4. September übernommen hatte (Der Rote Renner berichtete), erhalte Solaris die Chance, sich weiter positiv zu entwickeln.

Josu Imaz vom spanischen Unternehmen CAF versicherte auf der Pressekonferenz am 18. September, dass man die Marke Solaris und auch den Charakter des Busherstellers erhalten werde. Es gebe keinerlei Pläne, dies zu ändern und auch seinen Charakter als polnisches Unternehmen solle Solaris bewahren, sagte Imaz weiter. Die Übernahme von Solaris durch den erfahrenen Schienenfahrzeughersteller CAF  biete beiden Unternehmen die besten Chancen, ihr Potenzial zu entfalten und stärke deren Position als Anbieter von Mobilitätslösungen für den ÖPNV. Gemeinsam könne man nun die gesamte Bandbreite an Lösungen für den Stadtverkehr anbieten, betonte Imaz.

Solaris gab zudem auf der Innotrans weitere Informationen zu einer Reihe von Produktneuheiten bekannt. So werde man in den nächsten Wochen mit den Test des Solaris Trollino 24 beginnen. Das 24 Meter lange Fahrzeug ist als Plattform geplant, zuerst für einen Einsatz als Trolleybus, später aber auch als Bus mit batterieelektrischem Antrieb. Im Laufe des Jahres 2019 will Solaris mit der Auslieferung des Trollino 24 beginnen.

Weiterhin arbeitet Solaris an einem Brennstoffzellenbus auf der Basis des Urbino 12, eine Vorstellung ist ebenfalls für 2019 geplant. Mit dem Solaris Urbino LE lite hybrid will der Hersteller ein weiteres neues Fahrzeug auf den Markt bringen. Zudem hat der Hersteller angekündigt im kommenden Jahr seine Fahrzeuge einem Facelift zu unterziehen. Die Busse sollen ein neues Design erhalten, unter anderem soll die Frontpartie der Busse überarbeitet werden, das Dach soll neu gestaltet werden und man will künftig auf LED-Technik bei den Leuchten setzen.

Zuletzt teilte Dariusz Michalak mit, dass Solaris auch prüfe, ob und welche Assistenz- und Sicherheitssysteme man bei den Bussen einsetzen könne. Allerdings sei nicht geplant, dies Inhouse zu erstellen, sondern derzeit sehen die Pläne eher vor, eine solche Technik extern einzukaufen. Derzeit untersuche man, welche Möglichkeiten sich hier bieten.

Von: Thomas Burgert

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