16.10.2018

VIERLÄNDERECK: 80.000 FAHRGÄSTE MIT EGRONET-TICKET

Knapp 80.000 Fahrgäste fuhren 2017 mit dem Egronet-Ticket Straßenbahn, Bus und Zug durch das Vierländereck Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen, und damit rund 10.000 mehr als im Jahr zuvor, wurde bei der 15. Mitgliederversammlung des länderverbindenden Nahverkehrssystem Egronet am 1. Oktober 2018 mitgeteilt. Damit entspricht die Steigerung der Nutzerzahl des Einführungsjahres 2001, als 10.000 Fahrgäste das Egronet-Ticket nutzten. Das Egronet-Ticket kostet für eine Person 20 Euro, 26 für zwei, 32 für drei, 38 für vier und 44 Euro für fünf Personen. Erhältlich ist es bei über 120 Agenturen, an den Fahrscheinautomaten der Kooperationspartner und seit Ende 2017 als auch als Handyticket.



Kommunalpolitiker und Nahverkehrsexperten der 20 Städte, Landkreise und Verkehrsverbünde sowie Vertreter der 63 Verkehrsunternehmen, die im Egronet zusammenarbeiten, erfuhren in der Aula des Klosters Waldsassen im Landkreis Tirschenreuth, dass man weiterhin kräftig für Ausflugsziele werbe, welche mit dem Egronet-Ticket bequem zu erreichen sind, sodass man künftig weitere Fahrgaststeigerungen erwarte. Beispielsweise sei während der Mitgliederversammlung das Werbevideo zur Elstertalbahn vorgestellt worden, das für Fahrten auf einer der schönsten Zugstrecken Deutschlands entlang der weißen Elster von Gera über Greiz und Plauen bis nach Cheb (Eger) wirbt.

Im heutigen Egronet-Gebiet mit 15.000 Quadratkilometern leben drei Millionen Menschen. Mit dem Egronet-Ticket hat man mit nur einem Ticket Zugriff auf 464 regionale Buslinien, 187 Stadtverkehrslinien und 42 Eisenbahnstrecken mit über 7300 Haltestellen.

Das Foto zeigt Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des Egronet-Verbundes (rechts), und Michal Pospisil, stellvertretender Vorsitzender des Kooperationsverbundes, die weiterhin die Zusammenarbeit im Egronet-Nahverkehrsverbund leiten. (Foto: Brand-Aktuell)

Von: Sebastian Glinski

Eine Stadtbahn der Rheinbahn. Dem Düsseldorfer Verkehrsunternehmen gelang in Kooperation mit der Polizei ein Schlag gegen eine Ticket-Fälscherwerkstatt. (Foto: Rheinbahn)
Eine Stadtbahn der Rheinbahn. Dem Düsseldorfer Verkehrsunternehmen gelang in Kooperation mit der Polizei ein Schlag gegen eine Ticket-Fälscherwerkstatt. (Foto: Rheinbahn)
ERMITTLUNGEN FÜHREN NACH EINEM JAHR ZUM ERFOLG
16.10.2018

RHEINBAHN: Ticketfälscher aufgeflogen

Der Polizei und der Rheinbahn ist es gelungen, einen Hehler, der auf Online-Verkaufsplattformen gefälschte Tickets angeboten hat, dingfest zu machen.



Durch ihn kam die Polizei sogar der dahinter steckenden Fälscherwerkstatt auf die Spur. Ende vergangener Woche flog der Ring auf. Wie die Polizei in Düsseldorf dazu mitteilt, begann die ganze Geschichte schon vor über einem Jahr, als der Revision der Rheinbahn ein Monatsticket aufgefallen war, das zu einem günstigen Preis in den sozialen Netzwerken angeboten wurde – für die Experten war es auf den ersten Blick als Fälschung zu erkennen. Nach umfangreichen Recherchen und weiteren Angeboten auf anderen Plattformen wandte sich die Rheinbahn schließlich an die Polizei. Am Donnerstagabend, dem 11. Oktober, kam es dann mit Hilfe der Kriminalpolizei bei einem fingierten Kauf an einer Tankstelle zu einer Übergabe gefälschter Tickets und der vorläufigen Festnahme eines 31-jährigen Düsseldorfers.

In seiner Wohnung fand die Polizei bei einer Durchsuchung nur wenige weitere Tickets. Die Fälscherwerkstatt musste sich demnach an einem anderen Ort befinden. Hinweise des bereits einschlägig vorbestraften Mannes führten die Beamten schließlich zu einer Wohnung in Neuss. Hier wurde umfangreiches Equipment sichergestellt, das der Mieter zum Fälschen von Tickets benutzt hatte. Der 33-Jährige war selbst nicht vor Ort, konnte aber identifiziert werden. Auch er ist schon mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

In welchem Umfang die Männer mit den Falsifikaten Handel getrieben haben und welche Absatzwege sie neben den Online-Plattformen noch benutzt haben, ist derzeit Bestandteil der Ermittlungen.

Von: Peter Gebauer

Ihre Argumente hat die VDV-Landesgruppe Hessen in einem Positionspapier zusammengefasst. (Grafik: VDV Hessen)
Ihre Argumente hat die VDV-Landesgruppe Hessen in einem Positionspapier zusammengefasst. (Grafik: VDV Hessen)
POSITIONSPAPIER ZUR WAHL
16.10.2018

VDV: Mehr Förderung für ÖPNV

Vor der Landtagswahl in Hessen fordert die VDV-Landesgruppe eine deutlich stärkere Förderung des öffentlichen Verkehrs.



Mit einem aktuellen Positionspapier hat die Landesgruppe Hessen im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vor der Landtagswahl dazu aufgerufen, sich gerade auch vor dem Hintergrund der Klimadebatte stärker für den Öffentlichen Verkehr zu engagieren. »Wer die gesteckten Ziele in Sachen Klimaschutz erreichen will, muss das lokale und regionale Nahverkehrsangebot ausbauen und dafür auch die nötigen Mittel bereitstellen«, fasst Matthias Kalbfuss, Vorsitzender der VDV-Landesgruppe, die Forderungen zusammen.

Insbesondere die Frage der Finanzierung öffentlicher Verkehre sei für den VDV Hessen von zentraler Bedeutung. »Das Gesamtsystem weiter auszubauen, ist wichtig. Daneben ist auch der Erhalt des geschaffenen Systems eine notwendige Voraussetzung. Deshalb stehen wir vor einer großen Reinvestitionswelle. Um leistungsfähig zu bleiben, brauchen wir auch für dringend notwendige Ersatzinvestitionen eine ausreichende Förderung. Die dafür insgesamt erforderlichen Mittel müssen noch verbindlich zugesagt werden«, forderte Kalbfuss.

Die Digitalisierung, Innovationen und Anforderungen zur Barrierefreiheit sorgen nach Ansicht des VDV Hessen zudem für einen zusätzlichen Finanzbedarf bei den Verkehrsunternehmen. Diese Entwicklungen seien sinnvoll, aber ebenfalls mit hohen Kosten verbunden. Insbesondere der Megatrend Digitalisierung sei für die Mobilität auch mit zahlreichen Chancen verbunden. Denn dank der damit verbundenen neuen Techniken sei es möglich, Systeme intelligent miteinander zu verknüpfen, deren Effizienz zu steigern und auch Zugangshürden zu Bus und Bahn sowie ergänzenden Angeboten deutlich abzusenken.

Wie aus Sicht des VDV Hessen die Mobilität in einem der verkehrsreichsten Bundesländer Deutschlands weiter vorangebracht werden kann, hat der VDV Hessen aus Anlass der bevorstehenden Landtagswahl am 28. Oktober in der Publikation »VDV-Positionen zur Wahlperiode 2019-2024 in Hessen« zusammengefasst. Die Broschüre steht im Internet zum kostenlosen [Download] bereit.

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Von: Thomas Burgert

Als Mangelberuf anerkennen: Bei Bus- und Straßenbahnfahrern sowie Lokführern macht sich der Fachkräftemangel aktuell besonders bemerkbar. (Symbolfoto: MAN)
Als Mangelberuf anerkennen: Bei Bus- und Straßenbahnfahrern sowie Lokführern macht sich der Fachkräftemangel aktuell besonders bemerkbar. (Symbolfoto: MAN)
RMV-CHEF FORDERT VOM BUND FÖRDERUNG DER FAHRERAUSBILDUNG
15.10.2018

RMV: Busfahrer als Mangelberuf anerkennen

Der aktuelle Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für den öffentlichen Nahverkehr – und das bundesweit.



Das sagt Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Egal, ob in Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen oder dem RMV-Gebiet, überall komme es vor, dass Fahrten wegen Lokführermangel ausfallen, obwohl alle Unternehmen große Anstrengungen unternehmen würden, um neues Personal anzuwerben. »In ganz Deutschland ist der Arbeitsmarkt für Lokführer leergefegt. Wir haben es wie im Gesundheitswesen und der Pflege mit einem Mitarbeiternotstand zu tun, der direkte Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat, denn ohne öffentliche Mobilität steht unser Land still. Anders als manche behaupten, liegt der Lokführermangel keineswegs daran, dass die Verkehrsunternehmen zu wenig Personal einstellen. Die Arbeitgeber werben seit Jahren händeringend um jeden Mitarbeiter, finden aber nicht mehr ausreichend Personal«, so Ringat.

Demografischer Wandel verschärft Lage

Die Gründe hinter dem Fachkräftemangel sind nach seiner Einschätzung vielfältig: Zu wenig Nachwuchskräfte, eine hohe Fluktuation und hohe Krankenstände, beispielsweise aufgrund suizidaler Unfälle, sorgen demnach dafür, dass die Personaldecke dünn ist. Gleichzeitig wachse der ÖPNV in ganz Deutschland: Immer mehr Menschen nutzen Busse und Bahnen. Der RMV reagiere auf diese positive Tendenz mit zusätzlichen Verbindungen und engeren Taktungen. »Auch wenn der höhere Stellenwert des öffentlichen Nahverkehrs erfreulich ist – die dafür verstärkt auch in den Nachtstunden und am Wochenende erforderlichen Schichten müssen mit zusätzlichem Personal besetzt werden«, so Ringat.

Auch Tarifvereinbarungen, wie sie beispielsweise bei der Deutschen Bahn seit 2018 gelten und kürzere Arbeitszeiten oder zusätzliche Urlaubstage vorsehen, würden für einen höheren Personalbedarf sorgen. Der demografische Wandel verschärfe die Lage: »Nach einer Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sind fast 40 Prozent der Beschäftigten in Verkehrsunternehmen älter als 50 Jahre und gehen damit in kommenden 15 Jahren in den Ruhestand«, erklärt Ringat.

Unterstützung von Bund und Gesellschaft nötig

Bis zu 30.000 Neueinstellungen planen die deutschen Nahverkehrsunternehmen laut der VDV-Studie bis zum Jahr 2020 und ziehen dafür viele Register: Umschulungen und Quereinstiege bieten auch Menschen in höherem Alter und aus anderen Branchen Perspektiven, groß angelegte Werbekampagnen machen auf die Berufe aufmerksam und die Gehälter gehen nach oben.

»Als Branche steuern wir hier bereits mit Lohnplus und besseren Arbeitsbedingungen gegen, um aber wirklich den Hebel herumzureißen, brauchen wir Unterstützung, insbesondere vonseiten des Bundes und der gesamten Gesellschaft«, so Ringat, der in seiner Funktion als Vizepräsident des VDV auch überregional gegen den Fachkräftemangel kämpft. »Busfahrer und Lokführer müssen als Mangelberufe anerkannt und somit in Ausbildung, Umschulung, Qualifizierung und Quereinstieg auch von staatlicher Seite umfassend gefördert werden. Zudem ist eine höhere Wertschätzung der Berufe vonseiten der Gesellschaft ein ganz zentraler Punkt, um mehr Menschen für den öffentlichen Nahverkehr zu begeistern. Damit das funktioniert, muss die Branche die Bedeutung des ÖPNV und der Beschäftigten für die Daseinsvorsorge und eine nachhaltige, zukunftsfähige Mobilität noch stärker deutlich machen.«

Von: Peter Gebauer

Oliver Weisbrod, geschäftsführender Gesellschafter der Wendlandt Unternehmensberatung BDU GmbH (Foto: Frank Schliffke)
Oliver Weisbrod, geschäftsführender Gesellschafter der Wendlandt Unternehmensberatung BDU GmbH (Foto: Frank Schliffke)
RDA-SEMINAR MIETOMNIBUS-KALKULATION
14.10.2018

SEMINAR: Gewinne im Mietomnibusverkehr

Oliver Weisbrod, geschäftsführender Gesellschafter der Wendlandt Unternehmensberatung BDU GmbH aus Montabaur, referiert am Mittwoch, 17. Oktober, in Koblenz zum Thema »Gewinne im Mietomnibusverkehr – Die richtige Kalkulation macht es möglich«.



Das vom Internationalen Bustouristik Verband RDA veranstaltete Seminar findet im Koblenzer Mercure-Hotel in der Zeit von 9.30 bis 16.30 Uhr statt (Julius-Wegeler-Str. 6, 56068 Koblenz, Tagungsraum Ehrenbreitstein 1). Wie die Veranstalter mitteilen, sei eine Anmeldung noch möglich.

Das Tagesseminar zeige anwendergerecht den Prozess der optimalen Preisfindung, von der Ermittlung der Kosten bis zur Festlegung des Reisepreises. Zielgruppe seien Inhaber/Innen, Führungskräfte, Fachleute, verantwortliche Mitarbeiter von kleinen und mittelständischen Bustouristikunternehmen. Im Seminar sollen folgende Punkte behandelt werden:

  • Ermittlung der Kosten im Unternehmen
  • Kalkulation des Fahrerlohnes
  • Erstellung einer Preismatrix
  • Ermittlung marktfähiger Preise
  • Ermittlung von Haupt- und Nebensaisonpreisen
  • Berücksichtigung der Dieselproblematik in der Preiskalkulation
  • Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens


Mehr zum Seminar können Sie auf der Anmeldeseite bei RDA erfahren: [externer Link zum RDA]

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Von: Sebastian Glinski

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