OMNIBUSNEUZULASSUNGEN SEPTEMBER 2021: INSGESAMT UNVERÄNDERT!

Die Grafik hat sich insgesamt kaum verändert. Unsere »bereinigten« Zahlen per September zeigen einen Rückgang der Omnibusneuzulassungen von 52 Bussen, gleich 1,3% gegenüber den Vorjahreszahlen. In der Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) stehen -5%, was aber auch alle Fahrzeuge umfasst, die als Bus deklariert sind. Bei den sogenannten Besitzumschreibungen, worin natürlich auch alle sonstigen Busse enthalten sind, meldet das KBA einen Rückgang von 3,8%.



Genauer hingesehen sind darin -101 Busse bei Daimler/Evo und -142 bei Solaris enthalten. Die Grafik zeigt auch ein Plus von 55 für Scania und von 56 für VDL. Nicht übersehen sollte man einen Rückgang von 40 Bussen bei Volvo.

Wie angekündigt haben wir bei Solaris nachgefragt. Man sieht sich dort als »Opfer« des außerordentlichen Erfolges von 2020. Was jetzt neu zugelassen wird, wäre normal. Der Rote Renner hat sich aber auch die Zahlen von 2019 angesehen, die ähnlich hoch waren wie die 2020er.

Per September liegen die Zulassungszahlen meist unter 70%, in 2020 genau bei 66%. Das sind Zweidrittel der Jahreszahlen. Das gilt für die größeren Hersteller, wie Evo mit 67%, Iveco mit 66% und MAN mit nur 60%. MAN ließ also in den letzten 3 Monaten 40% der Neufahrzeuge zu.

Das letzte Quartal ist also stärker, denn ein Vierteljahr sind 25%. Im letzten Quartal kann insgesamt gesehen keine Wende mehr kommen. Die Zahlen liegen geringfügig unter dem Vorjahr und noch immer zweistellig unter denen von 2019. Trotzdem darf die Branche optimistisch sein, geht die sogenannte Verkehrswende nur mit Bussen. (Grafiken: Martin Wendlandt; Quelle: KBA)


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