09.09.2021

Von: Thomas Burgert

FÖRDERBEDINGUNGEN WEITGEHEND GLEICH

BERLIN: Überbrückungshilfen verlängert

Die ursprünglich bis Ende September vereinbarte Überbrückungshilfe III Plus wird bis Ende des Jahres verlängert.


Die Überbrückungshilfen werden bis zum Jahresende verlängert. (Symbolfoto: BMF/Hendel)

Die Überbrückungshilfen werden bis zum Jahresende verlängert. (Symbolfoto: BMF/Hendel)


Laut dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesfinanzministerium sollen die Förderbedingungen der Überbrückungshilfe III Plus »weitgehend« beibehalten werden. Auch in der verlängerten Überbrückungshilfe III Plus sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Die Antragstellung erfolgt auch für die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus durch prüfende Dritte.

Die sogenannte Restart-Prämie, die innerhalb der Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli, August, September 2021 galt, habe »ihren Zweck erfüllt« so die Bundesregierung. Sie laufe deshalb plangemäß im September aus. Der Eigenkapitalzuschuss, zur Substanzstärkung besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen, werde auch über den September hinaus bis Dezember 2021 zur Verfügung stehen.

Als »richtige Entscheidung zu einem späten Zeitpunkt«, bezeichnete Dirk Inger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV) den Beschluss. »Die Politik hätte diese Zusage schon eher treffen können, um der Reisewirtschaft und ihren Beschäftigten mehr Planungssicherheit zu geben.« Die Auswirkungen der Pandemie auf die Reisemöglichkeiten seien weiter deutlich spürbar, insbesondere auf der Fernstrecke seien viele Ziele touristisch noch gar nicht zu bereisen, weshalb dieses Geschäft weiter brach liege. »Sowohl Reisebüros als auch Reiseveranstalter und viele weitere Dienstleister in der Reisebranche benötigen daher auch über das Jahresende hinaus Hilfen der Bundesregierung.

Nach wie vor geltende Einreiseverbote, Quarantäneregelungen für Reisende und weitere Einschränkungen verhindern eine Normalisierung des Geschäfts und damit auch einen normalen und fairen Wettbewerb«, sagte Inger. Die Reisewirtschaft rechne – nach einem Umsatzverlust von über 80 Prozent im gesamten vergangenen Jahr – für das Jahr 2021 mit einem Umsatzrückgang von voraussichtlich mehr als 60 Prozent gegenüber 2019.

Die FAQ zur Überbrückungshilfe III Plus sowie zur Neustarthilfe Plus würden überarbeitet und sollen nach Angabe der Bundesregierung zeitnah veröffentlicht werden.


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