20.07.2021

Von: Peter Gebauer

VERKEHRSVERBUND KOOPERIERT MIT WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT

RMV: Erstes Mieter-Ticket in Marburg

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bietet in einer Kooperation mit mehreren Partnern und einer Wohnungsbaugesellschaft im hessischen Marburg jetzt erstmals ein Mieter-Ticket an.


Die Universitätsstadt Marburg – im Vordergrund die Lahn – hat mit ihrem Vorstoß zu einem Mieter-Ticket bei allen Beteiligten offene Türen eingerannt. Das Angebot gilt zunächst für etwas über 5000 Mieter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. (Foto: pixabay.com)

Die Universitätsstadt Marburg – im Vordergrund die Lahn – hat mit ihrem Vorstoß zu einem Mieter-Ticket bei allen Beteiligten offene Türen eingerannt. Das Angebot gilt zunächst für etwas über 5000 Mieter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. (Foto: pixabay.com)


Dabei bekommen die Mieter der Gesellschaft 15 Prozent Rabatt beim Kauf einer RMV-Jahreskarte. Das Mieter-Ticket gilt nach einer Mitteilung des Verbunds für alle Preisstufen und beinhaltet auch die Mitnahmeregelungen des RMV. Abends ab 19 Uhr, am Wochenende und an Sonn- und Feiertagen können eine erwachsene Person sowie beliebig viele Kinder kostenlos mitfahren. Basis des Preisnachlasses ist der Mitteilung zufolge der RMV-Firmenkundenrabatt: Firmen, die mindestens zehn Monats- oder Jahreskarten beim RMV erwerben, erhalten zehn Prozent Rabatt. Da die Verantwortlichen dem Pilotprojekt einen Anschub geben wollen, gewährt der RMV aus seinem Marketingetat im ersten Jahr zusätzliche fünf Prozent. Die Wohnungsbaugesellschaft, die Gemeinnützige Wohnungsbau GmbH Marburg-Lahn (GeWoBau), finanziert zusätzliche fünf Prozent im zweiten Jahr. Das Angebot soll für die etwas über 5000 Mieter der Gesellschaft zunächst für zwei Jahre gelten, bei entsprechender Nachfrage könnte es verlängert werden.

Weitere Partner des Projekts sind die Stadtwerke und die Stadt Marburg. Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der GeWoBau und Aufsichtsratsmitglied des RMV. Für ihn bringt das Mieter-Ticket nach eigener Aussage »zwei der drängendsten Themen unserer Zeit zusammen: Wohnen und Mobilität«. Das Mieterticket soll vielen Bürgern der Stadt den Zugang zu umweltverträglicher und bezahlbarer Mobilität öffnen und die Vorzüge des ÖPNV »erfahrbar machen.« Gleichzeitig erhöhe es die Attraktivität der städtischen Wohnungsbaugesellschaft als Vermieterin. Die Stadt, so der Oberbürgermeister, habe mit ihrem Vorstoß »bei allen Beteiligten offene Türen eingerannt«. RMV-Geschäftsführer Knut Ringat hofft, dass weitere Wohnungsbaugesellschaften dem Marburger Beispiel folgen. Und für GeWoBau-Geschäftsführer Jürgen Rausch gehe es jetzt darum, »das Mieter-Ticket bekannt zu machen und dafür zu werben, damit es eine Erfolgsgeschichte wird.«


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