SÖP: SCHLICHTER HABEN JAHRESBERICHT 2020 VORGELEGT

Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hat im März 2021 ihren Jahresbericht für das Jahr 2020 vorgelegt. Gegenüber 2019 wuchs der Falleingang an Beschwerden um 58 Prozent auf über 41.000 Schlichtungsfälle.



Nie zuvor wurde so viele Verfahren abgeschlossen wie in 2020, es waren 36.636. Im Jahr 2019 waren noch 26.000 Anträge eingegangen, in 2018 waren es 32.238.

Von den 41.000 Anträgen entfielen 84 Prozent auf Flug, 13 Prozent auf die Bahn sowie jeweils 1 Prozent auf Fernbus, ÖPNV und Reise.

Auf den Bereich Bahn beziehen sich 5504 Schlichtungsanträge. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 70 Prozent. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie stehen etwa 60 Prozent der die Bahn betreffenden Fälle.

Den Fernbus betreffen 368 Schlichtungsanträge, was einem Rückgang von 40 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Die SÖP gibt an, dass rund 20 Prozent der Schlichtungsfälle im Segment Fernbus einen Bezug zur Pandemie haben.

Im Bereich ÖPNV gingen im Jahr 2020 rund 350 Schlichtungsfälle ein. Dies ist ein Rückgang um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 10 Prozent der Fälle haben dabei einen Bezug zur Covid-19-Pandemie.

Im ÖPNV traten Schlichtungsfälle vor allem dann auf, wenn von Seiten der Reisenden Tickets gekündigt wurden. Die Schlichtungsanträge beziehen sich auf nicht erstattungsfähige Tickets und Zeitkarten. Kritisiert wurden dabei unzureichende Kommunikation über Kulanzregelungen und nicht nachvollziehbare Stichtage.

Neue Beschwerdegründe ergaben sich aus der Frage, inwiefern die Covid-19-Pandemie als außergewöhnlicher Umstand zu werten und damit von einer Ausgleichszahlung befreit ist. (Symbolfotos (v.l.) © Pixabay, DB AG / Claus Weber, Pixabay, KVB / Stephan Anemüller)


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