MEISTGELESEN AM 6. APRIL 2021

RHEINBAHN: 38 Busse bei Brand zerstört

Eine Bushalle der Düsseldorfer Rheinbahn auf dem Betriebshof Heerdt ist in der Nacht zum Donnerstag vollständig ausgebrannt. 38 Busse – darunter acht Elektrobusse – wurden dabei zerstört.


Die ausgebrannte Halle auf dem Betriebshof Heerdt (Foto: Rheinbahn)

Die ausgebrannte Halle auf dem Betriebshof Heerdt (Foto: Rheinbahn)


Neben den acht Elektrobussen seien acht Gelenkbusse und 22 Solofahrzeuge zerstört worden sowie die Abstellhalle selbst. Der Schaden wurde am 1. April durch die Rheinbahn auf einen »mittleren zweistelligen Millionenbereich« geschätzt. Gegenüber der Bild-Zeitung sprach Rheinbahn-Sprecher Thomas Kötter später von rund 50 Millionen Euro Schaden. Die Ermittlungen zur Brandursache liefen noch. Die Halle, Baujahr 1992, sei mit einer Brandmeldeanlage ausgerüstet gewesen. Die Rheinbahn verfüge noch über 490 Busse, verteilt auf fünf Betriebshöfe. Erst Ende 2020 / Anfang 2021 hatte die Rheinbahn zehn neue Elektrobusse des spanischen Herstellers Irizar in Dienst gestellt. Mit dieser 8,4 Millionen Euro hohen Investition wollte man die ersten zwei Buslinien elektrifizieren. »Zwei Drittel unserer Elektro-Flotte wurden Opfer der Flammen«, zitiert Bild Thomas Kötter.

Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn, erklärt: »Der Brand und seine Folgen machen uns alle bei der Rheinbahn und mich persönlich sehr betroffen. Die 38 Busse und die Halle sind definitiv ein Opfer der Flammen geworden. Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde. Das haben wir auch dem umsichtigen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen vor Ort und dem Einsatz der Rettungskräfte zu verdanken. Wir haben Solidaritätsbekundungen und Hilfsangebote aus der ganzen Stadt, von vielen benachbarten Verkehrsunternehmen und von der Landesregierung bekommen – das ist ein starkes Zeichen! Ihnen allen möchte ich meinen herzlichsten Dank aussprechen. Ich bin überzeugt: Gemeinsam packen wir das!«

Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, hätten Verkehrsbetriebe, welche wie die Rheinbahn zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gehören, Fahrzeuge angeboten, beispielsweise würden die Stadtwerke Oberhausen (Stoag) acht Busse nach Düsseldorf schicken, um den Betrieb zu sichern. Weiterhin haben beispielsweise auch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (Bogestra) angekündigt, Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Wie Medienberichten zu entnehmen ist, hätten die Feuerwehr gegen 1 Uhr nachts mehrere Notrufe erreicht, die »einen großen Flammenschein und starke Rauchentwicklung« beschrieben, schreibt etwa die Neue Ruhr Zeitung. Die Feuerwehr habe erfolgreich das Übergreifen der Flammen auf die Stadtbahnhalle verhindern können, jedoch hätte die etwa 50 mal 50 Meter große Halle, welche beim Eintreffen der Feuerwehr bereits komplett in Flammen gestanden habe, aufgegeben werden müssen.

Immerhin sollen die Fahrgäste keine Auswirkungen spüren. Die Rheinbahn habe noch in der Nacht die Ein- und Ausfahrt aller Busse und Bahnen, die im Betriebshof Heerdt stationiert sind, umorganisiert. Gegen 4 Uhr hätten alle Fahrzeuge zu ihrem Linieneinsatz starten können. In den frühen Morgenstunden sei es auf wenigen Buslinien zu Verspätungen gekommen, gegen 10 Uhr seien alle Linien wieder normal gefahren. »Durch die Umorganisation, das Heben von Reserven und den Einsatz der Rheinbannerinnen und Rheinbahner werden unsere Fahrgäste daher keine Auswirkungen spüren«, verspricht die Rheinbahn ihren Fahrgästen in ihrem 125. Jubiläumsjahr.


Kategorie: Betrieb, Top-News