LINIENVERKEHR: BUSSE DEKONTAMINIEREN

Dekontamination ist das Entfernen von gefährlichen Verunreinigungen von Personen, Objekten oder ungeschützten Flächen. Um Fahrgäste vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, setzt die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) ein neuartiges System zur Hygieneprävention ein. Zum Einsatz kommt ein Gerät von DIOP.



Dieses Unternehmen hat sich auf innovative Flächenreinigung auch für Krankenhäuser und Kliniken spezialisiert. Auf der Internetseite von DIOP findet man ein breites Spektrum von Anwendungen, so z.B. auf Schiffen, in Alten- und Pflegeheimen und in der Lebensmittelproduktion. Neu ist der Einsatz in Omnibussen.

Wie funktioniert das bei der SVG eingesetzte System? Dazu heißt es in der Beschreibung: »Mittels des DiosolGenerator wird das Desinfektionsmittel Diosol (Wasserstoffperoxid) gleichmäßig im Raum als schwebefähiges Mirco-Aerosol über die Luft vernebelt („Kaltvernebelung“). Durch diesen feinsten Nebel (2-10μm) erreicht das Diosol alle Flächen und die kleinsten Spalten und Zwischenräume – mit einem sofortigen 100%igen Wirkungsgrad. Sog. Virus-Wolken (Tröpfcheninfektionen durch Aerosole) können nur durch dieses dreidimensionale Desinfektionsverfahren inaktiviert werden.!«

Im Gespräch mit dem SVG-Inhaber Sven Paulsen erfuhr der Rote Renner, dass die Linienbusse derzeit alle zwei Tage zusätzlich zur normalen Innenreinigung dekontaminiert werden. Das dauert je Bus ca. 90 Minuten. Bedenken, dass das Wasserstoffperoxid den Innenraum ausbleichen könnte, wollte Sven Paulsen nicht teilen. Ihm seien vor allem die bestätigten Erfahrungen in der klinischen Reinigung von Räumen und Flächen wichtig.

Seit Mitte Juli läuft eine Imagekampagne für die SVG. Es soll das Vertrauen, mit dem Bus zu fahren, gestärkt werden. Es wurden mehrere Motive entwickelt, die alle auch die Desinfektionsvernebelung als Aufhänger nutzen. Neben Plakaten und Anzeigen läuft eine Social-Media-Kampagne und ein Radiospot bei R.SH Sylt. Nachfolgend zwei der Motive. Das Foto zeigt (von links): Werkstattmeister Daniel Thiede, Inhaber Sven Paulsen und Projektleiter Autonome Busse Martin Wopat mit dem Vernebelungsgerät. (Foto/Grafiken: SVG)




Kategorie: Aufmacher, Technik