29.07.2020

Von: Thomas Burgert

MEISTGELESEN AM 30. JULI 2020

BAWÜ: Anträge wohl ab Mitte August möglich

Nachdem Baden-Württemberg das Landesprogramm für die Bustouristik endgültig beschlossen hat, sollen die Mittel in den nächsten Wochen ausgeschüttet werden können.


Geduldsprobe – Landesverkehrsminister Winfried Hermann hatte das Landesprogramm bereits Ende Mai bei einem Bus-Korso in Stuttgart angekündigt. (Foto: Thomas Burgert)

Geduldsprobe – Landesverkehrsminister Winfried Hermann hatte das Landesprogramm bereits Ende Mai bei einem Bus-Korso in Stuttgart angekündigt. (Foto: Thomas Burgert)


Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat das Landesprogramm für die Bustouristik am Dienstag, 28. Juli, endgültig beschlossen. Damit können 40 Millionen Euro in den nächsten Wochen ausgeschüttet werden. Man sei »sehr erleichtert«, sagte Witgar Weber, Geschäftsführer des Verbandes Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO). Baden-Württemberg hatte als bislang einziges Bundesland explizit ein Hilfsprogramm für die Bustouristik beschlossen und bereits Ende Mai angekündigt.

Inzwischen gibt es auch ein Bundesprogramm in Höhe von 170 Millionen Euro für die Branche, was in Baden-Württemberg zu Verzögerungen geführt hatte. Das Land habe abwarten müssen, wie das Bundesprogramm ausgestaltet wird, sei die Begründung der Landesregierung gewesen, warum sich das Programm verzögert, so der WBO. Nach dem Landesprogramm liegt der Förderbetrag pro Bus bei 18.750 Euro, für kleinere Busse weniger. Pro Unternehmen können laut WBO bis zu 20 Fahrzeuge angesetzt werden, die Höchstsumme pro Unternehmen liegt bei 400.000 Euro. Der WBO geht nun davon aus, dass »die Anträge bei der L-Bank ab Mitte August gestellt werden können.«

»Die Geduld unserer Mitglieder wurde auf eine harte Probe gestellt«, sagte Weber weiter. Mit den Hilfen von Bund und Land hätten die Familienunternehmen nun »eine Chance, dieses Jahr zu überstehen, obwohl die Bustouristik unverändert am Boden liegt«, sagte der WBO-Geschäftsführer weiter. Die Unternehmen haben weiterhin hohe Einnahmeausfälle, da es zum einen nach wie vor viele stornierte Busreisen gibt und die Auslastung bei den durchgeführten Reisen bisher gering ist.


Kategorie: Recht & Politik, Bustouristik, Verbände, Top-News