20.05.2020

Von: Peter Gebauer

NRW: JUNGFERNFAHRT ZUR LANDESGARTENSCHAU

Die Nordwestbahn (NWB) hat auf der neuen Strecke der Niederrheinbahn zwischen Moers und Kamp-Lintfort am Samstag, 16. Mai, den Wochenend-Pendelverkehr zur Landesgartenschau aufgenommen. Zur Jungfernfahrt kamen (von links): Der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Peter Ulmer (Regionalleiter Niederrhein/Ruhr der Nordwestbahn), Gabriele Matz (Verkehrsverbund Rhein Ruhr), NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, der Landtagsabgeordnete René Schneider, Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt, Herbert Häner (Niederrheinbahn), und die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.



»Der Pendelbetrieb ist ein schöner Vorgeschmack auf die Reaktivierung der Schienenstrecke. Kamp-Lintfort ist die drittgrößte deutsche Stadt ohne eigenen Schienenanschluss. Das werden wir so schnell wie möglich ändern. Deshalb engagiert sich das Land finanziell auch beim Neubau eines neuen Stellwerks zusätzlich zu den eigentlichen Kosten der Reaktivierung mit 12,33 Millionen Euro, um die Reaktivierung neun Jahre früher zu ermöglichen. Wir verbessern damit die SPNV-Verbindungen am linken Niederrhein und leisten einen Beitrag für saubere Mobilität. Nur dort, wo Züge fahren, können die Menschen auch umsteigen auf die Bahn«, sagte Verkehrsminister Wüst.

In nur knapp sechs Wochen Bauzeit wurde die über sieben Kilometer lange Strecke zwischen Moers Rheinkamp und Kamp-Lintfort komplett saniert und an der Kattenstraße in Kamp-Lintfort ein neuer Bahnsteig gebaut. »Stellenweise war es knapp, aber wir haben immer daran geglaubt, dass es klappt«, berichtet der Geschäftsführer der Niederrheinbahn, Herbert Häner.

Alle Beteiligten betonen, dass sie genauso konstruktiv und zielstrebig weitermachen wollen, um möglichst bald auch an Werktagen einen Zugverkehr im Regelbetrieb der Nordwestbahn-Linie RE44 zwischen Bottrop und Kamp-Lintfort zu realisieren. Bereits vor einigen Wochen haben Minister Wüst und der Verkehrsverbund Rhein Ruhr hierzu die Grundlagen geschaffen. So finanziert das Land einen Stellwerksumbau, welcher für den Regelbetrieb erforderlich ist. Der Verkehrsverbund fördert die Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel die Streckensanierung, den Streckenneubau auf dem ehemaligen Bergwerksgelände und den Gleisbogen in Rheinkamp. Zuzüglich der Mittel der Niederrheinbahn kommt hier ein deutlich zweistelliger Millionenbetrag zusammen. »Gut investiertes Geld«, so Bürgermeister Landscheidt. Der Zug käme nicht nur Pendlern, sondern auch den Studenten der Hochschule Rhein-Waal zugute. (Foto: Kamp-Lintfort)


Kategorie: Aufmacher, Bahn