20.05.2020

Von: Thomas Burgert

Ein Pfund zum Wuchern

Noch nicht einmal mehr »Kinderkrankheiten«, die es bei einer neuen Technologie immer geben kann, habe man bei den Elektrobussen verzeichnet, die seit 100 Tagen auf Freiburgs Straßen im Einsatz sind, zeigten sich die Verantwortlichen der VAG rundum mit den bisher gemachten Erfahrungen zufrieden. Die Ausschreibung für weitere E-Busse steht daher bereits an.



Es zeigt, dass es immer weniger angebracht ist, bei E-Bussen überhaupt noch von einer neuen oder alternativen Technik zu reden, deren Einführung im ÖPNV zunehmend zur Normalität wird. Elektrobusse werden in den kommenden Jahren im städtischen Nahverkehr zur Gewohnheit werden, während gleichzeitig auch der Wasserstoff als Antriebsart zunehmend in den Fokus rückt. Beide Technologien schließen sich nicht aus und es kann durchaus sein, dass sie, sich gegenseitig ergänzend, künftig Verwendung finden.

Im Zuge der Klimaschutzpolitik, die nun wieder mehr Aufmerksamkeit gewinnt und in den Vordergrund rücken wird – Klimawandel und Erderwärmung haben sich ja nicht erledigt – werden solche Technologien eine bedeutende Rolle spielen, was auch wichtig ist, wenn jetzt über staatliche Rettungs- und Konjunkturpakete debattiert und gestritten wird. Hilfen, vor allem aber Investitionen sollten in Bereiche und Branchen fließen, die eine Zukunft haben und die bestehende Probleme lösen, der öffentliche Verkehr als umweltfreundliche Mobilitätsvariante tat dies schon immer und wird es auch künftig tun, mit soliden Unternehmen und wie schon immer mit einer Technik, die auf der Höhe der Zeit ist. Bei Forderungen nach staatlichen Hilfen, ist das ein Pfund, mit dem man wuchern kann.

Thomas Burgert


Kategorie: Editorial