23.03.2020

Von: Thomas Burgert

VERBOT TOURISTISCHER BUSREISEN

BAWÜ: Der Verbotszeitraum wird verkürzt

Für Betriebe aus Baden-Württemberg sind nun touristische Busfahrten vorerst ab 20. April wieder zulässig, nachdem das Verbot zuerst bis Mitte Juni galt.


WBO-Geschäftsführer Witgar Weber (Foto: WBO)

WBO-Geschäftsführer Witgar Weber (Foto: WBO)


Busreisen sind nun auch für Unternehmen aus Baden-Württemberg vorerst nur bis 19. April 2020 verboten, wie der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) mitteilte. Ursprünglich hatte die Landesregierung Busfahrten für touristische Zwecke bis Mitte Juni untersagt, was zu einer Welle von Absagen geführt hatte.

Für den WBO »läuteten die Alarmglocken«, erklärte der Verband. »Für alle andere gewerblichen Tätigkeiten galt der Endzeitpunkt 19. April«, sagte WBO-Geschäftsführer Witgar Weber, »lediglich Busreisen wurden bis 15. Juni 2020 untersagt«. Der Verband hat sich in den vergangenen Tagen mit Nachdruck an die politischen Entscheidungsträger gewandt und auf die Tragweite dieses Verbots hingewiesen. »Weil es sich um ein gesetzliches Verbot handelt, durften die Unternehmen keine Stornorechnung schreiben, auch wenn die Reise vom Auftraggeber abgesagt wurde.« Für die Bustouristik, die wegen zahlreicher Stornierungen und ausbleibender Neubuchungen ohnehin schon am Boden liegt, sei dies ein Desaster.

Durch die Intervention hat der WBO nun erreicht, dass in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, der »Betrieb von Reisebussen im touristischen Verkehr« wie alle anderen nicht systemkritischen Dienstleistungen vorerst bis 19. April 2020 untersagt ist. »Dies ist für die vielen kleinen Familienunternehmen ein wichtiger Schritt und wir sind dafür dankbar«, sagte Weber und fügte hinzu: »Wie die Lage in vier Wochen ist, bleibt natürlich abzuwarten, aber ein kleiner Lichtblick ist zu sehen.«


Kategorie: Bustouristik, Verbände, Top-News