05.03.2020

Von: Thomas Burgert

VIERTE VERHANDLUNGSRUNDE

OVN/VERDI: Neuer Termin steht fest

Im weiter andauernden Tarifkonflikt in Schleswig-Holstein haben sich der OVN und Verdi auf einen neuen Verhandlungstermin geeinigt.


Am 10. März wollen der OVN und Verdi ihre Verhandlungen fortsetzen.

Am 10. März wollen der OVN und Verdi ihre Verhandlungen fortsetzen.


Bei den Lohntarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Omnibusverband Nord (OVN) auf den vom OVN vorgeschlagenen neuen Verhandlungstermin am 10. März geeinigt. »Wir müssen leider akzeptieren, dass Verdi nun zunächst fünf Tage am Stück unsere Unternehmen bestreiken lässt, bevor wir die Verhandlungen in der dann vierten Verhandlungsrunde endlich fortsetzen können«, sagte OVN-Geschäftsführer Joachim Schack zu dem neuen Termin.

Schack bezeichnete Streiks als »völlig ungeeignet, eine Einigung herbeizuführen oder auch nur zu beschleunigen. Wir bedauern sehr, dass unter diesen sinnlosen Streiks insbesondere die vielen Schülerinnen und Schüler sowie übrigen Fahrgäste leiden müssen, die sich schließlich auf die alltägliche Zuverlässigkeit ihres Schul-, beziehungsweise Linienbusses verlassen können sollen und nun massiv vor den Kopf gestoßen werden«, sagte Schack weiter.  

Die Tatsache, dass Verdi sich nicht in der Lage sehe, an vorgeschlagenen Verhandlungsterminen auf Streiks zu verzichten, beziehungsweise diese auszusetzen, bezeichnete Schack als »nur schwer nachvollziehbar«. Man müsse verstehen, dass sich »die Busunternehmer an Streiktagen in erster Linie und im Interesse der Fahrgäste um ihr Unternehmen kümmern müssen und dieses nicht im Stich lassen können, zum Teil den Schulbus kurzfristig sogar selbst steuern«.

Das vorliegende OVN-Angebot sieht eine Lohnerhöhung von insgesamt 200 Euro in vier Stufen von jeweils 50 Euro bei einer Laufzeit von 30 Monaten vor. Dieses Angebot führte zu einem monatlichen Grundlohn von mehr als 2800 Euro im Linienverkehr, womit das Fahrpersonal bundesweit auch weiterhin den zweithöchsten Lohn nach Baden-Württemberg verdienen würde. Schon für dieses Angebot fehle den betroffenen Busunternehmen die Refinanzierbarkeit.


Kategorie: Verbände