ABSAGE DES VERHANDLUNGSTERMINS ERWOGEN

OVN: Vier Tage Warnstreik »unanständig und stillos«

Der Omnibusverband Nord (OVN) hat den zwischen Dienstag, 25. Februar, und Freitag, 28. Februar, angekündigten viertägigen Warnstreik scharf verurteilt und erwäge, den für Freitag anberaumten Verhandlungstermin abzusagen.


OVN-Geschäftsführer Dr. Joachim Schack (Foto: OVN)

OVN-Geschäftsführer Dr. Joachim Schack (Foto: OVN)


ONV-Geschäftsführer Joachim Schack sagte: »Die Verhandlungen mit der Begründung abzubrechen, eine Mitgliederbefragung durchführen zu wollen, dann aber gleichzeitig schon Streiks anzukündigen, finde ich unanständig und stillos«, zitieren die Lübecker Nachrichten (LN). Für Schack habe ein viertägiger Streik auch nichts mehr mit einem Warnstreik zu tun. Sollte Verdi an seinem Streik festhalten, werde man am Freitag nicht für Verhandlungen zur Verfügung stehen, kündigte Schack an. Es könne nämlich nicht sein, dass man bestreikt werde, während man einen Kompromiss finden wolle. Verdi müsse von den »Maximalforderungen herunterkommen« forderte Schack.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt bei 30 Monaten Laufzeit 200 Euro mehr angeboten, in vier Stufen zu je 50 Euro. Das würde für einen Busfahrer im Linienverkehr einen Grundlohn von 2800 Euro brutto ausmachen. Verdi fordert hingegen zwei Euro mehr Stundenlohn bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Man könne kein Geld zahlen, das man nicht habe, und die Fahrpreise zu erhöhen, sei eine politische Entscheidung und obliege nicht den Busunternehmen, sagte Schack den LN.


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