GELDHAUSER: NEUN SETRA-BUSSE FÜR NEUEN AUFTRAG

Martin Geldhauser, Geschäftsführer der Martin Geldhauser Linien- und Reiseverkehrsgesellschaft aus Hofolding, hat gemeinsam mit seiner Frau Christa (beide im Bild) im Neu-Ulmer Setra-Kundencenter neun neue Busse des Typs S 415 LE Business abgeholt. Die Fahrzeuge kommen bei einem neu gewonnenen Linienbündel im Süden Münchens im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zum Einsatz.



Für diesen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 übernommenen Auftrag mit den MVV-Linien 222, 224, 270 und 229 hat das Unternehmen neben den neun Setra-Bussen auch 13 neue Citaro bestellt, welche noch nicht komplett ausgeliefert seien. Da man zum Fahrplanwechsel neben diesem Auftrag auch Ruftaxilinien übernommen habe, seien 80 neue Fahrer eingestellt worden, sagte Martin Geldhauser dem Roten Renner. Da der Fahrer- und Wohnungsmarkt im Münchner Raum angespannt sei, habe man dabei hauptsächlich Fahrer aus dem Ausland akquirieren müssen, und zwar aus Serbien, Rumänien und Ungarn. Geldhauser stelle über 50 Zimmer für neue Fahrer zur Verfügung. Dabei sei es das Ziel, dass die Fahrer in einer eigenen Wohnung sesshaft werden und die Familie nachholen, sodass die Zimmer als Sprungbrett zu verstehen seien. Allerdings würden diese Wohnungen von manchen ausländischen Pendlern auch für länger genutzt. Insgesamt habe die Unternehmensgruppe Geldhauser mit Linien- und Reiseverkehr inzwischen rund 740 Mitarbeiter, die Zahl der Busse liege bei 540, davon 170 Groß- und 370 Kleinbusse. Insgesamt fahre Geldhauser jährlich ziemlich genau 25 Millionen Kilometer.

Gefragt nach alternativen Antrieben, sagte uns Martin Geldhauser, dass man an die Wasserstoff-Technologie glaube, da man als Anbieter im Regionalbusverkehr mit einem großen Fuhrpark keine Möglichkeiten des Ladens einer Elektrobusflotte sehe. Darüber hinaus seien die Reichweiten und Tankzeiten bei Brennstoffzellenbussen viel geeigneter. Deswegen sei man Mitglied im »HyPerformer«-Konsortium. Bei einem Wettbewerb des Bundes konnte sich mit einem Zuschlag im Dezember die Region Landshut mit den Landkreisen München und Ebersberg als einer von drei Hy-Performern neben den Metropolregionen »Nordwest« (Bremen, Bremerhaven, Oldenburg und Umgebung) sowie »Rhein-Neckar« rund um Mannheim und Heidelberg erfolgreich um Fördermittel zur Integration von Wasserstoff in den Verkehrssektor bewerben. Wie Geldhauser verriet, werde man sich perspektivisch ebenfalls eine Wasserstoff-Tankstelle auf den gerade neu im Bau befindlichen Betriebshof stellen. Wann das sein werde, könne er noch nicht sagen. (Foto: Daimler Trucks & Buses Communications)


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