12.01.2020

Von: Peter Gebauer

VERBAND KÖRPERBEHINDERTER ÜBERPRÜFT FERNLINIENBUSSE

BSK: Scouts in Fernbussen

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) hat aktuell Mobilitätsscouts im Einsatz, die Fernlinienbusse auf ihre Barrierefreiheit überprüfen.


Sind nach dem Jahreswechsel alle Fernlinienbusse so barrierefrei, wie das Gesetz das fordert? Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter hat aktuell Mobilitätsscouts im Einsatz, um das zu überprüfen. (Symbolfoto: Peter Gebauer)

Sind nach dem Jahreswechsel alle Fernlinienbusse so barrierefrei, wie das Gesetz das fordert? Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter hat aktuell Mobilitätsscouts im Einsatz, um das zu überprüfen. (Symbolfoto: Peter Gebauer)


Das teilt der Verband in einer Veröffentlichung mit. Denn seit dem 1. Januar dieses Jahres müssen alle Fernlinienbusse mindestens zwei Rollstuhlplätze aufweisen. Und das überprüfen die Scouts des BSK auch bei Testfahrten. »Wir sind gespannt, ob die Fernlinienbusse ab 2020 wirklich alle barrierefrei sind«, sagt Julia Walter, Mitarbeiterin der Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse beim BSK.

Erste Rückmeldungen auf Buchungsanfragen der BSK-Meldestelle bei zwei von sechs deutschen Fernlinienbusanbietern dämpfen die Erwartungen an Barrierefreiheit: »Unsere Bemühungen, für Rollstuhlfahrer eine Fahrt zu buchen, scheiterten bereits bei der Buchung. Barrierefreie Busse sind entweder gar nicht vorhanden oder werden nur auf bestimmten Strecken eingesetzt«, sagt Walter.

Gesetzlicher Hintergrund:

Der Fernlinienbusmarkt ist im Jahr 2013 gestartet. Seitdem stellt der Fernlinienbus eine günstige Alternative zu anderen Verkehrsmitteln dar. Eine Personengruppe wurde nach Auffassung des BSK dabei jedoch zunächst vernachlässigt. »Für Menschen mit Behinderung war es zu Beginn nicht möglich, den Fernlinienbus als Verkehrsmittel zu nutzen«, schreibt der Verband dazu in einer Mitteilung. Der BSK habe sich daher diesem Thema angenommen, um das Verkehrsmittel Fernlinienbus auch für Menschen mit Behinderung nutzbar zu machen. Seit dem 1. Januar 2016 ist die erste Stufe der Barrierefreiheit auf den Fernlinienbussen gestartet. Neu angeschaffte Fernlinienbusse müssen nach § 42b (in Verbindung mit § 62 Abs. 3) des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) mit zwei Rollstuhlplätzen ausgestattet sein. Seit dem 1. Januar dieses Jahres hat nun die zweite Stufe der Barrierefreiheit auf den Fernlinienbussen begonnen, was bedeutet,  dass nun alle Fernlinienbusse mit zwei Rollstuhlplätzen ausgestattet sein müssen.


Kategorie: Fernbus, Top-News