MODERNE MOBILITÄT AUCH AUSSERHALB DES STADTZENTRUMS

UBER: On-Demand im ländlichen Raum

Uber startete zusammen mit der Gemeinde Kirchheim bei München sein erstes Pilotprojekt für den ländlichen Raum.


Erster Bürgermeister Maximilian Böltl (links) und Christoph Weigler, General Manager von Uber Deutschland (rechts) (Foto: Uber)

Erster Bürgermeister Maximilian Böltl (links) und Christoph Weigler, General Manager von Uber Deutschland (rechts) (Foto: Uber)


Im mindestens drei Monate dauernden Projektzeitraum bietet Uber Verbindungen zum Festpreis an. Innerhalb Kirchheims und Heimstettens kostet die Fahrt immer fünf Euro. Eingeschlossen sind dabei auch Fahrten nach und von Aschheim, Feldkirchen, Poing und Pliening. Zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens, eine Zeit, in welcher der ÖPNV keine oder nur wenige Verbindungen bietet, geht es aus der oder in die Münchner Innenstadt für pauschal 15 Euro.

Erster Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) sagte: »Wir freuen uns sehr darüber, dass Uber unseren Bürgern eine zusätzliche, bezahlbare und flexible Mobilitätsoption anbietet. Unsere Gemeinde ist offen für Innovationen und wir wollen einen echten Beitrag zur Erkundung moderner Verkehrsarten liefern. Das ergänzt unseren ÖPNV und ein Großteil der Flotte ist auch bereits elektrifiziert.«

Christoph Weigler, General Manager von Uber Deutschland, verwies auf den »absoluten Modell-Charakter« des Projekts für Uber. »Die Zukunft der modernen Mobilität muss auch außerhalb der Stadtzentren gedacht werden. Gerade im Umland der Metropolen oder in ländlichen Gebieten gibt es für die Menschen kaum Alternativen zum eigenen Auto«, sagte Weigler.

Auch wenn Uber sich als sinnvolle Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum ÖPNV sieht, kritisiert Frank Kuhle vom Taxi- und Mietwagenverband ein Preisdumping, welches seiner Meinung nach durchaus Fahrgäste aus der S-Bahn abziehen könnte, zitiert die Abendzeitung München (AZ). Eine starke Taxi-Konkurrenz entstünde allemal, da eine Taxifahrt zwischen Kirchheim und München laut Böltl regulär 40 bis 50 Euro kosten würde, schreibt die AZ. Die Gemeinde Kirchheim zahle nichts fürs Pilotprojekt, Uber subventioniere das günstige Angebot. Bei Annahmen durch die Fahrgäste erwäge man die »Beteiligung privater Investoren«, um das Angebot günstig zu halten.


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