12.07.2019

Von: Thomas Burgert

ESSLINGEN NACH REXER-INSOLVENZ

VERDI: Stadt soll Busverkehr übernehmen

Nach der Insolvenz von Rexer fordert Verdi die Stadt Esslingen auf, den ÖPNV zu hundert Prozent selbst zu betreiben.


Geht es nach Verdi, soll die Stadt Esslingen den Busverkehr zu 100 Prozent selbst betreiben.

Geht es nach Verdi, soll die Stadt Esslingen den Busverkehr zu 100 Prozent selbst betreiben.


Aufgrund der Insolvenz des Busunternehmens Rexer, das im baden-württembergischen Esslingen einen Teil des Buslinienverkehrs betreibt, hat die Gewerkschaft Verdi die Stadt aufgefordert, den Nahverkehr nun zu hundert Prozent in kommunaler Hand über den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) zu betreiben.

Die Vergabe an die Firma Rexer beweise einmal mehr, dass »der billigste Anbieter nicht der beste« sei, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Andreas Schackert. Nach Aussage von Verdi sei, bis heute nicht klar, ob »Rexer Mitbewerber bei der Vergabe nur deshalb unterbieten konnte, weil nicht alle verbindlichen Tarifverträge für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg für die Fahrerinnen und Fahrer angewendet wurden«. Diese Anwendung ist aufgrund des Tariftreuegesetzes zwingend. Betroffen von der Insolvenz sind bei Rexer über 300 Beschäftigte in ganz Baden-Württemberg (Der Rote Renner berichtete).

Durch die Insolvenz sei in Esslingen die Chance für einen Neuanfang da, sagte Verdi-Vertreter Schackert. Esslingen könne die Fahrer bei der SVE übernehmen und mit ihnen »einen umweltfreundlichen und guten öffentlichen Nahverkehr auf allen städtischen Linien anbieten«.


Kategorie: Betrieb