BESTECHUNG BEIM BUSEINKAUF

THÜRINGEN: Urteile im Bestechungsprozess

Das Landgericht Mühlhausen hat am Mittwoch, 10. Juli, im Thüringer Bestechungsprozess Bewährungsstrafen zwischen 14 Monaten und zwei Jahren verhängt.


Symbolfoto: wirat – Fotolia.com

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Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, wurden die geständigen ehemaligen Geschäftsführer der RVG Gera/Greiz und PVG Weimarer Land, Andreas R. und Jonas H., zu jeweils einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt.

Roland N. wurde als Drahtzieher zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Er habe die Geschäfte eingefädelt, bei denen überteuerte Rechnungen bezahlt worden seien und im Gegenzug die Geschäftsführer Geld erhalten hätten (der Rote Renner hatte berichtet). Mehmet G., ein Mitarbeiter des türkischen Busherstellers Temsa, erhielt 14 Monate auf Bewährung. Ein Verfahren gegen G.`s Bruder wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt. Anklage und Verteidigung hätten sich abgesprochen. Aufgrund der Geständnisse und finanziellen Wiedergutmachungen an die Gesellschaften – Andreas R. habe 150.000 Euro und damit mehr, als er erlangt habe, gezahlt – seien Bewährungsstrafen möglich gewesen.

Wie wir bereits berichtet hatten, sprach die Anklageschrift von einem entstandenen Schaden von mindestens einer halben Million Euro für die Verkehrsgesellschaften in den Jahren 2010 bis 2014.


Kategorie: Recht & Politik