VERSCHIEBUNG WEGEN FAHRERMANGEL

OSNABRÜCK: Neues Busnetz startet später

Das Osnabrücker Bus-Angebot soll um zehn Prozent ausgebaut werden. Da die dafür benötigten Fahrer fehlen, muss der für Oktober 2019 geplante Start um vier Monate verschoben werden.


Stadtwerke-Verkehrsbetriebsleiter André Kränzke (links) und Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Stephan Rolfes (rechts), hier anlässlich von Emissionsmessungen 2016. (Foto: Stadtwerke Osnabrück)

Stadtwerke-Verkehrsbetriebsleiter André Kränzke (links) und Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Stephan Rolfes (rechts), hier anlässlich von Emissionsmessungen 2016. (Foto: Stadtwerke Osnabrück)


In einer Mitteilung vom 31. Mai begründen die Stadtwerke die Verschiebung auf Februar 2020 damit, dass »trotz intensiver Bemühungen« die Stadtwerke nur »schwerlich die zusätzlich benötigten Fahrer« finden würden. Die benötigten 20 zusätzlichen Fahrer könnten nicht zum vorgesehenen Startzeitpunkt eingestellt werden. Durch Taktverdichtungen und die Einführung einer neuen Ringlinie, welche um weite Teile der Innenstadt herumführen und dabei mehrere Stadtteile direkt miteinander verbinden soll, sollen 750.000 Kilometer jährlich zusätzlich angeboten werden.

Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Stephan Rolfes sagte: »Wir sind draußen derzeit sehr aktiv und sichtbar bei der Suche nach neuen Mitarbeitern und sind zuversichtlich, bis zur Inbetriebnahme des neuen Busliniennetzes im Februar das benötigte Fahrpersonal an Bord zu haben.« Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet davon, dass auch bei den Verkehrsunternehmen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) rund 15 Fahrer fehlen würden und die Stadtwerke zusätzlich Ersatz für 15 altersbedingt ausscheidende Fahrer finden müssten.

Ein weiterer Grund für die Verschiebung sei, dass die Abstimmung zu den neuen Haltestellenstandorten länger gedauert hätte als erwartet. Der neue Termin im Februar 2020 sei aber unumstößlich, schreibt die NOZ.

Verkehrsbetriebsleiter André Kränzke sagte der NOZ, dass der Stundenlohn für Einsteiger bei 15 Euro liege und mit den Dienstjahren weiter steige. Die Stadtwerke würde auch die Führerscheinkosten übernehmen. Nach seiner Ansicht könne man in dieser Branche nicht mehr verdienen. Zwar habe man mehrere hundert Bewerbungen erhalten, von denen jedoch bereits nach dem ersten Aussieben nicht viele übrig seien.


Kategorie: Betrieb, Top-News