Renaissance des Veloziped

Weitestgehend wenig beachtet von der Öffentlichkeit fand diese Woche Montag und Dienstag in Dresden der inzwischen sechste Nationale Radverkehrskongress statt. Das gute alte Veloziped erlebt wegen Luftreinhalte-Diskussionen eine Renaissance. Dass unter den Preisträgern des Deutschen Fahrradpreises auch Projekte sind, in denen Fahrrad und ÖPNV verbunden sind, zeigt die Wichtigkeit der Kooperation beider Verkehrsträger.



Verkehrsbetriebe haben das Rad als Ergänzung ihres Mobilitätsangebots schon längst erkannt und weiten das Angebot fortlaufend aus, nicht nur durch immer mehr Räder, sondern auch auf außerstädtische Gebiete oder besondere Gebrauchssituationen – wie neuerdings das MVG Lastenrad.

Mit der Marke »Jump« startet nun auch der Fahrdienstvermittler Uber ins Leihradgeschäft, mit zunächst 1000 E-Bikes in Berlin. Dabei integriert Uber den Radverleih in seine Mobilitäts-App, neben Mietwagen- und Taxi-Angebot, um das richtige Mobilitätsangebot für jeden Anlass mit einem »Fingertipp« zu bieten. Nach eigenen Angaben sieht Uber seine Räder als Pkw-Ersatz und ÖPNV-Ergänzung. Bleibt zu hoffen, dass Uber – und auch andere Anbieter – ihre Räder nach dem Ergänzungsgedanken und nicht nur nach Profitstreben aufstellen.

Sebastian Glinski


Kategorie: Editorial