VERKEHRSMINISTER WISSING EMPFÄNGT VERBÄNDE

RLP: Austausch zum Fahrermangel

Vertreter des Verbandes des Verkehrsgewerbes Rheinland (VDV Rheinland) und des Verbandes des Verkehrsgewerbes Rheinhessen-Pfalz (VVRP) haben am Dienstag, 16. April, mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Volker Wissing über den Fahrermangel diskutiert.


Freuen sich über den »offenen und ehrlichen Dialog« (von links): Heiko Nagel (GF VVRP), Uwe Bischoff (Vorstand VDV Rheinland), Bernhard Dürk (stellv. Vorsitzender VVRP), Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und Guido Borning (GF VDV Rheinland) (Foto: VDV Rheinland)

Freuen sich über den »offenen und ehrlichen Dialog« (von links): Heiko Nagel (GF VVRP), Uwe Bischoff (Vorstand VDV Rheinland), Bernhard Dürk (stellv. Vorsitzender VVRP), Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und Guido Borning (GF VDV Rheinland) (Foto: VDV Rheinland)


Allerorten werde angesichts drohender Fahrverbote von »ÖPNV-Offensiven« gesprochen, allerdings fehlten »schlechterdings die Fahrer«, berichten die Verbände des Personen- und Güterverkehrs in Rheinland-Pfalz von ihrem Treffen mit Verkehrsminister Volker Wissing im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium. Die Verbände wünschen sich Unterstützung seitens der Politik bei der Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Fahrergewinnung. Das Problem sei auch dem Land nicht fremd und man suche dort ebenfalls intensiv nach Lösungskonzepten. Deswegen sei »der intensive Austausch mit der Verkehrswirtschaft dabei unerlässlich«, sagte der Minister.

Zunächst seien sich sowohl die Verbandsvertreter als auch der Verkehrsminister einige gewesen, dass man Fahrern aus Drittstaaten, beispielsweise aus Serbien, den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern müsse. Die Gesprächspartner hätten sich für eine Öffnung der Prüfungen zur sogenannten beschleunigten Grundqualifikation und zur Grundqualifikation für andere Sprachen ausgesprochen.

Weiterhin habe der Verkehrsminister Unterstützung bei der Anerkennung des Kraftfahrerberufs als Mangelberuf zugesagt und dabei, dass die Förderpraktiken für die Verkehrsbranche bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern ausgebaut und zielgerichteter ausgestaltet werden.

Es freue die Verbandsvertreter, dass der Verkehrsminister erwäge, die Themen Führerscheinrecht und Führerscheinkosten auf die Agenda der nächsten Verkehrsministerkonferenz im kommenden Herbst zu setzen. »Es kann nicht sein, dass der Zugang zum Beruf des Kraftfahrers in den letzten Jahren zunehmend erschwert wurde, indem ein sehr restriktives Führerscheinrecht aufgebaut wurde und sich die Kosten für den Lkw- und Bus-Führerscheinerwerb mit aktuell mindestens 8000 Euro in einen Bereich entwickelt haben, der mehr als das Doppelte dessen beträgt, was beispielsweise ein Führerschein in Österreich kostet, und wir andererseits allerorts händeringend Fahrpersonal benötigen, suchen und nicht finden«, so die Geschäftsführer der beiden Verbände, Heiko Nagel und Guido Borning.

Die Verbandsvertreter würden in den kommenden Wochen Vorschläge und eine Themenliste auf Grundlage des Gesprächs erarbeiten und dem Minister ein Maßnahmenpaket vorschlagen. Die Gespräche sollen künftig fortgesetzt werden.


Kategorie: Verbände, Top-News