UBER SIEHT SICH ALS ERGÄNZUNG ZUM ÖPNV

UBER: »Hartnäckigste Vorurteile ausräumen«

Anlässlich der bundesweiten Taxiproteste vom vergangenen Mittwoch hat Uber in einer Presseerklärung sein Geschäftsmodell verteidigt.


Eine Frau wartet auf »ihr Uber«. (Symbolfoto: isfendiyar / Fotolia.com)

Eine Frau wartet auf »ihr Uber«. (Symbolfoto: isfendiyar / Fotolia.com)


Laut Uber würden »Fehlinformationen zu unserem Geschäftsmodell das Verständnis für unsere Services und unsere Ziele erschweren«. Uber arbeite »ausschließlich mit professionellen Fahrern zusammen, die für staatlich geprüfte Mietwagenunternehmen arbeiten« und über einen Personenbeförderungsschein verfügen.

Der Preis liege über dem des ÖPNV und in der Regel unter Taxi-Niveau, weil die Uber-Software für eine bessere Auslastung der Fahrzeuge sorge. Die Anzeige des Fahrpreises vor Fahrtantritt sorge für eine volle Preistransparenz und -sicherheit für den Fahrgast. Würde das noch nicht zulässige Pooling, das heißt die gemeinsame Fahrt von mehreren Fahrgästen mit ähnlicher Route, zugelassen, könnte die Auslastung weiter erhöht werden und der Verkehr verringert. Als Beförderer auf der ersten/letzten Meile zum und vom Nahverkehrshalt sieht sich Uber als Ergänzung zum ÖPNV und mache ihn in Randzeiten und Randbezirken attraktiver. Auch Taxi-Partner würden profitieren: In Berlin arbeite man seit vier Jahren mit rund 1500 Taxis zusammen, die in schwachen Zeiten ihre Dienste über die Uber-App anbieten würden.

Die Anwendung eines dynamischen Preismechanismus für höhere Tarife bei besonders hoher Nachfrage wie an Silvester sorge dafür, dass zu solchen Zeiten mehr Fahrzeuge im Einsatz seien als bei normaler Nachfrage, da mehr Fahrer einen Anreiz hätten, ihre Dienste anzubieten. Dafür würden sie an speziellen Tagen auch mehr verdienen, als Ausgleich fürs Fernbleiben von der Familie. Der Preismechanismus würde bei unvorhersehbar hoher Nachfrage bei Naturkatastrophen oder Anschlägen »umgehend außer Kraft gesetzt«, versichert Uber. Es sei richtig, dass für Mietwagen-Partner von Uber keine Bereitstellungs- und Beförderungspflicht gelte wie für Taxis, allerdings seien auch Taxis nicht zur 24/7-Bedienung verpflichtet.

Die Fahrten seien in gleichem Maße versichert wie auch Taxifahrten. Im Gegensatz zu Taxifahrern müssten die Uber-Fahrer keine Ortskenntnisprüfung ablegen, deren Erfordernis jedoch in Zeiten von Navigationsgeräten infrage gestellt werden könne. Uber vermittle an Mietwagen- oder Taxi-Partner und ein paar wenige Mietwagen-Fahrer, die als selbständige, lizenzierte Einzelunternehmer unterwegs sind und durch Uber gegen Unfälle und Krankheitsausfälle versichert seien.


Kategorie: Marketing/Vertrieb