05.03.2019

Von: Peter Gebauer

VIER WOCHEN NACH BETREIBERWECHSEL POSITIVES FAZIT

DEINBUS/VBN: Viabus-Nachfolge bislang positiv

Vor vier Wochen hat die Bietergemeinschaft aus Deinbus und den Verkehrsbetrieben Nagoldtal (VBN/Rexer) mit ihrem Kooperationspartner Heuser die Nachfolge von Viabus im Main-Kinzig-Kreis angetreten. Ein erstes Fazit der Verantwortlichen fällt jetzt sehr positiv aus.


Nach vier Wochen sehr zufrieden mit Betreiberwechsel. V.l.n.r.: Winfried Ottmann,  Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises, Walter Schützenhofer, Geschäftsführer der Deinbus Verkehrs-GmbH, Uwe Bahr, Geschäftsführer der Heuser Omnibusunternehmen GmbH & Co. KG und Anja Preus, Prokuristin der KVG, vor einem der neuen Capacity. (Foto: Main-Kinzig-Kreis / Christian Di Giandomenico)

Nach vier Wochen sehr zufrieden mit Betreiberwechsel. V.l.n.r.: Winfried Ottmann, Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises, Walter Schützenhofer, Geschäftsführer der Deinbus Verkehrs-GmbH, Uwe Bahr, Geschäftsführer der Heuser Omnibusunternehmen GmbH & Co. KG und Anja Preus, Prokuristin der KVG, vor einem der neuen Capacity. (Foto: Main-Kinzig-Kreis / Christian Di Giandomenico)


Wie berichtet, hatte sich Viabus nach einem einjährigen Vergabestreit vor der Vergabekammer aus dem Bereich Nidderau und Langenselbold/Gelnhausen zurückgezogen. »Der Betriebsstart verlief trotz der sehr kurzen Vorlaufzeit von nur wenigen Wochen reibungs- und geräuschlos«, fasst Winfried Ottmann Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises, zusammen. »Wir sind sehr zufrieden mit der erbrachten Qualität und dem Management der Busunternehmen«, so der Kreis-Verkehrsdezernent.

Wie die Kreisverwaltung jetzt dazu mitteilt, wurden Verspätungen, Ausfälle und chaotische Zustände im Busverkehr bis zum Betreiberwechsel am 3. Februar dieses Jahres von den Fahrgästen beim Beschwerdemanagement der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG) reklamiert. Die Kreisverkehrsgesellschaft nutzte sämtliche rechtlichen Möglichkeiten und zog unzählige Vertragsstrafen. Nach dem Betreiberwechsel ist es erstmals ruhig geworden. »Endlich erhalten unsere Fahrgäste die gewohnte und gute Qualität, die wir ihnen bereitstellen wollen«, freut sich Ottmann. »Insbesondere die sauberen Fahrzeuge und die Ergebnisse des intensiven Fahrertrainings zu Tarif- und Beförderungsbestimmungen werden von den Fahrgästen sehr positiv aufgenommen.«

»Es war ein gewaltiger Kraftakt seitens der Bietergemeinschaft Deinbus/VBN und dem Kooperationspartner der Firma Heuser notwendig, um dieses gute Ergebnis gleich zu Beginn des Betriebsstarts erzielen zu können«, resümieren Walter Schützenhofer, Geschäftsführer Deinbus Verkehrsgesellschaft, und Uwe Bahr vom Heuser Omnibusunternehmen. »Wir sind sehr zufrieden, dass sich die Mühen rentiert haben und unser Auftraggeber und die Fahrgäste uns dieses Ergebnis bestätigen«, erklären die Kooperationspartner.

Erstmals im Einsatz ist dabei ein neuer Fahrzeugtyp, der Mercedes-Benz Capacity L. »Das Fahrzeug verfügt über fünf doppelbreite Türen und gewährleistet dadurch einen schnellen Fahrgastwechsel, was besonders wichtig ist an hoch frequentierten Haltestellen und in der Hauptverkehrszeit«, erklärt Schützenhofer. Bei Maximalbesetzung nimmt der Bus bis zu 189 Fahrgäste auf. Videokameras überwachen zudem den Bereich des Einstiegs an den Türen drei bis fünf.

Aktuell finden seitens der KVG Main-Kinzig Betriebsbeobachtungen statt, die insbesondere Aufschluss über Verspätungen und Kapazitätsverschiebungen auf einzelnen morgendlichen Fahrten geben sollen. »Nach dem erfolgreichen Betriebsstart ist jetzt ein Austausch mit den beteiligten Unternehmen und Kommunen geplant, um zu prüfen, welche Optimierungen noch notwendig und umsetzbar sind«, fasst Ottmann die nächsten Arbeitsschritte der KVG zusammen.

Die Freude über den Betreiberwechsel ist auch beim Stadtverkehr Nidderau groß. »Wir sind wirklich sehr zufrieden«, berichtet Katja Adams, Fachbereichsleiterin für Umwelt, Abfall, ÖPNV. »Alle Rückmeldungen sind äußerst positiv, insbesondere hinsichtlich des eingesetzten Fahrpersonals.«

Übergangsweise werden auch dort aktuell größere Fahrzeuge eingesetzt, neue, etwas kürzere Fahrzeuge sind jedoch schon mit einer roten Fahrzeuglackierung, in Anlehnung an das Stadtwappen, bestellt und sollen langfristig zum Einsatz kommen, informiert Stroh-Prokurist Rolf Heuser. In Nidderau sieht man sich jedoch nach einem guten Monat nach Betriebsstart schon wieder mit neuen, großen Herausforderungen konfrontiert: Eine umfangreiche Sanierung einer Straße wird voraussichtlich bis Juni 2020 andauern. Ein geändertes Stadtbuskonzept und ein Baustellenfahrplan müssen interimsweise greifen.


Kategorie: Betrieb