RECHNERISCH GESAMTE FAHRERBESATZUNG GEWECHSELT

ESSLINGEN: Hohe Fluktuation bei Rexer

Seit der Betriebsaufnahme als Subunternehmer für den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) am 1. Juli 2018 hat das Unternehmen Rexer aus Calw rein rechnerisch bereits die gesamte Fahrermannschaft ausgetauscht.


Linienbus der Firma Rexer. Zum Betriebsstart hatte es heftige Kritik gegeben, nun zeigte sich der SVE recht verständnisvoll. (Foto: Rexer)

Linienbus der Firma Rexer. Zum Betriebsstart hatte es heftige Kritik gegeben, nun zeigte sich der SVE recht verständnisvoll. (Foto: Rexer)


Das berichtet die Stuttgarter Zeitung und weist damit auf die hohe Fahrerfluktuation bei Rexer in Esslingen hin. Zum 1. Juli 2018 übernahm Rexer acht Buslinien und zwei Nachtlinien, gefahren mit etwa 25 Bussen, welche früher von den Unternehmen Fischle und Schlienz betrieben wurden. Auf die hohe Fluktuation angesprochen, sagte Johannes Müller, technischer Werksleiter beim SVE, gegenüber dem Roten Renner, dass es in der Tat eine hohe Fluktuation gebe, welche dem Subunternehmer Probleme bereite. Rexer habe zwar einen Teil der Fischle- und Schlienz-Fahrer übernommen, ein Teil davon sei jedoch wieder zum früheren Arbeitgeber gewechselt, nachdem Fischle und Schlienz anderswo Aufträge gewonnen haben.

Rexer setze zum Teil auch Fahrer aus dem EU-Ausland ein, sagte Müller, zu denen es teils Beschwerden wegen mangelnden Sprachkenntnissen gebe. Für diese Fahrer würden an der Volkshochschule spezielle Deutschkurse angeboten, jedoch würden viele dieser Fahrer nach kurzer Zeit bei Rexer aufhören. Das habe nach Müllers Wissen nicht mit den Arbeitsbedingungen zu tun, weil die Bezahlung nach Tarif erfolge und die Dienstpläne seines Wissens nach ordentlich seien. In der Branche sei durch vermehrte Ausschreibungen »umgerührt« worden. Nach dem Abschluss der Ausschreibungen erwarte man nun eine Beruhigung. Ein Teil der ausländischen Fahrer würde auch bleiben und sogar die Familie nachholen und Rexer erhalte auch Bewerbungen von deutschsprachigen Fahrern, also würde sich das auf Dauer wohl einspielen. Da die Beschwerden über Orts- und Sprachunkenntnis stetig rückläufig seien, habe man als Auftraggeber derzeit überhaupt nicht vor, eine Abmahnung auszusprechen, sondern unterstütze weiterhin bei den Sprachkursen.


Kategorie: Betrieb