ZUSCHLAG FÜR HUNSRÜCKHÖHENSTRASSE SÜD

VRM: Rexer und Deinbus im Hunsrück

Eine Bietergemeinschaft aus den Verkehrsbetrieben Nagoldtal und der Deinbus Verkehrsgesellschaft aus Offenbach hat den Zuschlag für das VRM-Linienbündel Hunsrückhöhenstraße Süd erhalten.



Die Verkehrsbetriebe Nagoldtal (VBN) gehören zur Rexer-Gruppe aus Calw. Der Auftrag, der in Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Hunsrück-Kreis, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) vergeben wurde, sieht den Betrieb von rund 1,5 Millionen Nutzwagenkilometern jährlich auf 20 Buslinien vor. Der Auftrag startet am 1. August 2019 und läuft zehn Jahre.

Laut Auskunft des VRM sind die derzeitigen Genehmigungsinhaber die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft aus Koblenz und die Stemmler-Bus GmbH aus Kastellaun. Auf Nachfrage sagte uns die Firma Rexer, dass man sich noch nicht mit der Aufteilung der Leistungen zwischen den Beteiligten der Bietergemeinschaft beschäftigt habe, da aktuell die Betriebsaufnahme in Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) anstünde. Laut Ausschreibungsbedingungen sind auch 66 Prozent Subunternehmerleistungen zulässig.

Wie bereits berichtet, ging der Zuschlag für das LB 6 (Teil 2; Langenselbold/Gelnhausen) an die Bietergemeinschaft aus VBN und Deinbus, nachdem das MET-Unternehmen Viabus nach einjährigem Vergabestreit sein Angebot nicht mehr aufrecht hielt und sich zurückzog. Die Bietergemeinschaft arbeitet mit Heuser aus Langenselbold als Subunternehmer zusammen, Heuser soll etwa die Hälfte der Ausschreibungsleistung übernehmen.

Die Bietergemeinschaft im Vergabeverfahren Hunsrückhöhenstraße Süd habe laut VRM-Mitteilung »das qualitativ beste und wirtschaftlichste Angebot« abgegeben. Insgesamt seien sechs Angebote eingegangen, lässt sich der Bekanntmachung aus dem EU-Amtsblatt entnehmen. Zum Linienbündel Hunsrückhöhenstraße Süd gehören die bisherigen Buslinien zwischen Simmern, Gemünden, Kirchberg und dem Flughafen Hahn, die zum Fahrplanwechsel im Sommer 2019 neue Fahrtrouten und Liniennummern erhalten*. Bis 2021 soll ein hundertprozentiger Niederfluranteil der eingesetzten Busse erreicht werden, die Busse sollen klimatisiert sein. Das Linienbündel stelle eine weitere Umsetzung des »ÖPNV-Konzept Nord« dar, welches die Ausweitung des Rheinland-Pfalz-Taktes auf die regionalen und lokalen Busverkehre vorsieht. Spätestens 2020 sollen die Echtzeit-Daten aller Busse in der VRM-Fahrplanauskunft abrufbar sein.

* Eine Auflistung der Buslinien können Sie der unten verlinkten Ausschreibungsmeldung entnehmen.


Kategorie: Ausschreibungen, Betrieb