06.11.2018

Von: Thomas Burgert

JÜRGEN FENSKE VERABSCHIEDET

VDV: Ingo Wortmann neuer Präsident

Das Präsidium des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat Ingo Wortmann zum neuen Präsidenten gewählt.


Der neue VDV-Präsident Ingo Wortmann (Foto: VDV / Bildschön)

Der neue VDV-Präsident Ingo Wortmann (Foto: VDV / Bildschön)


Der Branchenverband des Öffentlichen Verkehrs hat einen neuen Präsidenten: Das Präsidium des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat in seiner turnusmäßigen Sitzung einstimmig Ingo Wortmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG), gewählt. Der 48-Jährige tritt damit die Nachfolge von Jürgen Fenske an, der nach neun Jahren als VDV-Präsident nicht mehr kandiert hat und zum Jahresende in den Ruhestand geht.

»Der Verkehrssektor befindet sich in bewegten Zeiten. Unsere Aufgabe als Verkehrsunternehmen und -verbünde wird es sein, den nötigen Mobilitätswandel weiterhin aktiv mit zu gestalten. Wir sind starke Partner der Politik und verlässliche Dienstleister für unsere Kunden. Ohne leistungsstarke und qualitativ hochwertige Angebote unserer Branche sind die Umwelt- und Klimaschutzziele im Verkehr nicht zu erreichen«, betonte der neue VDV-Präsident. Deshalb wolle und müsse man im Personen- und im Schienengüterverkehr in den kommenden Jahren Marktanteile hinzugewinnen und sich »selbstbewusst als moderne, umfassende Mobilitätsanbieter positionieren«.

Ingo Wortmann ist seit November 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG) und Geschäftsführer für den Bereich Mobilität der Stadtwerke München. Zuvor war er von 2003 bis 2016 technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr in Ulm. Im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) engagiert sich Ingo Wortmann seit vielen Jahren in verschiedenen Gremien. Seit 2010 vertritt er als VDV-Vizepräsident die rund 300 im Verband organisierten Busunternehmen.

Anlässlich seiner Wahl betonte Ingo Wortmann zudem, dass starke gemeinsame Positionen gerade jetzt, wo viele neue Akteure versuchen, auf den Mobilitätsmarkt zu drängen, wichtiger sind denn je. Die einstimmige Wahl in einem so breit aufgestellten Branchenverband sei »immer auch ein Signal der Geschlossenheit. Das ist wichtig, denn die übergreifende Zusammenarbeit als Branche im VDV wird auch künftig ein Schlüssel zum Erfolg für uns sein. Dieser Zusammenhalt im Verband ist meinem Vorgänger Jürgen Fenske deshalb immer besonders wichtig gewesen. Bei ihm möchte ich mich besonders bedanken: In neun Jahren an der Spitze des VDV hat er uns in vielen zentralen Themen entscheidend vorangebracht und die Branche geprägt. Die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung des Öffentlichen Verkehrs in Deutschland sind heute besser denn je, das ist maßgeblich auch sein Verdienst.«

Jürgen Fenske, der seit 2009 im Amt war und damit dienstältester Präsident des VDV ist, bedankt sich beim Präsidium, bei den Mitgliedsunternehmen und bei den Mitarbeitern des VDV für die erfolgreiche gemeinsame Arbeit: »Ich bedanke mich für die fachlich immer gute und ausgesprochen kollegiale Unterstützung, die ich im Verband an allen Stellen erfahren habe. Ich wünsche Ingo Wortmann, dem VDV-Hauptamt und den Mitgliedern alles Gute, weiterhin viel Erfolg und allzeit gute Fahrt!«

Auch VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sieht die Entwicklungen positiv: »Mit Ingo Wortmann haben wir nun weiterhin einen extrem erfahrenen Experten an unserer Spitze. Seine Wahl zum neuen Präsidenten bringt die nötige Kontinuität in der Führung und die fachliche Expertise für den Verband. Damit bleiben wir in einer Position, um die uns viele beneiden. Denn während andere Akteure im Mobilitätsmarkt noch ihre Positionen und Rollen suchen, sind wir zu allen entscheidenden Themen schon jetzt gut aufgestellt. Das ist natürlich vor allem auch Jürgen Fenske zu verdanken, der diesen Verband über eine lange Zeit und durch schwierige politische Phasen hindurch erfolgreich geführt hat. Dafür bedanke ich mich persönlich und auch im Namen unserer Mitglieder und Mitarbeiter außerordentlich. Genauso positiv blicke ich auf die künftige Zusammenarbeit mit unserem neuen Präsidenten. Ich freue mich über einen ausgesprochen gelungenen Übergang.«


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