09.10.2018

Von: Thomas Burgert

KONTROLLEN VOR SCHULFAHRT

GE: Polizei hat viele Beanstandungen

Obwohl die Kontrollen angekündigt waren, stellten Polizeibeamte bei Busfahrern Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten fest.


Beamte der Direktion Verkehr kontrollieren einen Bus vor der Abfahrt nach Rom. (Foto: Polizei Gelsenkirchen)

Beamte der Direktion Verkehr kontrollieren einen Bus vor der Abfahrt nach Rom. (Foto: Polizei Gelsenkirchen)


Die Kontrollen durch die Polizei Gelsenkirchen fanden vor einer geplanten Fahrt nach Italien statt. Am Freitag, 5. Oktober, haben sich Schüler und Lehrer eines Gymnasiums in Gelsenkirchen auf den Weg zur gemeinsamen Schulfahrt nach Rom gemacht. Etwa 600 Schüler und Eltern wollten gegen 15 Uhr in Bussen von der Nahverkehrsanlage an der Kurt-Schumacher-Straße aus gemeinsam losfahren. Der Schulleiter hatte die Polizei im Vorfeld gebeten, Busse und Fahrer vor der Abfahrt zu kontrollieren.

Die Gelsenkirchener Polizei kontrollierte zwischen 13.30 Uhr und 19.30 Uhr insgesamt zehn Busse und überprüfte 17 Fahrer. Von diesen konnten laut Polizeiangaben 16 Fahrer keine ordnungsgemäßen Nachweise über ihre Lenk- und Ruhezeiten vorlegen. Neun Verstöße seien derart gravierend gewesen, dass »entsprechende Anzeigen geschrieben werden mussten«, teilte die Polizei Gelsenkirchen mit. Vier Fahrern untersagten die Beamten noch vor Ort den Antritt der Fahrt, weil sie zwingend vorgeschriebene Pausen zuvor nicht eingelegt hatten oder nachweisen konnten. Einem als Ersatz georderten Fahrer wurde im Rahmen der Gefahrenabwehr das Führen eines Busses untersagt, weil er zwar von den Unterlagen her dazu in der Lage war, aber vor Ort zugab, noch nie einen Doppeldecker mit 89 Passagieren gefahren zu sein. Selbst die Fahrer, die nachgeordert werden mussten, um die wartenden Schüler zu transportieren, hatten laut Polizeiangaben zum Teil keine »ordentlichen Papiere«.

An den Fahrzeugen selbst seien »nur kleinere Mängel« festgestellt worden. Hier fertigte die Polizei insgesamt sieben Anzeigen. An zwei Bussen beispielsweise funktionierte eine Sicherheitseinrichtung nicht, die verhindern soll, dass man sich versehentlich die Arme oder Beine in der sich schließenden Tür einklemmt. Die Abfahrt aller Busse verzögerte sich wegen der Verstöße erheblich. Das letzte Fahrzeug konnte erst um 19.30 Uhr seinen Weg Richtung Süden antreten – mit mehr als vier Stunden Verspätung.

Grundsätzlich würden die Beamten bei solchen Kontrollen die Fahrzeuge selbst überprüfen und die Bordcomputer und Fahrerkarten der letzten 28 Tage auslesen, teilte die Polizei mit. Werden für diesen Zeitraum Verstöße oder Lücken bei Lenk-und Ruhezeiten festgestellt, werden sie entsprechend geahndet. Einige der am vergangenen Freitag beanstandeten Mängel liegen also durchaus schon länger zurück.

Schüler und Eltern hätten Kontrollen und Verspätung übrigens »gelassen« hingenommen und den »Beamten am Ende mit Applaus« für ihre Arbeit gedankt, erklärte die Polizei abschließend.


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