KÜNFTIG DIREKTVERGABEN IM MAIN-KINZIG-KREIS?

MAIN-KINZIG: Kreistags-Debatte zu Viabus

Auf Initiative der Freien Wähler hat sich der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises am vergangenen Freitag in einer aktuellen Stunde mit dem Schulbus-Chaos zum Schuljahresbeginn beschäftigt.



Auch nachdem die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG) eine Teilschuld eingeräumt hatte, gingen die Aussagen der Fraktionen zu Viabus auseinander, berichtet das Main-Echo online. Nach Meinung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schejna ginge es nicht um die Suche nach einem Schuldigen, er appellierte jedoch an Viabus, endlich ihre Leistungen zu erfüllen. Heiko Kasseckert (CDU) sprach hingegen von nötigen Konsequenzen, und dass es nicht sein könne, dass Viabus »mit einem Angebot aus künstlichen Preisen den Wettbewerb gewinnt«, zitiert das Main-Echo. Der für den Verkehr im Kreis zuständige Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU) sagte, dass Viabus dem Kreis erhalten bleiben werde und er verteidigte die Anstrengungen der Kreisverwaltung und der KVG. Man habe sogar Azubis der Kreisverwaltung als Testfahrer eingesetzt und Busfahrern mit rudimentären Deutschkenntnissen seien Sprachkurse angeboten worden. Es sei allerdings vor der Ausschreibung versäumt worden, den Nahverkehrsplan fortzuschreiben.

Für die Zukunft sei darüber debattiert worden, ob man künftig auf Direktvergaben setzen soll, indem man den Regionalverkehr Main-Kinzig aus der Kreisverkehrsgesellschaft herauslöst und als eigenständiges Unternehmen des Kreises betreibt. Dann könnte man auch die lokalen Betreiber berücksichtigen.


Kategorie: Recht & Politik