BALD E-FERNBUS ZWISCHEN FRANKFURT UND MANNHEIM

FLIXBUS: Belohnung und Bestrafung

Flixbus will noch in diesem Sommer einen Elektrobus auf der Strecke Frankfurt – Mannheim einsetzen. Das kündigte Flixbus-Mitgründer Jochen Engert in einem großen Interview mit dem Stern an.


Im Interview mit dem Stern überraschend offen: Flixbus-Mitgründer Jochen Engert. (Foto: Flixbus)

Im Interview mit dem Stern überraschend offen: Flixbus-Mitgründer Jochen Engert. (Foto: Flixbus)


In dem Interview spricht Engert auch über die geheim gehaltenen Verträge mit den Busunternehmern. Die erhalten demnach 74 Prozent der Einnahmen, Flixbus bekommt die restlichen 26 Prozent. Auch das System, einheitliche Standards festzulegen und Busunternehmer mit Abschlägen zu bestrafen, wenn sie bei Fahrgastbefragungen schlechte Noten bekommen,  habe sich bewährt, so Engert in dem Interview. Das System schaffe Anreize, die Qualität zu halten oder zu verbessern.

Bei den Busunternehmern würde es sich um Rechner mit spitzem Bleistift handeln und sie würden die Zusammenarbeit als fair empfinden, ist sich Engert sicher. Beim angesprochenen Thema Busfahrer-Bezahlung sagte Engert, man greife nicht so tief in die unternehmerische Freiheit der Buspartner ein. Man denke allerdings derzeit über eine Trinkgeld-Funktion in der Flixbus-App nach, damit die Fahrgäste guten Service des Busfahrers honorieren könnten. Man habe über 300 Buspartner, die Quote der Aussteiger liege bei unter zehn Prozent. Auf das verbotenerweise Aufkaufen von Ein-Euro-Tickets des Konkurrenten Megabus mit privaten Kreditkarten angesprochen, gestand Engert ein, dass man zu »kreativ« gewesen sei im Wettbewerb. Was den Wettbewerb in den USA angeht, so lasse der Platzhirsch Greyhound derzeit noch auf eine Reaktion warten, welche man jedoch auf jeden Fall erwarte.

Das komplette Interview finden interessierte Leser auf der Webseite des Stern [externer Link zu Stern.de – es gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters].


Kategorie: Fernbus