REGIONALE BUSUNTERNEHMEN SETZEN SICH DURCH

HUNSRÜCK: Zwei Linienbündel vergeben

Der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) hat für den Rhein-Hunsrück-Kreis die Linienbündel Hunsrück-Höhenstraße Nord und Hunsrück Mitte mit zusammen rund 4,12 Millionen Nutzwagenkilometern jährlich ab 1. August 2019 für zehn Jahre vergeben.



Das Linienbündel Hunsrück-Höhenstraße Nord (Los 1) mit 18 Linien und 2,08 Millionen Nutzwagenkilometern jährlich für zehn Jahre ab 1. August 2019, welche mit 34 Fahrzeugen (26 Standard- und fünf Gelenkbussen sowie zwei Midi- und einem Minibus) erbracht werden soll, ging an das Unternehmen KVG Zickenheiner aus Koblenz. Zickenheiner fuhr die Linien im Rhein-Hunsrück-Kreis im Raum zwischen Simmern, Kastellaun, Emmelshausen und Koblenz sowie zum Flughafen Hahn bisher eigenwirtschaftlich und konnte sich nun bei einer Ausschreibung des VRM mit seinem Angebot durchsetzen. Der Gesamtauftragswert beläuft sich laut Bekanntmachung im EU-Amtsblatt auf 52 Millionen Euro netto, insgesamt waren vier Angebote eingegangen. In einer Pressemitteilung kündigt Geschäftsführer Axel Zickenheiner zahlreiche Änderungen im neuen Verkehrsvertrag an, die den Verkehr attraktiver machen sollen. Er sagte: »Wir freuen uns sehr über unser erfolgreiches Angebot. Dieser Auftrag führt unser Familienunternehmen in das 100. Jahr seines Bestehens. Mit unseren motivierten Mitarbeitern werden wir für unsere Fahrgäste einen starken Verkehr auf die Beine stellen.«

Das ebenfalls ausgeschriebene Linienbündel Hunsrück Mitte (Los 2) mit 2,04 Millionen Nutzwagenkilometer jährlich für zehn Jahre ab 1. August 2019 auf 26 Buslinien wurde an das Unternehmen Stemmler-Bus aus Kastellaun vergeben. Das Linienbündel umfasst die bisherigen Buslinien rund um Kastellaun sowie zwischen Oberwesel, Rheinböllen und Simmern, die zum Fahrplanwechsel im Sommer 2019 neue Fahrtrouten und Liniennummern erhalten. Der Gesamtauftragswert beläuft sich laut Bekanntmachung im EU-Amtsblatt auf 55 Millionen Euro netto, eingesetzt werden sollen 29 Standard-, sechs Doppelstock- und zwei Gelenkbusse sowie zwei Midibusse und ein Kleinbus. Auch für dieses Los seien vier Angebote eingegangen.

Der VRM teilt mit, dass das Angebot eine bessere Abstimmung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn an den Bahnhöfen Oberwesel und Treis-Karden vorsehe. Es gebe einen eingängigen Ein- bis Zwei-Stunden-Takt wochentags und das Angebot an Wochenenden und in der Freizeit werde verbessert. Bis 2021 soll der Niederfluranteil bei 100 Prozent liegen, spätestens ab 2020 sollen die minutengenauen Fahrzeiten der Busse beim VRM abrufbar sein.

Der VRM erklärt, dass die Vergabe des Linienbündels Hunsrück Mitte einen weiteren Schritt bei der Umsetzung vom sogenannten ÖPNV-Konzept Nord – einem Gemeinschaftsprojekt des Landes Rheinland Pfalz, des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und der Verkehrsverbünde Rhein-Mosel und Region Trier – darstelle, mit dem die Angebotsoffensive des Rheinland-Pfalz-Taktes auf die regionalen und lokalen Busverkehre ausgeweitet wird.

Die Fahrtzeit des neuen Expressbusses 645 zwischen Simmern und Bad Kreuznach mit lediglich einem Unterwegshalt in Rheinböllen soll nur 51 Minuten betragen. Vorgesehen ist ein fast durchgängiger Stunden-Takt montags bis freitags sowie ein Zwei-Stunden-Takt am Wochenende. In Bad Kreuznach besteht dabei Anschluss an die schnellen Züge des RE3 von, beziehungsweise nach Mainz und Frankfurt am Main. Zum Einsatz kommen Doppelstockbusse, um möglichst viele Sitzplätze anzubieten.


Kategorie: Ausschreibungen, Betrieb